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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Pressestelle Bistum Würzburg - Nachrichten</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de</link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Fri, 06 Mar 2026 18:39:22 +0100</pubDate><lastBuildDate>Fri, 06 Mar 2026 18:39:22 +0100</lastBuildDate><atom:link href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/bischof/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-70945</guid><pubDate>Tue, 03 Mar 2026 13:28:13 +0100</pubDate><title>„Das ist sehr bitter für mich“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/das-ist-sehr-bitter-fuer-mich/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung bei Abschluss der ersten Phase der Aufarbeitung in Höchberg enttäuscht von Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann – Stellungnahme des Altbischofs eine „vertane Chance“ – „Ich bin nicht der Richter Bischof Friedhelms“ – Prozessteam nennt Ergebnis unbefriedigend und enttäuschend</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Höchberg/Würzburg</strong> (POW) Die erste Phase der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Pfarreiengemeinschaft Mariä Geburt und Sankt Norbert Höchberg ist abgeschlossen. Seit Oktober 2025 hatte ein Prozessteam, bestehend aus Vertretern der Gemeinde und des Bistums Würzburg, die Aufklärung der Geschehnisse und Versäumnisse rund um die Tatvorwürfe gegen den 2017 verstorbenen Pfarrer der Gemeinde rekonstruiert und Antworten auf offene Fragen gesucht. Enttäuscht zeigten sich Bischof Dr. Franz Jung und viele Mitglieder der Gemeinde von Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann, der sich nicht zu seiner persönlichen Verantwortung für den fehlerhaften Umgang in seiner Amtszeit mit den 2010 erstmals mitgeteilten Vorwürfen bekenne und daraus auch keine Konsequenzen ziehe. „Das ist sehr bitter für mich“, betonte Bischof Jung.</p><p>Der Missbrauchsfall war in der Pfarreiengemeinschaft erst nach Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens vom April 2025 zufällig entdeckt worden, erläuterte Christina Gold vom Pfarrgemeinderat bei dem Informationsabend am Montag, 2. März, in der Höchberger Kulturscheune vor rund 100 Gemeindemitgliedern. Bei Meldung der Tatvorwürfe im Jahr 2010 an die damalige Bistumsleitung hatte diese die Gemeinde nicht informiert. Die Arbeit des in Folge von Bischof Jung eingerichteten Prozessteams stellten Ordinariatsrätin Kathrin Pfeil und Bischöflicher Referent Kilian Martin vor. Die Vertreter der Pfarreiengemeinschaft im Prozessteam hätten vor allem einen kritischen Blick auf das Handeln des Bistums geworfen und gesammelte Emotionen und Fragen aus der Gemeinde eingebracht. Die Vertreter des Bistums im Prozessteam hätten Fragen beantwortet, Problemstellungen formuliert sowie den Fall und seine organisatorischen Hintergründe rekonstruiert. Hauptziele seien unter anderem gewesen, Verantwortlichkeiten zu klären und das Verhalten der Bistumsleitung zu analysieren sowie Betroffene zur Meldung zu ermutigen.</p><p>Die Ergebnisse der Arbeit des Prozessteams beschäftigten sich vor allem mit den Versäumnissen des damals amtierenden Bischofs Dr. Friedhelm Hofmann. Jochen Schmitt und Dr. Hubert Humm vom Prozessteam stellten Antworten auf bisher noch offene Fragen vor und bewerteten das Vorgehen der Bistumsleitung. Die Recherchen legten offen, dass die Bistumsleitung spätestens seit 2010 von zwei Betroffenen wusste. Zur Frage, warum keine Maßnahmen ergriffen worden seien, habe man keine Antwort der Bistumsleitung gefunden. Vollständig im Unklaren habe sie die Gemeinde in Höchberg gelassen, berichtete Schmitt. Die Meldung nach Rom sei durch den damaligen Generalvikar nur mündlich erfolgt und nicht schriftlich über den Bischof. Eine schriftliche Dokumentation hierzu liege weder in Rom noch in Würzburg vor. „Warum wurde der Beschuldigte 2010 noch zum Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft ernannt und blieb noch bis 2011 Dekan? Warum hat man ihn nach seiner Ruhestandsversetzung im Jahr 2011 weiter im Pfarrhaus belassen und nicht konsequent den Auszug aus dem Pfarrhaus umgesetzt?“, lauteten weitere Fragen.</p><p>Nach Angaben Humms stellte sich im Verlauf der Arbeit des Prozessteams heraus, dass in Rom beim Dikasterium für die Bischöfe ein Verfahren zur Überprüfung der Amtstätigkeit von Bischof Hofmann anhängig sei. In einem Schreiben der Vertreter der Gemeinde im Prozessteam an den Präfekten des Dikasteriums habe man vor diesem Hintergrund um Überprüfung der Amtsführung des Bischofs Hofmann gerade auch im Bezug auf den Umgang mit dem Fall des beschuldigten Priesters gebeten. Ein wesentlicher Punkt sei die Nichtdurchführung kirchenrechtlicher Voruntersuchungen mit Meldung nach Rom im Bezug auf die Vorwürfe der beiden Betroffenen im Jahr 2010 gewesen. Weiter sei die Zusage an eine Betroffene nicht durchgesetzt worden, dass der Priester nach Eingeständnis des Missbrauchs nicht mehr in der Öffentlichkeit auftritt und aus dem Pfarrhaus auszieht.</p><p>Nach den Worten Humms lässt sich in der Amtszeit von Bischof Hofmann eine „Strategie der Abschottung“ im Missbrauchsgutachten nachweisen. Auch habe der damalige Bischof sich selbst nicht an die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz zum Umgang mit Missbrauchsfällen gegen Minderjährige gehalten. Die Verantwortung habe er auf den verstorbenen Generalvikar abgeschoben. Nach Auffassung der Vertreter der Gemeinde im Prozessteam sei Bischof Hofmann der Titel eines Ehrendomherrn durch Bischof Jung abzuerkennen.</p><p>In einer bei der Versammlung gezeigten Videobotschaft bedauerte der 83-jährige Bischof Hofmann aufrichtig, dass die in seiner Amtszeit bekannt gewordenen Vorwürfe gegen einen damaligen Priester nicht in der erforderlichen Weise bearbeitet worden seien. „Ich trage Verantwortung“, betonte Bischof Hofmann. Rückblickend müsse er als Fehler einräumen: „Ich habe mich zu sehr auf die Bearbeitung durch meinen damaligen Generalvikar als Leiter der Bistumsverwaltung verlassen. Ich hätte als Bischof stärker nachfragen, genauer hinschauen und konsequenter handeln müssen. Viele von Ihnen fühlen sich nicht ausreichend informiert und nicht ernst genommen.“</p><p>Für eine Gemeinde sei es schwer auszuhalten, wenn man erst spät erfahre, was an Vorwürfen im Raum gestanden habe – und wenn der Eindruck entstehe, dass nicht konsequent gehandelt worden sei. „Es tut mir leid, dass Sie das erleben mussten.“ Heute könne er die Entscheidung nicht rückgängig machen. Zur Einordnung „ohne etwas zu relativieren“ sagte Bischof Hofmann weiter, die vorgeworfenen Taten seien bei Bekanntwerden im Jahr 2010 sowohl im weltlichen als auch im kirchlichen Recht verjährt gewesen. Zudem sei eine aktive Information der Gemeinde zu dieser Zeit keine gängige Praxis gewesen. Das damals gültige Amtsgeheimnis, das sogenannte Päpstliche Geheimnis, sei dem entgegengestanden. Heute sehe er: Auch unter diesen Rahmenbedingungen hätte es mehr Transparenz und eine konsequentere Bearbeitung gebraucht.</p><p>Zutiefst bedauerte der emeritierte Bischof, dass die Zusagen, der beschuldigte Priester würde aus dem Pfarrhaus ausziehen und nicht mehr in der Öffentlichkeit auftreten, nicht eingehalten worden seien. „Auch wenn mir kein rechtswidriges Handeln angelastet werden kann, ist mir bewusst, dass meine Verantwortung nicht dort aufhört, wo juristische Verantwortlichkeit endet. Deshalb bitte ich aufrichtig um Entschuldigung“, unterstrich Bischof Hofmann. Ihm sei bewusst, dass seine Worte die Vergangenheit nicht ungeschehen machen könnten – und auch die heutigen Belastungen nicht einfach auflösten. „Wichtiges Anliegen als Bischof war und ist für mich die Sorge um die Menschen und die Stärkung der Gemeinschaft im Glauben. Als Zeichen meiner Solidarität werde ich mich persönlich darum kümmern, dass es im Bistum Würzburg eine Stiftung für Betroffene sexualisierter Gewalt geben wird“, kündigte Bischof Hofmann an. Eine ausdrückliche Verantwortungsübernahme mit einem Schuldeingeständnis ließ Bischof Hofmann allerdings bei seinen Ausführungen vermissen.</p><p>Als vertane Chance wertete Bischof Jung die Stellungnahme seines Amtsvorgängers. „Ich bin enttäuscht und hätte mir erwartet, dass Bischof Friedhelm sich mutig der Situation stellt, sich zu seiner persönlichen Verantwortung bekennt und daraus auch Konsequenzen zieht – auch im Sinne der Betroffenen und der Gemeinde in Höchberg.“ Diese Lücke in der Verantwortungsübernahme bleibe jetzt, und er könne sie nicht schließen. „Ich bin nicht der Richter Bischof Friedhelms und kann auch niemanden zur Einsicht oder zu einem persönlichen Schritt zwingen. Für mich ist es sehr bitter, weil ich seit meinem Amtsantritt als Bischof in Würzburg für eine Haltungsänderung stehe. Ich stehe für rückhaltlose Aufarbeitung, für Benennung von Fehlern und für Verantwortungsübernahme“, betonte Bischof Jung.</p><p>Zur Informationsveranstaltung in Höchberg sei er gekommen, um deutlich zu machen, dass er auch mit der Lücke in der Verantwortungsübernahme dafür stehe, dass der Aufarbeitungsprozess gut in die nächste Phase gehen könne. „Ich trage keine persönliche Verantwortung für die Vergangenheit; und die kann ich auch nicht übernehmen. Ich trage aber sehr wohl die institutionelle Verantwortung für das Gelingen des Aufarbeitungsprozesses vor Ort, der mir sehr am Herzen liegt“, unterstrich Bischof Jung. Er sei nicht der Anwalt seines Amtsvorgängers, aber Anwalt eines gelingenden Prozesses.</p><p>Weiter gestand Bischof Jung in seinem Statement ein, von den Entwicklungen in Höchberg überrollt worden zu sein. Vom Ort her habe die Bistumsleitung damit gerechnet, dass Aufarbeitungsbedarf in einem akuten Fall angemeldet werde. „Das war eine Fehleinschätzung meinerseits.“ Vom Prozess her gebe es für diese lokalen Aufarbeitungsprozesse noch keine Vorlage. Das Bistum stehe hier in einem Lernprozess. Froh zeigte sich Bischof Jung darüber, dass die Leitlinien der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM) ab Juni 2025&nbsp;eine Orientierungshilfe für das Prozess-Design böten. Ganz wichtig sei Bischof Jung jetzt, trotz der Lücke in der fehlenden Verantwortungsübernahme die zweite Phase der Aufarbeitung zu beginnen. In ihr gehe es darum, die Emotionen zu bearbeiten. Schließlich betonte Bischof Jung: „Ich bin nicht Teil des Prozessteams, aber ich stehe als Begleiter immer zur Seite und versuche das Meine zum Gelingen beizutragen.“ Sein Ziel bleibe der Einsatz „für eine sichere Kirche“.</p><p>Seitens der Mitglieder des Prozessteams aus der Gemeinde wurde Bischof Jung dafür kritisiert, keine Konsequenzen für die Person Bischof Hofmanns zu ziehen. „Das Ziel, das wir erreichen wollten, war eine konkrete Verantwortungsübernahme des damaligen Amtsträgers und damit Verantwortlichen. Am Ende dieser Veranstaltung müssen wir wohl feststellen, dies ist uns nicht gelungen“, sagte Gudrun Walther, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats in Höchberg. Eine offene, glaubhafte und ernsthafte Einsicht und klare Aussagen zur Verantwortungsübernahme gebe es auch jetzt nicht. „Das ist für uns alle in diesem Prozessteam unbefriedigend und enttäuschend.“ Hubert Humm richtete an Bischof Jung die Bitte, klare Konsequenzen zu ziehen. „Warten Sie nicht auf Rom.“</p><p>Wie die Aufarbeitung jetzt weitergehe, erläuterte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran. In einer zweiten Phase gehe es um die Verarbeitung der emotionalen Lage vor Ort mit dem Ziel, Menschen in der Gemeinde seelsorglich zu begleiten. Hier sei das lokale Prozessteam verantwortlich, von Seiten des Bistums werden Kräfte aus der Supervision und der Ehe-, Familien- und Lebensberatung zur Verfügung gestellt. In der dritten Phase wolle man aus der Krise lernen und konkrete Präventionsmaßnahmen entwickeln. Schließlich gehe es in Phase vier um Veränderung und Reinigung der Erinnerungskultur. Bischof Jung werde sich dann wieder in den Prozess als Verantwortlicher einbringen.</p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(1026/0239; E-Mail voraus)</span></span></p><p><em><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</span></span></em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof em. Friedhelm Hofmann</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70938</guid><pubDate>Tue, 03 Mar 2026 13:00:00 +0100</pubDate><title>„Ein Kraftort für die Kirche – und für unsere Demokratie“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/ein-kraftort-fuer-die-kirche-und-fuer-unsere-demokratie/</link><description>Programm des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg vorgestellt</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW/KT) Als „ein großes Demokratie-Förderprojekt“ hat Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), den Deutschen Katholikentag bezeichnet. Bei der Vorstellung des Programms für den Katholikentag in Würzburg vom 13. bis 17. Mai 2026 sagte sie am Dienstag, 3. März: „Er ist gelebte Demokratie, indem er so viele Menschen an der Entstehung des Programms und seiner Durchführung beteiligt. Zugleich schreibt er sich das Engagement für die Demokratie in Politik und Gesellschaft auf die Fahnen.“ Gegen die Demokratiegefährdung „von innen und von außen“ aufzustehen, korrespondiere mit dem Leitwort für Würzburg: „Hab Mut, steh auf!“ Der Katholikentag sei aber nicht nur ein Ort der Demokratie. „Er ist ein Ort gelebter Synodaler Kirche und ein Ort der fortgesetzten Aufarbeitung des Missbrauchsskandals.“</p><p>Bischof Dr. Franz Jung sagte, er nehme eine große Vorfreude auf den Katholikentag in der ganzen Region wahr. Zum Kennenlernen lade vor allem der „Abend der Begegnung“ am Eröffnungstag ein. „Die neun Dekanate unseres Bistums präsentieren sich dabei an neun Plätzen in der Würzburger Innenstadt.“ Ein inhaltlich zentrales Anliegen des Bistums sei es, die seit Jahren prägende „caritative Pastoral und eine pastorale Caritas“ erfahrbar zu machen. „Das bedeutet, die Bedarfe der Menschen in der unmittelbaren Umgebung zu sehen und zu fragen, was Kirche zur Gesellschaft beitragen kann. Sozialraumorientierung ist eine Haltung, die nicht nur unsere Aktivitäten verändert, sondern auch Auswirkungen auf unser Selbstverständnis als Kirche hat. Beim Katholikentag wollen wir diese Haltung mit Best-Practice-Beispielen, Workshops und Führungen vorstellen und vertiefen.“ Ebenso sei ihm „die Auseinandersetzung mit dem lebendigen Wort Gottes“ ein Herzensanliegen. Es gebe in Würzburg einen umfangreichen Programmteil dazu. „Ich lade herzlich dazu ein, das Zentrum ‚Bibel und Spiritualität‘ zu erkunden.“</p><p>###GALERIE###</p><p>Dr. Andreas Kratel, Leiter der Abteilung Katholikentage und verantwortlicher Redakteur des Programms, wies in diesem Zusammenhang auf den großen Rahmen des Katholikentags hin: „Die Eröffnungsveranstaltung findet mit dem Bundespräsidenten, der ZdK-Präsidentin, dem Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern, dem Oberbürgermeister Würzburgs und vielen anderen Gästen auf dem Residenzplatz statt. Die beiden zentralen Gottesdienste an Christi Himmelfahrt und am Sonntag als Schlussgottesdienst werden – ebenfalls vom Residenzplatz – live übertragen.“ Insgesamt biete der Katholikentag rund 900&nbsp;Veranstaltungen, „vom großen Livekonzert bis zum vertraulichen Gespräch in ganz kleiner Runde“. Räumlich konzentriere er sich vor allem in der Innenstadt. Das Programm sei nach den regelmäßig durchgeführten Befragungen von Besucherinnen und Besuchern der Katholikentage als Antwort auf Bedürfnisse konzipiert: „Gewünscht werden die drei großen Säulen: Geistliches – Kulturelles – Politisches.“</p><p>Auf die zentrale Rolle des Ehrenamts für die Entstehung eines Katholikentags wies der Generalsekretär des ZdK, Marc Frings, hin. „Bevor in Würzburg die Bühnen stehen, sind Menschen unterwegs. Der Katholikentag beginnt nicht mit dem Eröffnungsgottesdienst. Er beginnt dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen. Und das sind viele. Ehrenamt heißt: dem Gemeinwohl ein Gesicht geben.“ 49 Prozent aller Katholikinnen und Katholiken in Deutschland engagierten sich ehrenamtlich in vielen Bereichen der Gesellschaft. „Knapp fünf Millionen Menschen wiederum sind direkt in den christlichen Kirchen aktiv. Kirche gehört damit zu den fünf größten Engagement-Bereichen in Deutschland.“ Der Katholikentag werde nur mit dem Ehrenamt „zu dem, was er sein soll: ein Kraftort für Kirche – und für unsere Demokratie“.</p><p>(1026/0237; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet </em></p><p><em>Eine digitale Pressemappe inklusive Bildmaterial können Sie auf <a href="https://www.katholikentag.de/digitale-pressemappe" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.katholikentag.de/digitale-pressemappe</a> herunterladen.</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Katholikentag 2026</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70908</guid><pubDate>Mon, 02 Mar 2026 13:28:38 +0100</pubDate><title>Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/fruehjahrsvollversammlung-des-dioezesanrats/</link><description>Würzburg (POW) Zu seiner Frühjahrsvollversammlung trifft sich der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg von Freitag, 6., bis Sonntag, 7. März, im Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Neben dem Bericht zur Lage von Diözesanratsvorsitzendem Dr. Michael Wolf und dem Wort des Bischofs Dr. Franz Jung geht es unter anderem um einen Rückblick auf die vergangene Wahlperiode des Gremiums. Auf dem Programm stehen außerdem die Themen Prävention sexuellen Missbrauchs sowie die neue Satzung und Geschäftsordnung des Diözesanrats.</p><p>(1026/0234; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70853</guid><pubDate>Thu, 26 Feb 2026 17:20:56 +0100</pubDate><title>„Würzburg ist eine tolle Location“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/wuerzburg-ist-eine-tolle-location/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung blickt auf die Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Würzburg</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Von Montag, 23. Februar, bis Donnerstag, 26. Februar, hat die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Würzburg getagt. Neben der Wahl des neuen Vorsitzenden stand unter anderem auch ein Pressegespräch zum Thema „Dialog zwischen Christen und Muslimen“ auf dem Programm. Im Interview zieht Bischof Dr. Franz Jung ein Fazit der vergangenen Tage.</p><p><em>POW: Welche Themen wurden bei der Frühjahrsvollversammlung beraten?</em></p><p>Bischof Dr. Franz Jung: Jenseits der Wahl des neuen Vorsitzenden war ein ganz großer Punkt der Studientag zum Thema christlich-islamischer Dialog. Dazu gibt es eine Arbeitshilfe: Wie gestaltet sich dieser Dialog? Wer sind die Akteure? Was sind die momentanen Konflikte? Ein großes Thema war Gewalt und Islam. Wie geht man differenziert mit diesem Thema um? Wie äußern sich die offiziellen Vertreter – oder auch nicht, was ja auch eine Belastung ist, wenn man miteinander ins Gespräch kommen will. Ich war in der Arbeitsgruppe mit Dr. Timo Güzelmansur, Leiter der Christlich-Islamischen Begegnungs- und Dokumentationsstelle (CIBEDO) der DBK. Er gab Einblick in die sehr differenzierte Arbeit, die dort gemacht wird, um den Kontakt herzustellen, Gespräche zu führen und einen Modus zu entwickeln, wie man mit Problemen gut umgehen kann.</p><p>Es gab zwei weitere große Themen. Da war zum einen die Frage nach einer diakonischen Pastoral. Das ist ja mein Leib- und Magenthema: caritative Pastoral, pastorale Caritas. Dazu gibt es eine sehr gute Arbeitshilfe, die nicht nur theoretisiert, sondern aus zwei ganz konkreten Feldern Rückschlüsse zu ziehen versucht. Und es gibt ein Papier, das auch unser Bistum aufgreift, nämlich zur Ehrenamtsförderung. Wir haben jetzt eine eigene Stelle für Ehrenamtsförderung eingerichtet. Denn vieles wird an den Gemeinden hängen und an dem, was die Christinnen und Christen vor Ort in Gang setzen.</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/291-weltfrauentag-weltweite-frauenbewegung/embed?context=external&amp;token=wV8dUoUHLsjh5RI1Rt1awA" style="border: 0" border="0" height="380" width="100%"></iframe></p><p><em>POW: Es geht dabei auch um Wertschätzung für das Ehrenamt?</em></p><p>Bischof Jung: Es ist vor allem eine Ermutigung. Und es geht um die Frage: Was sind die Rahmenbedingungen, um Menschen dafür zu gewinnen, ehrenamtlich tätig zu sein? Also sie zu schätzen, ihnen Begleitung zu geben, aber natürlich auch, sie in Entscheidungen mit einzubinden. Es geht um das Thema Synodalität. Jemand macht etwas, wenn er oder sie sagt: Ich darf mitgestalten und bin nicht nur derjenige, der Jobs erledigt, die kein anderer macht. Ich möchte gerne auch meinen Anteil beitragen. Es geht darum, diese Menschen auch ernst zu nehmen.</p><p><em>POW: Das Bistum Würzburg war Gastgeber dieser Vollversammlung. Welches Fazit ziehen Sie?</em></p><p>Bischof Jung: Es war super. Ich habe viele Rückmeldungen bekommen. Alle haben sich hier sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt. Ich glaube, wir haben das Beste gegeben, angefangen von der tollen Dommusik über die Verpflegung bis hin zum Bistumsabend. Es war ein wunderbarer Abend, und wir haben uns noch mal als Bistum präsentiert. Aber es war auch sehr schön, dass die Vollversammlung jetzt einmal im Herzen der Stadt war. Viele haben gesagt, sie würden Würzburg immer nur von Himmelspforten her kennen. Und jetzt war in der Mittagspause mal Zeit, um Kirchen anzuschauen, am Main spazieren zu gehen oder in der Stadt etwas zu besorgen. Und das war eigentlich sehr, sehr schön.</p><p><em>POW: War das schon ein Vorgeschmack auf den Deutschen Katholikentag im Mai?</em></p><p>Bischof Jung: Natürlich haben wir die Werbetrommel gerührt und ich hoffe, dass möglichst viele zum Katholikentag kommen. Würzburg ist wirklich eine tolle Location. Wir haben jetzt als Bistum und als Gastgeber gezeigt, was wir können. Und das hat allen Spaß gemacht, auch meinem Team.</p><p class="text-right"><em>Interview: Anna-Lena Ils (Hörfunkredaktion)</em></p><p>(1026/0228; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Im Gespräch</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70850</guid><pubDate>Thu, 26 Feb 2026 15:54:16 +0100</pubDate><title>Die Zukunft mitgestalten</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/die-zukunft-mitgestalten/</link><description>Am Sonntag, 1. März, ist Pfarrgemeinderatswahl im Bistum Würzburg – In Gemeinsamem Pfarrgemeinderat und Gemeindeteam Kirche lebendig werden lassen – Bischof und Diözesanratsvorsitzender rufen zur Teilnahme auf</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Am Sonntag, 1. März, sind alle Katholikinnen und Katholiken, die mindestens 14&nbsp;Jahre alt sind und in einer Pfarreiengemeinschaft beziehungsweise Untergliederung der 43 Pastoralen Räume im Bistum Würzburg ihren Erstwohnsitz haben, aufgerufen, an der Wahl der Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams teilzunehmen. „Gemeinsam gestalten – gefällt mir“, lautet das Motto. „Die Wahl der Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams ist eine Einladung, anzupacken, mitzumachen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen“, schreiben Bischof Dr. Franz Jung und Diözesanratsvorsitzender Dr.&nbsp;Michael Wolf in ihrem gemeinsamen Aufruf. Nähere Informationen zur Wahl gibt es im Internet unter <a href="http://pfarrgemeinderatswahl.de" target="_blank" class="external-link">pfarrgemeinderatswahl.de</a>.</p><p>Kirche lebe von den Menschen, die sich kreativ und vielfältig in den Dörfern und Städten einbringen. Gerade in einer Zeit voll großer Herausforderungen für Kirche, Politik und Gesellschaft seien Christinnen und Christen aufgerufen, aktiv zu werden. „Gemeinsam gestalten“ bedeute, „dass wir uns aktiv einbringen und unsere Vision einer aktiven Kirche lebendig werden lassen“, heißt es in dem Aufruf weiter. In der Mitgestaltung der Räte zeigten die Gläubigen, wie christlicher Glaube heute gelebt und weitergegeben werden könne. „Nutzen Sie diese Gelegenheit und gestalten Sie gemeinsam mit vielen Engagierten voll Mut und Zuversicht das kirchliche Leben vor Ort!“, betonen Bischof Jung und Diözesanratsvorsitzender Wolf.</p><p><em><strong>Welche Gremien werden gewählt?</strong></em></p><p>Das Bistum Würzburg baut darauf, dass alle Getauften eine gemeinsame Verantwortung haben. Die rechtlichen Grundlagen hierfür sind die Satzungen der Gemeinsamen Pfarrgemeinderäte sowie der Gemeindeteams im Bistum Würzburg. Gewählt wird zum einen der Gemeinsame Pfarrgemeinderat. Er ist zuständig für die gesamte Pfarreiengemeinschaft beziehungsweise Untergliederung. Für Aufgaben, die in den einzelnen Gemeinden, also den 516 Pfarreien, 95 Kuratien oder 251 Filialen des Bistums verbleiben, werden Gemeindeteams eingerichtet. Diese sind für die vier Jahre dauernde Wahlperiode des Gemeinsamen Pfarrgemeinderats eingesetzt und setzen sich aus Gläubigen zusammen, die bereit sind, in der jeweiligen Gemeinde mitzuarbeiten. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass Kirche am Ort erkennbar, erreichbar und zugänglich ist, und repräsentieren Kirche am jeweiligen Ort. Engagieren kann sich in beiden Gremien jede Katholikin/jeder Katholik ab 16 Jahren. Alternativ können auch die Gemeindeteams direkt gewählt werden. Die Entscheidung, welches Gremium direkt gewählt wird, wird in der Pfarreiengemeinschaft beziehungsweise Untergliederung getroffen.</p><p>Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat besteht aus fünf bis zwölf Personen. Neben den Gewählten gehört zu diesem Gremium auch der zuständige Teampfarrer oder alternativ ein Mitglied aus dem Pastoralteam der hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger. Zusätzlich können weitere Personen berufen werden. Im Gemeindeteam können zwischen drei und zwölf Gläubige mitarbeiten.</p><p><strong><em>Was sind die Aufgaben?</em></strong></p><p>Die Satzung nennt viele Möglichkeiten des Engagements: von der Jugendarbeit bis zur Gottesdienstfeier, vom Besuchsdienst bei Neuzugezogenen oder Kranken bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit, um nur ein paar Beispiele zu nennen. In der Praxis werden je nach Gegebenheit, Schwerpunkten und Interessen der Engagierten unterschiedliche Akzente gesetzt und versucht, Menschen zu bewegen, sich bei den jeweiligen Aktionen und Projekten zu beteiligen. Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat handelt nach dem Subsidiaritätsprinzip und wird von den Gemeindeteams unterstützt. Das heißt, Aufgaben, die einzelne Gemeinden betreffen und von diesen übernommen werden können, sind dort angesiedelt. Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat ist zuständig für alle gemeinsamen Aufgaben und erzielt durch die Zusammenarbeit Synergien zwischen den Gemeinden.</p><p><strong><em>Wie ist die Arbeit in den beiden Gremien organisiert?</em></strong></p><p>Wie häufig sich der Gemeinsame Pfarrgemeinderat beziehungsweise das Gemeindeteam trifft, entscheiden die Gremien selbständig. Jedes Mitglied hat das Recht, Anträge zu stellen, über die dann abgestimmt wird. Um die Palette der Themen und Aktionen zu organisieren, können in Abstimmung mit dem Rat im Pastoralen Raum Arbeits- und Projektgruppen gebildet werden.</p><p><strong><em>Was haben Engagierte von ihrem Einsatz?</em></strong></p><p>Mit ihrer Lebenserfahrung, ihren Fähigkeiten und Interessen können die Frauen und Männer Entwicklungen des gesellschaftlichen und kirchlichen Lebens mitgestalten. Diese Erfahrungen, so berichten Engagierte und Engagementforschende, sind auch für Beruf und Privatleben nützlich und fördern die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Das Bistum unterstützt die Engagierten in den Gemeinsamen Pfarrgemeinderäten und den Gemeindeteams mit vielfältigen kostenlosen Fortbildungsangeboten.</p><p>(1026/0225; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70817</guid><pubDate>Tue, 24 Feb 2026 13:51:55 +0100</pubDate><title>„Das Ergebnis ist sehr erfreulich“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/das-ergebnis-ist-sehr-erfreulich/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung gratuliert dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz zur Wahl </description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Zu den ersten Gratulanten des neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz hat auch Bischof Dr. Franz Jung gehört. Was ihn mit Bischof Dr. Heiner Wilmer verbindet, wie er ihn einschätzt und wie die Bischöfe bislang den Tagungsort Würzburg erlebt haben, schildert er im folgenden Interview.</p><p><em>POW: Wie haben Sie die heutige Wahl des neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz erlebt?</em></p><p>Bischof Dr. Franz Jung: Das ist eine spannende Sache. Wir haben uns erst mal eine Stunde lang&nbsp; Gedanken gemacht: Was sind die Herausforderungen, vor denen wir stehen? Dann sind wir zur Wahl geschritten, und das Ergebnis ist sehr erfreulich. Es ist von vielen mitgetragen worden. Ich freue mich auch. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an Heiner Wilmer als neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz.</p><p><em>POW: Was macht den neuen Vorsitzenden in Ihren Augen aus?</em></p><p>Bischof Jung: Heiner Wilmer ist Ordensmann. Er war einige Jahre in Rom als Vorsitzender seiner Ordensgemeinschaft und hat da gute Erfahrungen sammeln können. Ich kenne ihn noch aus meiner Zeit in Speyer. Er war ja da auch der Ordensobere der Herz-Jesu-Priester. Da haben wir uns öfters mal getroffen, hatten also auch dienstlich miteinander zu tun. Von daher verbindet uns schon viel über lange Zeit. Ich schätze ihn. Er ist jemand, der gut zuhört, der auch ein großes Bistum zu leiten hat und, wie ich glaube, auch aus der Erfahrung des Synodalen Weges Menschen zusammenbringen kann. Er kann das, was begonnen worden ist, in einem guten Sinn weiterführen in die Zukunft.</p><p><em>POW: Wie kommt Würzburg bisher als Tagungsort bei den Bischöfen an?</em></p><p>Bischof Jung: Die Leute sind auf jeden Fall sehr, sehr angetan von der großen Gastfreundschaft, von der guten Kirchenmusik und von den schönen Gottesdiensten, die wir miteinander gefeiert haben. Und ich glaube, wir sind gute Gastgeber.&nbsp;</p><p class="text-right">Interview: Anna-Lena Ils (Hörfunkredaktion)</p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/XTWMVGWtvKk?si=dKWy9Qci2TS5MNtQ" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p><p>(0926/0216; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Im Gespräch</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70781</guid><pubDate>Sun, 22 Feb 2026 19:43:18 +0100</pubDate><title>„Die Taufe beginnt mit einer Entscheidung“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/die-taufe-beginnt-mit-einer-entscheidung/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung lässt sieben Erwachsene zu Taufe, Firmung und Eucharistie zu – Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche an Ostern</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Insgesamt drei Männer und vier Frauen aus sechs Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften der Diözese Würzburg möchten in die katholische Kirche aufgenommen werden. Bischof Dr. Franz Jung erteilte ihnen am Sonntag, 22. Februar, im Würzburger Neumünster die Zulassung zu Taufe, Firmung und Eucharistie. Der Bischof salbte ihnen dazu die Hände mit Katechumenenöl und segnete sie. Nach mindestens einem Jahr der Vorbereitung werden sie an Ostern oder in der Osterzeit in ihren Heimatgemeinden in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen.</p><p>„Danke für Ihren Weg, danke, dass Sie den Ruf gehört haben, ihm gefolgt sind und sich in der Taufe Gott anschließen wollen“, sagte Bischof Jung und wünschte den Männern und Frauen Gottes Segen für ihren weiteren Weg. Vertreter der Heimatpfarreien der Taufbewerber legten vor dem Bischof Zeugnis ab, dass die Katechumenen den Kontakt zur Gemeinde suchen und sich in Glaubensfragen unterweisen lassen. Sie überreichten dem Bischof jeweils Empfehlungsschreiben für ihre Bewerber. Diese kommen aus Aschaffenburg, Bad Kissingen, Eisingen, Hösbach, Kreuzwertheim und Lohr am Main.</p><p>Die Geschichte des blinden Bettlers Bartimäus passe wunderbar zur Geschichte des Gläubig-Werdens, sagte Bischof Jung in seiner Predigt: „Am Schicksal eines Menschen wird dargestellt, wie das geht mit dem Weg der Bekehrung, der Berufung, der Erleuchtung.“ Bartimäus sitze am Rand, das Leben ziehe an ihm vorbei. „Wann hatten Sie das erste Mal den Eindruck, dass das Leben gefühlt an Ihnen vorbeigeht?“, sagte der Bischof zu den Taufbewerberinnen und Taufbewerbern. Doch dann höre Bartimäus von Jesus, und in seinem Herzen erwache eine Sehnsucht. „Wann haben Sie das erste Mal von Jesus gehört?“ Bartimäus erfahre zunächst Widerstand, solle still sein und sich in sein Schicksal fügen, fuhr der Bischof fort. Auch Gläubige müssten sich mit anderen Menschen und Meinungen auseinandersetzen.</p><p>Doch Jesus bestehe darauf, dass man Bartimäus zu ihm bringe. „Wann haben Sie zum ersten Mal den Ruf Jesu gehört und gemerkt, dass Sie gemeint sind?“ Dabei gehe es darum, dem Leben eine Wende zu geben. Die Taufe beginne mit einer Entscheidung. „Hab nur Mut, steh auf“, sage Jesus zu Bartimäus – zugleich das Motto des Deutschen Katholikentags, der in diesem Jahr in Würzburg stattfindet. Doch es gehörten auch Menschen dazu, die einen auf dem Weg begleiten und unterstützen, wandte sich der Bischof an die Familien und Begleiter der Taufbewerber. „Was willst Du, dass ich dir tue?“, diese Frage von Jesus an Bartimäus gab der Bischof den Bewerbern mit auf den Weg. „Was will ich eigentlich, wenn ich Jesus nachfolge? Will ich zu einer Gemeinschaft gehören, habe ich einen inneren Halt gefunden? Es ist immer wieder gut, sich diese Frage zu stellen. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie in Christus einen Halt, eine Gemeinschaft und einen Trost haben.“</p><p>Auf unterschiedlichen Wegen haben die Bewerberinnen und Bewerber zur katholischen Kirche gefunden. Sie habe vor zwei, drei Jahren begonnen, „Kopfkissengespräche“ mit Gott zu führen, erzählte eine Frau. Anhand „vieler kleiner Puzzleteile“ habe sie die Erfahrung gemacht, dass Gott mit ihr kommuniziere. „Ich habe erkannt, dass ich nicht nur ein Mensch unter vielen bin.“ Auf ihrem Weg habe sie gelernt, sich Gottes Führung und seinen Gesetzen anzuvertrauen. „Glauben ist nicht nur Wissen, sondern lebendiges Vertrauen“, sagte sie. Diese Haltung habe ihr inneren Frieden und Orientierung geschenkt. Nun wolle sie Teil einer Gemeinschaft werden, in der sie auch ein geistliches Zuhause finden könne. Eine junge Frau erzählte, wie sie nach einigen schwierigen Lebensphasen wieder angefangen habe, sich mit der Bibel zu befassen, daraus Kraft zu schöpfen und zu beten. „Ich habe gemerkt, dass ich wieder in Frieden mit mir komme.“ Ein Mann erzählte von dem atheistischen Umfeld, in dem er aufgewachsen sei. Durch das Beispiel eines Arbeitskollegen habe er zum ersten Mal erfahren, was es bedeute, ein Christ zu sein. Doch erst später habe er sich, angeregt durch einen seiner Lieblingssänger, mit dem Buch Kohelet befasst. „Je mehr ich gelernt habe, desto mehr hat es mich überzeugt.“ Es sei der Moment gekommen, in dem er erkannt habe: „Gott liebt uns.“ Nun fühle er sich zum ersten Mal in seinem Leben „vollständig“.</p><p>2025 hatte Weihbischof Paul Reder im Auftrag von Bischof Jung zwei Frauen und acht Männer zu Taufe, Firmung und Eucharistie zugelassen.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(0926/0210; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70751</guid><pubDate>Sat, 21 Feb 2026 18:01:00 +0100</pubDate><title>Aufstehen aus der Passivität</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/aufstehen-aus-der-passivitaet/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung ermuntert in seinem Fastenhirtenwort, auf Gottes Klopfzeichen zu hören ‒ Aus dem Glauben heraus Stellung in der Gesellschaft beziehen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Fastenzeit ist eine Ermutigung, dem Leitwort des 104. Deutschen Katholikentags zu folgen, der wie das ganze Jahr im Bistum Würzburg mit „Hab Mut, steh auf!“ überschrieben ist. Das betont Bischof Dr. Franz Jung in seinem <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/hab-nur-mut-steh-auf-er-ruft-dich" target="_blank" class="external-link">Hirtenwort zur Fastenzeit</a>. Angelehnt an die Heilung des blinden Bettlers Bartimäus durch Jesus ruft er dazu auf, die 40 Tage bis Ostern als Zeit geistlicher Erneuerung zu nutzen.</p><p>Der Ruf Christi gelte jedermann, um Berufungen neu zu hören – im persönlichen Leben, in Gemeinden und Verbänden. Als Vorbereitung auf den Katholikentag in Würzburg empfiehlt der Bischof die geistliche Übung der Lectio Divina mit der biblischen Bartimäus-Erzählung, inklusive <a href="https://www.bistum-wuerzburg.de/glaube-leben/kirchenjahr/fastenzeit/" target="_top" class="external-link">Anleitung auf der Bistumswebseite</a>.</p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/EEce5Kbb0kk?si=Ya6sQYHi9zrzy2Yp" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p><p>In Zeiten globaler Spannungen, wirtschaftlicher Krisen und kirchlicher Debatten mahnt Bischof Jung angesichts eines Gefühls der Ohnmacht: „Hab Mut!“ Statt Lähmung zu erliegen, heiße es, auf Gottes Klopfzeichen zu hören und in der Gesellschaft Stellung zu beziehen – bei Armen, Geflüchteten, Kranken und Sterbenden sowie in synodalen Auseinandersetzungen vor Pfarrgemeinderats- und Kommunalwahlen. Er zitiert wie Papst Leo XIV. den heiligen Augustinus: „Leben wir gut, dann werden auch die Zeiten gut. Wir sind die Zeiten.“ Jung dankt den Engagierten in Gemeinden, Orden und Politik für ihren Einsatz.</p><p>„Steh auf!“ bedeutet nach den Worten von Bischof Jung, mit Christus aus der Passivität aufzustehen, das Leben neu zu ergreifen und als Kinder des Lichtes zu missionieren. Bartimäus diene als Vorbild der Tauferneuerung: Christus öffne Augen für Hoffnung und Reichtum des Glaubens. Ziel der Fastenzeit sei es, das Osterlicht in die Welt zu tragen und andere für den Glauben zu öffnen.</p><p>(0926/0203; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Fastenzeit</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70749</guid><pubDate>Sat, 21 Feb 2026 18:00:00 +0100</pubDate><title>„Hab nur Mut, steh auf, Er ruft dich!“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/hab-nur-mut-steh-auf-er-ruft-dich/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNoSpacing">Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!</p><p><strong>Das Leitwort des 104. Katholikentags in Würzburg</strong></p><p>„Hab Mut, steh auf!“ So lautet das Leitwort des 104. Deutschen Katholikentags, der über Christi Himmelfahrt in Würzburg stattfindet. Dieses Leitwort ist dem Markusevangelium entnommen, genauer gesagt der Begegnung des blinden Bettlers Bartimäus mit Jesus (Mk 10,46-52). Dort wird erzählt, wie die Menschenmenge dem blinden Bettler zuruft: „Hab nur Mut, steh auf, Er ruft dich!“ Bartimäus folgt dieser Aufforderung und wird durch die Begegnung mit Jesus geheilt. Der Glauben öffnet ihm die Augen, so dass er sein Leben wieder in die Hand nehmen kann. Als Sehender folgt er Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem.</p><p><strong>Die Ermutigung des Bartimäus als Programm der österlichen Bußzeit</strong></p><p>„Hab nur Mut, steh auf, Er ruft dich!“ Dieser ermutigende Zuruf beschreibt das geistliche Programm der österlichen Bußzeit. Das möchte ich mit Ihnen am ersten Fastensonntag bedenken. Zugleich verbinde ich damit die Anregung, sich persönlich, aber auch in den Gemeinden, Verbänden und Ordensgemeinschaften geistlich auf den Katholikentag in Würzburg vorzubereiten. Dann bleibt der Katholikentag kein einmaliges Event, sondern klingt nach in den Herzen und hilft uns zur geistlichen Erneuerung.</p><p>Eine gute Möglichkeit zur Vorbereitung ist die Lectio Divina, also die Geistliche Schriftlesung, der Bartimäus-Erzählung. Diese Methode hilft, sich persönlich oder in der Gruppe mit dem Evangelium auseinanderzusetzen. <a href="https://www.bistum-wuerzburg.de/glaube-leben/kirchenjahr/fastenzeit/" target="_top" class="external-link">Eine Anleitung</a> dazu stellen wir auf der Webseite des Bistums zur Verfügung.</p><p>Doch nun zum geistlichen Programm, das in diesem Wort der Ermutigung steckt.</p><p><strong>Den Ruf Christi neu hören</strong></p><p>„Er ruft dich!“ Das ist die Zusage, die an Bartimäus ergeht. Christus ruft jede und jeden Einzelnen von uns in die Nachfolge. Die heiligen 40 Tage der österlichen Bußzeit dienen dazu, diesen Ruf neu zu hören. Wer den Ruf neu hört, der erneuert auch seine Berufung. Denn Berufung ist kein einmaliges Geschehen. Der Herr ruft uns immer wieder. Die Herausforderung besteht darin, seinen Anruf heute zu hören. Das gilt im persönlichen Leben genauso wie dort, wo Christen als Gemeinschaft zusammenleben. Um seinen Ruf vernehmen zu können, benötigen wir Zeiten des Innehaltens. Erst in der Unterbrechung des alltäglichen Betriebes öffnet sich der Raum für das Nachhorchen. Diese Zeiten bewusst einzuplanen in den kommenden 40 Tagen, sind wir eingeladen.</p><p>So können wir uns fragen: Was hat bei mir zuletzt am lautesten nachgehallt? In welcher Begegnung oder bei welchem Erlebnis habe ich plötzlich gespürt: Hier ruft der Herr! Sei es aufgrund eines Konfliktes, der mir zeigte, dass etwas im Argen liegt und dringend angegangen werden muss. Sei es aufgrund einer schönen Begebenheit, durch die mir aufging, dass mehr drin ist und dass ich diesem Wink folgen sollte bei meinem Tun. Sei es durch das Beispiel eines anderen Menschen, der mir half, noch einmal neu die Schönheit, aber auch die Verpflichtung meiner Berufung zu entdecken. Der Herr ruft jeden Tag neu. Deshalb mahnt der Psalmist (Ps 95,7-8): „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet nicht euer Herz.“ Wann immer der Mensch den Ruf des Herrn hört, kommt er im Heute an, wird seine Berufung als Christ von Bedeutung für die Gegenwart.</p><p>Deshalb bedarf es jenseits der persönlichen Vertiefung im Glauben auch des Hinhörens auf die Klopfzeichen des Herrn in unserer Gesellschaft. Sie fordern uns als Kirche dazu auf, Stellung zu beziehen. Das gilt für den Hilferuf der Menschen in Not im direkten Umkreis unserer Gemeinden. Den Armen, Obdachlosen und Geflüchteten gilt in der österlichen Bußzeit unser Augenmerk. Auch die kranken und sterbenden Menschen sind unserer Sorge in besonderer Weise anvertraut. Ihnen soll nicht das Gefühl vermittelt werden, sie seien nur eine Last. Ein lautes Klopfzeichen sind auch die zunehmenden Spannungen innerhalb unserer gesellschaftlichen und kirchlichen Debatten. Sie fordern uns im Sinne der Synodalität und des entschiedenen Miteinanders dazu heraus, eine Kultur zu entwickeln, die eine ehrliche und konstruktive Auseinandersetzung ermöglicht. Ich sage das bewusst auch im Blick auf die anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen und Kommunalwahlen in unserem Land.</p><p><strong>Neuen Mut fassen</strong></p><p>„Hab Mut!“, Ein wichtiger Appell gerade in diesen Tagen. Vielfach hat man den Eindruck, dass sich ein Gefühl der Ohnmacht und Lähmung breitmacht. Die Großmächte scheinen die Welt unter sich aufzuteilen wie in den Zeiten des Kalten Kriegs, ohne dass sie irgendjemand daran hindern könnte. Im Blick auf die wirtschaftlichen Rahmendaten scheint es bergab zu gehen. Innerkirchlich entmutigen die Krisenerfahrungen der vergangenen Jahre und der Blick darauf, dass wir weniger werden.</p><p>„Hab Mut!“ wird Bartimäus gesagt. Lass dich nicht blenden. Lass dir nicht den Blick von denen verstellen, die sagen, dass alles schlechter wird. Ob es schlechter wird, hängt auch an uns und unserem Engagement. Hab Mut und vertraue, dass der Herr es ist, der ruft. Er, der ruft, gibt auch den Mut, neu anzupacken. In diesem Sinn zitiert Papst Leo XIV. immer wieder das schöne Wort des heiligen Augustinus, der sagte: „Leben wir gut, dann werden auch die Zeiten gut. Wir sind die Zeiten“ (Sermo 80.8). Genauso ist es: Wir sind die Zeiten! Daher danke ich allen von Herzen, die Mut beweisen, indem sie durch ihren Einsatz in unseren Gemeinden das kirchliche Leben erneuern helfen. Ich danke aber auch allen, die mutig für ein politisches Amt kandidieren, um mit ihren Ideen und ihrer Kraft die Herausforderungen anzugehen, vor denen wir als Gesellschaft jetzt stehen.</p><p><strong>Aus der Kraft des Glaubens mit Christus auf-er-stehen</strong></p><p>„Steh auf!“ Wer den Ruf hört und neuen Mut fasst, der hat auch die Kraft aufzustehen. Er bleibt nicht wie der Bettler untätig am Straßenrand sitzen und lässt das Leben einfach an sich vorbeiziehen. Sondern mit Bartimäus springt er auf, um sich in die Gegenwart Christi, des Herrn, zu stellen. Der Ruf „Steh auf!“ bedeutet auf unserem Weg zum Osterfest auch, mit Christus aufzuerstehen. Wer mit Christus aufersteht, der nimmt sein Leben wieder neu in die Hand. Der bettelt nicht um Almosen und gibt sich nicht mit dem zufrieden, was gerade noch übrigbleibt. Sondern er lebt aus dem Schatz im Himmel, der Christus selbst ist.</p><p>Christus öffnet Bartimäus die Augen. Mit Christus entdeckt Bartimäus das Leben neu. In der Nachfolge Christi sieht er neue Möglichkeiten. Das Dunkel hat für ihn seine Schrecken verloren. Bartimäus wird damit zum Vorbild für die Tauferneuerung. Denn im Taufritus wird dem Täufling gesagt: „Empfange das Licht Christi.“ Dabei wird ihm die Taufkerze überreicht, die an der Osterkerze entzündet wurde. So wie Bartimäus durch Christus das Augenlicht neu geschenkt wurde, so wird uns in der Taufe das Licht des Glaubens neu geschenkt. Wir werden eingeladen, mit Bartimäus immer neu aus der Finsternis in Sein Licht zu gehen. Als Kinder des Lichtes sollen wir mit brennenden Kerzen und brennenden Herzen dem Herrn entgegengehen. So kann sich das Licht von Ostern in der Welt ausbreiten. Diese Mission zu erneuern, ist das Ziel der heiligen 40 Tage, die vor uns liegen.</p><p>So bitten wir mit dem Apostel Paulus, dass der Herr die Augen unseres Herzens erleuchte, damit wir verstehen, zu welcher Hoffnung wir durch ihn berufen sind, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke (vgl. Eph 1,18-19).</p><p><strong>Hab Mut, steh auf, Er ruft dich!</strong></p><p>Von Herzen wünsche ich Ihnen und uns allen gesegnete und frohe Tage der österlichen Bußzeit. Ich danke Ihnen für Ihren hochherzigen Einsatz im Glauben, sei es in der gemeinsamen Feier der Gottesdienste oder im Einsatz für die Belange unserer Gemeinden. Der Herr helfe uns, dass wir dabei nicht nur um uns selbst kreisen, sondern dass unser Licht weithin leuchtet. Dann kann es auch anderen die Augen öffnen für die Schönheit und die Kraft unseres Glaubens. Denn was uns gesagt wird, gilt im Letzten allen Menschen: Hab Mut, steh auf, Er ruft dich!</p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/EEce5Kbb0kk?si=Ya6sQYHi9zrzy2Yp" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Fastenzeit</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70741</guid><pubDate>Fri, 20 Feb 2026 11:05:51 +0100</pubDate><title>Bischof Jung zu Gast bei „GUTes im Gut“ im Gut Heuchelhof</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bischof-jung-zu-gast-bei-gutes-im-gut-im-gut-heuchelhof/</link><description>Würzburg (POW) Bischof Dr. Franz Jung ist am Mittwoch, 4. März, um 19.30 Uhr Gast in der Veranstaltungsreihe „GUTes im Gut“ in der Scheunenkirche Sankt Hedwig im Gut Heuchelhof, Berner Straße 27 in Würzburg. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Unter der Überschrift „Glaube im Alltag – vom morgendlichen Zähneputzen bis zum Abendgebet“ spricht der Bischof über das, was seinen Glauben im täglichen Leben trägt: Routinen und Rituale, Verantwortung und Zweifel, stille Momente und öffentliche Aufgaben. Dabei gehe es nicht um theologische Fachvorträge, sondern um gelebten Glauben – „nahbar, ehrlich und vielleicht auch mit einem Augenzwinkern erzählt“, heißt es in der Einladung. Musikalisch gestaltet wird der Abend vom „Blue Monday Club“. Im Anschluss an den rund einstündigen Impuls sind die Besucherinnen und Besucher eingeladen, bei Wein und Gebäck ins Gespräch zu kommen. Der Abend richte sich an alle, die neugierig seien auf Kirche und Glauben, auch jenseits vom Sonntagsgottesdienst, an Suchende, Fragende, Glaubende und solche, die es vielleicht wieder werden wollen, schreibt Gemeindereferent Frank Greubel. Laut Traudl Englert-Zöller und Franz-Josef Götz vom Vorbereitungsteam verbindet die Reihe „GUTes im Gut“ Kultur, Spiritualität und Begegnung. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.</p><p>(0926/0201; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Veranstaltungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70729</guid><pubDate>Thu, 19 Feb 2026 16:59:06 +0100</pubDate><title>Was macht ein gutes Museum aus?</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/was-macht-ein-gutes-museum-aus/</link><description>Aschermittwoch der Künstler mit Bischof Dr. Franz Jung – Podiumsgespräch im Museum am Dom zum Thema „Welches Museum braucht die Kirche?“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Was macht ein gutes christliches Museum aus? Diese Frage hat sich durch den traditionellen Aschermittwoch der Künstler am Mittwochabend, 18. Februar, gezogen. „Das Verborgene sichtbar machen und sehen lernen, das ist ein Programm nicht nur für ein Museum, sondern für einen lebendigen Glauben“, sagte Bischof Dr. Franz Jung vor rund 400 Gläubigen im Gottesdienst im Würzburger Neumünster. An die Feier schloss sich eine Podiumsdiskussion in der „Theaterhalle am Dom“ im Untergeschoss des Museums am Dom vor rund 100 geladenen Künstlerinnen und Künstlern aus Unterfranken an. Das Thema lautete: „Welches Museum braucht die Kirche?“</p><p>In welche Richtung wird sich das Museum am Dom im Zuge der Sanierung des Kilianshauses entwickeln? Dieser Frage ging Moderator Mathias Wiedemann, Chefreporter Kultur der Main-Post, mit den Podiumsgästen nach. „Bildung und Kultur haben nach wie vor einen hohen Stellenwert. Das ist ein großes Pfund, mit dem wir wuchern können“, stellte Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe fest, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur der Diözese Würzburg. Seit der Eröffnung des Museums im Jahr 2003 habe sich jedoch viel geändert, sagte Dr. Jürgen Emmert, Leiter der Abteilung Kunst. Das betreffe nicht nur Kirche und Gesellschaft, sondern auch die Museumsbesucher: „Damals hat man noch den klassisch gebildeten Studienrat mit einkalkuliert. Jetzt braucht man mehr, um den Menschen eine Hilfestellung zu geben.“ Man gehe Zeiten entgegen, in denen „die Menschen nicht mehr wissen, was ein Ewiges Licht oder ein Tabernakel ist“, ergänzte Schrappe.</p><p>Dr. Jochen Ramming, Geschäftsführer von frankonzept Würzburg, sprach von einer „unglaublichen Sammlung“ des Museums am Dom. Man müsse nun versuchen, „das Einzigartige“ zu finden, welches das Museum ausmache. Das betonte auch Anne Kraft, Sachgebietsleitung Museen beim Bezirk Unterfranken: „Wir hatten hier bisher ein Kunstmuseum. Die Herausforderung wird sein, nicht das abzubilden, was ich schon habe, sondern einen Bezug zu den Menschen zu schaffen.“ Sie sah in der Umgestaltung eine Chance. Schrappe war es ein Anliegen, die Menschen mit heutigen Themen in Verbindung zu bringen, wie Glaube und Aberglaube oder Fake News: „Welche Themen waren in unserer Bistumsgeschichte so relevant, dass sie die Menschen auch heute noch beschäftigen?“</p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/9_E5phA3x3M?si=swvVqWCQzDhXPfFH" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p><p>Aus der eigenen Praxis berichtete Dr. Anja Lempges, Direktorin des Dom- und Diözesanmuseums Mainz. Sie sah die Aufgabe eines Museums im Bewahren, Forschen und Vermitteln. Doch die Objekte seien keine „simplen Relikte der Vergangenheit, es ist gemeinsame Geschichte drin. Die Themen, die uns umtreiben, haben Menschen schon immer umgetrieben.“ Sie erzählte von einem Besuch von Studenten der Akademie Mode &amp; Design Wiesbaden. Diese hätten sich mit den historischen liturgischen Gewändern auseinandergesetzt und sich davon zu einer eigenen Kollektion inspirieren lassen, die auch ausgestellt wurde: „Es passte wunderbar.“</p><p>„Es gibt Museen für alle, aber kein Museum für alle“, betonte Dr. Fabian Müller-Nittel, Direktor der Museen Miltenberg. Das Leitbild seines Museums umfasse die Begriffe kulturelle Identität und kollektives Gedächtnis. Doch ein Museum müsse mehr sein als die Dauerausstellung. „Es muss ein Ort sein, wo man hingeht, weil es ein schöner Ort ist, weil man andere Menschen trifft.“ Er stellte die Frage: „Wie laut und lebendig darf ein Museum sein?“ Kinder und Jugendliche seien neugierig und hätten Mut, etwas auszuprobieren. „Die Erinnerung, dass man im Museum Spaß haben kann, die bleibt.“ Hier sahen Emmert und Schrappe eine Chance in der geplanten „Arena“ im Zentrum des Museums, in der Wechselausstellungen wie auch Bildungsveranstaltungen denkbar seien. Positiv sah Schrappe auch den geplanten neuen Eingang vom Kiliansplatz her. „Alle Besucher müssen künftig am Museum vorbei. Alle Touristen, die zur Dominfo wollen, betreten quasi den Vorraum des Museums – das ist eine Win-win-Situation.“</p><p><em><strong>Bischof Jung: Das Verborgene sichtbar machen als Auftrag eines Museums</strong></em></p><p>Gott bleibe nichts verborgen und er kenne auch die den Menschen noch verborgene Geschichte. Menschen zu helfen, das Verborgene zu sehen, sei aber auch die Aufgabe eines Museums, nahm Bischof Jung in seiner Predigt Bezug auf ein Wort Jesu aus dem Matthäusevangelium: „… und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ Wenn ein Museum mehr sein solle als eine Ansammlung von Gegenständen, dann müsse die verborgene Vorgeschichte sichtbar gemacht werden: „Warum ist etwas so geworden, wie es sich heute darstellt?“ Dazu gehöre, auf neue Details aufmerksam zu werden, auf sich wandelnde Bedeutungen, und neue Sichtweisen einzuüben. Neue Blickwinkel zu erschließen bedeute, Menschen einzuladen, aus ihrer Lebensgeschichte und Lebenserfahrung heraus zu sprechen: „Was verbindest Du damit und warum wäre es für Dich bedeutsam?“ Das Evangelium fordere auch dazu auf, das Verborgene im eigenen Leben noch einmal zu sehen und dem Herrn zu danken, der immer wieder helfe, dem eigenen Tun Sinn zu geben, sagte Bischof Jung. „Ich wünsche uns allen gesegnete 40 Tage der österlichen Bußzeit, in denen der Herr uns die Augen öffnet für seine verborgene Gnade, die uns begleitet auf unserem Weg zu Ostern.“</p><p>Die Feier wurde musikalisch begleitet von einem Doppelquartett des Kammerchors „songcræft-art of singing“ unter der Leitung von Diözesanmusikdirektor Rainer Aberle, Kantor Michael Gründel und Domorganist Professor Stefan Schmidt.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(0926/0202; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70567</guid><pubDate>Thu, 12 Feb 2026 08:47:20 +0100</pubDate><title>Medienhaus stellt Fastenhirtenwort des Bischofs für Gemeinden zum Download bereit</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/medienhaus-stellt-fastenhirtenwort-des-bischofs-fuer-gemeinden-zum-download-bereit-6/</link><description>Würzburg (POW) Das Medienhaus der Diözese Würzburg bietet das Hirtenwort von Bischof Dr. Franz Jung zur österlichen Bußzeit 2026 im Video- oder Audioformat zum Download an. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Interessierte Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften und Pastorale Räume können sich die entsprechende Datei aus dem Web laden und diese im Gottesdienst am ersten Fastensonntag, 22. Februar, beziehungsweise in der Vorabendmesse abspielen. Das Medienhaus verschickt hierzu an alle Interessenten einen Downloadlink per Mail. Dieser kann unter der E-Mail-Adresse <a href="mailto:tobias.otto@bistum-wuerzburg.de">tobias.otto@bistum-wuerzburg.de</a> angefordert werden. Ab Samstagabend, 21. Februar, 18 Uhr, stehen das Video und die Textdatei mit dem Hirtenwort öffentlich zur Verfügung unter <a href="http://www.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link">www.bistum-wuerzburg.de</a>. Zudem ist das Hirtenwort im Würzburger katholischen Sonntagsblatt in der Ausgabe vom 1. März abgedruckt.</p><p>(0826/0187; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Fastenzeit</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70496</guid><pubDate>Mon, 09 Feb 2026 11:56:46 +0100</pubDate><title>Bischof Jung würdigt Julius Echters kirchenmusikalisches Erbe</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bischof-jung-wuerdigt-julius-echters-kirchenmusikalisches-erbe/</link><description>Bei Vesper im Juliusspital erinnert der Bischof an den hohen Anspruch seines Vorgängers – Domkapellmeisterinnen und -meister aus dem deutschsprachigen Raum tagen in Würzburg</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg </strong>(POW) Bischof Dr. Franz Jung hat bei einer Vesper am Sonntagabend, 8. Februar, in der Sankt Kilianskirche des Würzburger Juliusspitals an den kirchenmusikalischen Eifer des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn erinnert. An dem Ort, der einst Symbol seiner Reformarbeit war, würdigte der Bischof Echters Ziel, die Musik in den Dienst des Glaubens zu stellen: Sie sollte Herz und Verstand berühren – nicht das eitle Lob der Leute suchen, betonte er vor Domkapellmeisterinnen und -meistern aus dem deutschsprachigen Raum. Diese tagten bis Montag, 9. Februar, im Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten.</p><p>Echter habe auf höchste Qualität geachtet, sagte Bischof Jung. Das zeigten prachtvolle Werke wie das „Graduale Herbipolense“ oder das „Antiphonarium Wirceburgense“, die bis heute als bibliophile Meisterstücke gelten. Musizieren verstand der Fürstbischof als geistliche Disziplin – fromm, aufrüttelnd und bis ins Detail geregelt.</p><p>Für Echter war Kirchenmusik laut Bischof Jung mehr als Zierde des Gottesdienstes: Sie war Ausdruck von Stärke und Überzeugung im Glauben, eine Art geistlicher Wehrdienst gegen Gleichgültigkeit. Der berühmte Komponist Orlando di Lasso habe Echters Einsatz gewürdigt und ihm mehrere Werke gewidmet – ein Zeichen, dass musikalische Exzellenz und Glaubensleidenschaft in Würzburg schon früh eine starke Verbindung eingingen, wie Bischof Jung betonte.</p><p>Der gemeinsame jährliche Austausch der Domkapellmeisterinnen und -meister geht auf eine Initiative des Speyerer Domkapellmeisters Markus Melchiori und des Trierer Domkapellmeisters Thomas Kiefer zurück. Es treffen sich die Dommusiken aus dem ganzen deutschsprachigen Raum, auch Vertreter aus Salzburg und Innsbruck waren diesmal dabei.</p><p>Von den 27 Bischofskirchen in Deutschland haben die meisten einen Schwerpunkt in der breit angelegten Chorarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Je nach Domkirche, Stadt, Umland und Trägerschaft der Institutionen seien die Bedingungen für die einzelnen Dommusiken lokal sehr unterschiedlich. „Ein allgemeiner Austausch, gerade auch in Zeiten geringer werdender Ressourcen, sowie das Andenken gemeinsamer Projekte fördern das Miteinander und den kollegialen Austausch“, erklärte Würzburgs Domkapellmeister Alexander Rüth.</p><p>Nach der Begrüßung durch Domdekan Dr. Jürgen Vorndran folgte am Sonntag ein erster Gedankenaustausch. Nach dem Abendlob mit Bischof Jung schloss ein gemeinsames Abendessen den ersten Sitzungstag ab.</p><p>Am Montagmorgen begrüßten die Domkapellmeisterinnen und -meister den aktuellen <a href="https://www.musikrat.de/media/aktuelles/meldung/der-deutsche-musikrat-fordert-eine-gemeinsame-strategie-zur-sicherung-der-kirchenmusik" target="_blank" rel="noreferrer">Aufruf des deutschen Musikrates zur Förderung und Zukunftssicherung der Kirchenmusik </a>als hohes und unverzichtbares Kulturgut.&nbsp;</p><p>An ein Impulsreferat von Professor Dr. Ulrich Konrad, Seniorprofessor der Philosophischen Fakultät am Institut für Musikforschung der Universität Würzburg, zum Thema „Orchestermessen im heutigen liturgischen Kontext &shy; Quo vadis, Kirchenmusik?“ schloss sich ein fachlicher Austausch an. Weihbischof Paul Reder ermutigte in einer zweiten Gesprächsrunde die Anwesenden, ihre Stimme selbstbewusst und vernehmbar in die Strukturdiskussionen der einzelnen (Erz-)Bistümer einzubringen, um dazu beizutragen, dass die Kirchenmusik in diesen Prozessen als integrativer Bestandteil pastoraler Arbeit nicht übersehen werde. Den Dommusiken komme hierbei aufgrund ihrer oft überregionalen Ausstrahlung und der großen Zahl an engagierten Mitwirkenden aller Altersgruppen eine besondere Bedeutung zu.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(0726/0174; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70486</guid><pubDate>Mon, 09 Feb 2026 10:46:16 +0100</pubDate><title>Bischof Jung feiert Kontemplative Messen in der Fastenzeit</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bischof-jung-feiert-kontemplative-messen-in-der-fastenzeit/</link><description>Würzburg (POW) Bischof Dr. Franz Jung feiert in der Fastenzeit Kontemplative Messen im Würzburger Neumünster.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Termin ist jeweils Donnerstagabend um 17.30 Uhr am 19. und 26. Februar sowie am 5., 19. und 26. März.</p><p>(0726/0173; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Fastenzeit</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70452</guid><pubDate>Fri, 06 Feb 2026 18:39:07 +0100</pubDate><title>Prinzessin Stephanie und Karnevalsgesellschaft Elferrat zu Gast im Bischofshaus</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/prinzessin-stephanie-und-karnevalsgesellschaft-elferrat-zu-gast-im-bischofshaus/</link><description>Würzburg (POW) Kurz bevor er am Freitagabend, 6. Februar, zu „Fastnacht in Franken“ nach Veitshöchheim aufgebrochen ist, hat Bischof Dr. Franz Jung närrische Gäste im Bischofshaus empfangen: Die Würzburger Faschingsprinzessin Stephanie „vom glitzernden Zahn“ sowie Vertreter der ersten Karnevalsgesellschaft Elferrat Würzburg statteten dem Bischof einen Besuch ab. </description><content:encoded><![CDATA[<p class="western">Sie kamen mit Musik und Gesang und überreichten dem Bischof, dessen persönlichem Referenten Kilian Martin, Sekretärin Bettina Endres und Fahrer Dominik Zeißner den aktuellen Sessionsorden. Bischof Jung zeigte dem Besuch sein Outfit für Veitshöchheim: Neben einer Basecap mit Aufdruck „Amen“ trug er zum schwarzen Anzug ein T-Shirt mit dem Motto „Hab Mut, steh auf“ des Katholikentags. Dieser findet vom 13. bis zum 17. Mai in Würzburg statt. „Ich finde es gut, dass Sie Mut haben und aufstehen, um anderen Menschen Freude zu bereiten“, erklärte er den Gästen. Das sei in den aktuellen Zeiten mit vielen schlechten Nachrichten wichtig. Der kommende Katholikentag wolle ebenfalls ein positives Signal geben und ermutigen, aufzustehen, damit Menschen sich für andere einsetzen und aus dem Glauben genährte Gemeinschaft erlebbar werde. Nach einem Umtrunk mit Sekt und Krapfen klang die Begegnung mit Schunkeln und Liedern wie „Die Hände zum Himmel“, „So ein Tag so wunderschön wie heute“ , „Freut Euch des Lebens“ und einem dreifachen „Helau“ aus.</p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%">&nbsp;<font color="#000000"><span style="font-size:10pt"><i><span style="font-weight:normal"><span style="background:#ffffff">mh (POW)</span></span></i></span></font></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(0726/0172; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet </i></span></p><p class="western"></p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category><category>Katholikentag 2026</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70441</guid><pubDate>Fri, 06 Feb 2026 10:56:53 +0100</pubDate><title>Kirchenradio am Sonntag: Helfer und Gastgeber für den Katholikentag gesucht</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/kirchenradio-am-sonntag-helfer-und-gastgeber-fuer-den-katholikentag-gesucht/</link><description>Würzburg/Aschaffenburg/Schweinfurt/Miltenberg (POW) Der Zug hat Verspätung? Der Computer fährt nicht hoch? Gut, wenn man in solchen Fällen einen Plan B hat, findet der Autor der Reihe „Hör mal zu“ in den Sendungen der Hörfunkredaktion des Bistums Würzburg am Sonntag, 8. Februar.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Nach sechs Jahren ist der Synodale Weg zu Ende gegangen. Die Redaktion hat mit Bischof Dr. Franz Jung und Betriebsseelsorger Marcus Schuck Bilanz gezogen und gefragt, ob es in irgendeiner Form weitergeht. Vom 13. bis 17. Mai findet in Würzburg der Deutsche Katholikentag statt. Für das Großereignis werden noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht, die mit anpacken. Ein Beitrag erklärt, was es da alles zu tun gibt. Auch werden Quartiere für die Gäste des Katholikentags gesucht, denn die Hotelbetten werden für die erwarteten Besuchermassen nicht ausreichen. Was genau gebraucht wird und wo man sich melden kann, ist ebenfalls Thema. Die Caritas im Bistum Würzburg sucht neue Wege, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Domkapitular Monsignore Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, spricht über Lösungen und neue Probleme. Im Würzburger Stadtteil Lengfeld lädt die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) zu einer „Männerbrotzeit mit Gespräch“ ein. Worum es dabei geht, erfährt man im Veranstaltungstipp auf Radio Charivari. Radio Gong Schweinfurt stellt ein Kammerkonzert auf dem Volkersberg anlässlich von Mariä Lichtmess vor. Die Sendung „Cappuccino – Ihr Kirchenjournal am Sonntagmorgen“ läuft jeweils sonntags von 8 bis 10 Uhr auf <a href="http://www.meincharivari.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Radio Charivari Würzburg</a>. Ebenfalls sonntags von 8 bis 10 Uhr sendet <a href="http://radiogong.com/funkhaus/sw" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Radio Gong Schweinfurt</a>&nbsp;die Sendung „Kreuz und quer – Das Kirchenmagazin“. Das Kirchenmagazin „Gott und die Welt“ auf <a href="http://www.primavera24.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Radio Primavera</a>&nbsp;ist jeweils sonntags von 7 bis 8 Uhr zu hören.</p><p>(0726/0168; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Katholikentag 2026</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70440</guid><pubDate>Fri, 06 Feb 2026 10:51:20 +0100</pubDate><title>„Kirche in Bayern“: Mut ist gefragt</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/kirche-in-bayern-mut-ist-gefragt/</link><description>Würzburg (POW) 2026 wird für die katholische Kirche in Unterfranken ein besonderes Jahr. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Darüber berichtet das ökumenische Fernsehmagazin „Kirche in Bayern“ am Sonntag, 8. Februar. Agnes Krafft führt durch die Sendung. Bei der Pressekonferenz der Diözese Würzburg zum Jahresauftakt haben Bistumsleitung, Caritas und Laienvertretung ihre Schwerpunkte vorgestellt – von gesellschaftlicher Verantwortung über den Strategieprozess bis hin zum Deutschen Katholikentag in Würzburg. Zentrale Botschaft von Bischof Dr. Franz Jung: In herausfordernden Zeiten ist Mut gefragt. Wie politisch darf/soll Kirche sein? Diese Frage hat sich der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Bamberg bei seiner Vollversammlung gestellt und dazu Politikwissenschaftler Karsten Fischer von der Ludwigs-Maximilians-Universität München eingeladen. Vor rund 50 Jahren beschloss die evangelische bayerische Landessynode, Frauen zum Pfarramt zuzulassen. Für die ersten Pfarrerinnen waren die Regeln aber noch ziemlich streng. Elisabeth Schneider-Böklen, eine der ersten Frauen, die ordiniert wurden, erinnert sich. Am 1. März sind in den katholischen Gemeinden in Bayern Pfarrgemeinderatswahlen. „Kirche in Bayern“ erklärt kompakt, welche Aufgaben der Pfarrgemeinderat hat. Ein Kandidat erzählt, was ihn bewegt, sich für den Pfarrgemeinderat zu engagieren. In der vergangenen Woche hat „Kirche in Bayern“ über den Bildungscampus Sankt&nbsp;Michael in Traunstein berichtet, ein Großprojekt des Erzbistums München und Freising. Auf dem Gelände gibt es etwas Besonderes – den ersten freitragenden Lehmbau in Deutschland. Aber was hat nachhaltiges Bauen eigentlich mit Bildung zu tun und warum ist das gerade für die Kirche ein Thema? Darüber hat Andrea Haagn mit Sandra Krump aus dem Münchner Ordinariat gesprochen. Königspudel Kasper geht regelmäßig in die Regensburger Sankt Marien-Schule. Zwischen Mathetest und Bio-Referat bringt der Vierbeiner gute Laune in die Schulgemeinschaft. „Kirche in Bayern“ ist nahezu flächendeckend in ganz Bayern zu sehen, und zwar sonntags jeweils auf den Lokalsendern sowie im Internet auf <a href="http://wotsch.tv" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">wotsch.tv</a>. Informationen im Internet unter <a href="http://www.kircheinbayern.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.kircheinbayern.de</a>.</p><p>(0726/0167; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70420</guid><pubDate>Thu, 05 Feb 2026 11:43:54 +0100</pubDate><title>Bischof Jung lässt sieben Erwachsene zur Taufe zu</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bischof-jung-laesst-sechs-erwachsene-zur-taufe-zu-1/</link><description>Würzburg (POW) Sieben erwachsene Taufbewerberinnen und Taufbewerber aus dem Bistum Würzburg erhalten am ersten Fastensonntag, 22. Februar, um 15.30 Uhr von Bischof Dr. Franz Jung im Würzburger Neumünster die Zulassung zu Taufe, Firmung und Eucharistie. </description><content:encoded><![CDATA[
<p>Die diesjährigen Bewerberinnen und Bewerber, die auch Katechumenen genannt werden, stammen aus den Pastoralen Räumen Aschaffenburg, Aschaffenburg Ost, Bad Kissingen, Lohr am Main, Marktheidenfeld und Würzburg links des Mains. Seit 29 Jahren findet in der Diözese Würzburg am ersten Fastensonntag die Feier der Zulassung statt. Auf dem Weg zum Christwerden ist diese Feier eine wichtige Stufe, bei der die Gemeinde – vertreten durch ihren verantwortlichen Seelsorger – ihren Taufbewerber oder ihre Taufbewerberin dem Bischof vorstellt und diesem das sogenannte Empfehlungsschreiben überreicht. Dieses Schreiben drückt die Bitte der Gemeinde an den Bischof aus, den Taufbewerber in die Gemeinschaft der Kirche aufzunehmen. Mit der Zulassungsurkunde wird der zuständige Ortspfarrer durch den Bischof beauftragt, den Bewerber oder die Bewerberin in der Heimatgemeinde durch die Feier der Eingliederung in die katholische Kirche aufzunehmen. Die Feier mit den Sakramenten Taufe, Firmung und Eucharistie hat ihren Platz in der Osternacht oder an einem Sonntag in der Osterzeit.</p><p>(0726/0155; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70349</guid><pubDate>Mon, 02 Feb 2026 16:53:45 +0100</pubDate><title>Aschermittwoch der Künstler: „Welches Museum braucht die Kirche?“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/aschermittwoch-der-kuenstler-welches-museum-braucht-die-kirche/</link><description>Würzburg (POW) Zum Aschermittwoch der Künstler lädt Bischof Dr. Franz Jung am Mittwoch, 18. Februar, um 17.30 Uhr Künstlerinnen und Künstler sowie alle Interessierten ein.</description><content:encoded><![CDATA[<p>An die Eucharistiefeier im Würzburger Neumünster mit Auflegen des Aschekreuzes schließt sich um 19 Uhr im Museum am Dom eine Podiumsdiskussion zum Thema „Welches Museum braucht die Kirche?“ an. Im Zuge des Umbaus des Kilianshauses zwischen Kiliansdom und Neumünster wird auch das Museum am Dom bis 2028 neu konzipiert. Bei der Podiumsdiskussion soll auch über die künftige Nutzung dieses zentralen Ortes diskutiert werden. Dabei geht es um Fragen wie: Was macht ein attraktives Museum aus? Welche Rolle spielen Glaube und religiöse Praxis in der heutigen Zeit und wie verändern sich dadurch die Erwartungen an kirchliche Museen? Wie kann ein kirchliches Museum zu einem Ort auch für Menschen werden, die der Kirche kritisch gegenüberstehen? Wie kann ein Museum zu einem Dialograum für gesellschaftliche Konflikte werden? Es diskutieren Anne Kraft, Sachgebietsleitung Museen beim Bezirk Unterfranken, Dr. Anja Lempges, Direktorin des Dom- und Diözesanmuseums Mainz, Dr. Fabian Müller-Nittel, Direktor der Museen Miltenberg, Dr. Jochen Ramming, Geschäftsführer frankonzept Würzburg, Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur der Diözese Würzburg, und Dr. Jürgen Emmert, Leiter der Abteilung Kunst der Diözese Würzburg. Moderator ist Mathias Wiedemann, Chefreporter Kultur bei der Main-Post. Eine Begegnung schließt sich an. Anmeldung bis Freitag, 13. Februar, beim Referat Kunst der Diözese Würzburg, Telefon 0931/38665640, E-Mail <a href="mailto:kunstreferat@bistum-wuerzburg.de">kunstreferat@bistum-wuerzburg.de</a>. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.</p><p>(0626/0151; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Veranstaltungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70331</guid><pubDate>Mon, 02 Feb 2026 11:22:16 +0100</pubDate><title>Wenn Loslassen zur Stärke wird</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/wenn-loslassen-zur-staerke-wird/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung begeht mit rund 120 Ordensleuten „Tag des geweihten Lebens“ im Kloster Oberzell – Schwester Dr. Katharina Ganz charakterisiert den heiligen Franziskus als „gottvernarrt, armutsverliebt und gemeinschaftserprobt“</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Kloster Oberzell </strong>(POW) Beim „Tag des geweihten Lebens“ im Kloster Oberzell hat Bischof Dr. Franz Jung am Sonntag, 1. Februar, das Leitmotiv des „Loslassens“ betont, das er im Evangelium von der Darstellung des Herrn (Lk 2,22–40) in drei Lebensaltern wiederentdecke: dem Jesuskind, Maria sowie Simeon und Hanna. Schwester Dr. Katharina Ganz, langjährige Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen, charakterisierte zuvor in einem Vortrag den vor 800 Jahren gestorbenen heiligen Franziskus als „gottvernarrt, armutsverliebt und gemeinschaftserprobt“. Rund 120 Ordensfrauen und ‑männer aus dem Bistum Würzburg nahmen an der Veranstaltung teil.</p><p>Wie Bischof Jung in seinem Impuls bei der abschließenden Vesper in der Klosterkirche betonte, stehe das Jesuskind für das „Loslassen-Wollen“. Es vertraue sich in kindlicher Freiheit und Hingabe ganz seinem Vater an – ein Vertrauen, das Jesus bis ans Kreuz getragen habe. Der Bischof erinnerte an den heiligen Franziskus, der in diesem Sinn allen Besitz und selbst den Vaternamen losließ, um sich ganz Gott anzuvertrauen. Bischof Jung lud die Ordensleute ein, über jene Momente nachzudenken, in denen ihnen selbst solches kindliches Vertrauen geschenkt war.</p><p>Maria verkörpere das „Loslassen-Müssen“. Ihr werde immer wieder bewusst, dass ihr Sohn nicht ihr Besitz sei – von der Darstellung im Tempel über die Hochzeit zu Kana bis zum Kreuz. Franziskus habe Ähnliches erfahren, als er die Leitung seines Ordens abgab und damit das Werk seines Lebens aus der Hand geben musste. Der Bischof fragte die Zuhörenden, wo sie selbst in ihrem Ordensleben schmerzhaft loslassen mussten – Rollen, Pläne oder Menschen.</p><p>Schließlich stünden Simeon und Hanna für das „Loslassen-Können“. Nach einem langen Leben dürften sie den Messias sehen und in Frieden gehen. Franziskus habe dieses innere Einverständnis auf dem Sterbebett gefunden, als er den Sonnengesang anstimmte und selbst den „Bruder Tod“ lobte. Bischof Jung rief dazu auf, nach solcher Altersgelassenheit zu streben – im Vertrauen darauf, dass Gott das Leben zum Guten führt und man nicht alles selbst vollbringen muss. Den Ordensleuten dankte der Bischof für ihr wichtiges gelebtes Glaubenszeugnis.</p><p>Als einen Versuch, einen persönlichen Zugang zum Leben des heiligen Franziskus zu bieten, wollte Ganz ihren Vortrag verstanden wissen – geprägt von vielen Begegnungen mit den franziskanischen Stätten in Italien und dem Ringen um ein zeitgemäßes Ordensleben.</p><p>Unter dem Stichwort „gottvernarrt“ zeigte sie Franziskus als „Narren Gottes“ – einen, der sich durch Gottesbegegnung die Maßstäbe der Welt verrücken ließ. Der Bruch mit seiner wohlhabenden Familie, seine radikale Umkehr und die Entscheidung für ein Leben in der Nachfolge Christi seien Ausdruck eines tiefen Vertrauens, das menschliche Sicherheiten loslässt. Die „Armutsverliebtheit“ deutete Ganz hingegen als eine freie, befreiende Haltung: Franz und Klara hätten Armut nicht als Elend, sondern als innere Unabhängigkeit verstanden, die Nähe, Teilen und Geschwisterlichkeit ermöglicht. Ihre Liebe zur „Herrin Armut“ führe zu Solidarität mit den Armen und in die Nachfolge des armen Jesus.</p><p>Zudem sprach Ganz über das „gemeinschaftserprobte“ Leben – als spirituelle Lernform, die in der Begegnung wachse. Sie lud die Teilnehmenden ein, in Kleingruppen ein „Gespräch im Geiste“ zu führen – eine Methode geistlicher Unterscheidung, die auf gegenseitigem Hören aufbaut. Mit einem Gebet des heiligen Franziskus und einem Lied über den „Narren“ schloss sie den Vortrag und erinnerte daran, dass gerade die spirituelle Torheit und das Freiheitsstreben des Franziskus bis heute inspirierten: als Mut, anders zu leben, zu glauben und Gemeinschaft zu wagen.</p><p class="text-right">mh (POW)</p><p>(0626/0144; E-Mail voraus</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong></em><em>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70311</guid><pubDate>Sat, 31 Jan 2026 15:22:19 +0100</pubDate><title>„Es war ein schweres Stück Arbeit“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/es-war-ein-schweres-stueck-arbeit/</link><description>Einschätzung von Bischof Dr. Franz Jung zur sechsten Syndodalversammlung in Stuttgart</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western">„Mit der heutigen sechsten Synodalversammlung ist der synodale Weg in Stuttgart insgesamt zu Ende gegangen. Bei dieser Synodalversammlung gab es ein neues Element, was wir vorher nicht hatten, in Anlehnung an die Weltsynode: die ,Conversatio in Spiritu'. Wir haben uns mehrfach Zeit genommen, die Sitzung zu unterbrechen für ein geistliches Gespräch in kleiner Runde, in der dann jeder mitteilen konnte, was ihn momentan beschäftigt. In einer zweiten Runde konnten die anderen Teilnehmer darauf reagieren und in einer dritten Runde wurde dann gefragt: Was steht jetzt eigentlich im Raum? Was ist weiter zu bearbeiten? Wie ich finde, ein sehr fruchtbares Format, das hilft, die Gemeinschaft unter den Synodalen zu stärken und wirklich jeden Einzelnen und jeder Einzelne zu Wort kommen zu lassen.</p><p>Insgesamt ging es jetzt bei der sechsten Synodalversammlung darum, Rückschau zu halten, in zweifacher Hinsicht: Einmal in der Evaluation zu fragen: Was sind Gelingensfaktoren guter Synodalität?Dort wurden noch einmal drei Punkte eigens beleuchtet. Zum einen die Frage: Wie ist die Dialogqualität einer solchen Versammlung? Kann jeder zu Wort kommen? Wie geht man miteinander um? Das Zweite: Was ist mit Frustrationen und Verletzungen, die entstehen? Wie kann das aufgefangen werden und konstruktiv bearbeitet werden? Und das Dritte: Was ist mit dem Thema Zeit und Zeitdruck? Oftmals war die Erfahrung bei der Synodalversammlung, dass unter hohem Zeitdruck Entscheidungen gefällt werden mussten. Das war oft nicht gut, weil man den Eindruck hatte, es besteht noch Diskussionsbedarf. Für gelingende Synodalität muss also auch der Faktor Zeit noch mal eigens bedacht werden. Wie viel Zeit zur Diskussion ist? Wann sind Dinge tatsächlich entscheidungsreif?</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/279-wozu-will-ich-die-fastenzeit-nutzen/embed?context=external&amp;token=tASb7nszAauC-mwrHpUR4g" style="border: 0" border="0" height="380" width="100%"></iframe></p><p>Ein zweiter Punkt betraf nicht die Prozessqualität, sondern die Frage: Wie sind die Beschlüsse, die gefasst worden, umgesetzt worden? Dort hat unsere Kommission, die Kommission zwei, deren Vorsitzender ich war, zusammen mit Birgit Mock vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) noch einmal alle Bistümer abgefragt, die daran teilgenommen haben. Es waren immerhin 23 von 27&nbsp;Bistümern, die uns eine Rückmeldung gegeben haben. Diese haben wir zusammengestellt. Es wurde auch beschlossen, dass die Rückmeldung der einzelnen Bistümer mit den Diözesangremien noch einmal besprochen werden soll und eine weitere Umsetzung in dem Bistum vor Ort zu diskutieren ist.</p><p>Wir haben während der fünften und sechsten Synodalversammlung im Synodalausschuss die sogenannte Synodalkonferenz vorbereitet, das heißt, das Beratungsformat von Laien und Bischöfen soll auf Dauer gestellt werden. Die Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe muss diesem Satzungsentwurf, der in enger Abstimmung mit Rom vorbereitet ist, noch zustimmen. Und dann muss Rom noch mal abschließend diesen Satzungsentwurf rekognoszieren. Dann könnte ab November auch wieder in Stuttgart die erste Synodalkonferenz zusammentreten.</p><p>Es gab noch eine Abschlusserklärung zur Syndodalversammlung, in dem wir noch einmal versucht haben, das Anliegen zu bündeln. Jetzt bin ich gespannt, wie das im November gut weitergeht. Ich bin froh, dass der synodale Weg mit der sechsten Synodalversammlung seinen Abschluss gefunden hat. Es war ein schweres Stück Arbeit in den vergangenen Jahren. Aber jetzt schauen wir positiv in die Zukunft.“</p>]]></content:encoded><category>Dokumentationen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70223</guid><pubDate>Wed, 28 Jan 2026 15:18:31 +0100</pubDate><title>Bischof Jung und Oberbürgermeister Heilig treffen sich zum Austausch</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bischof-jung-und-oberbuergermeister-heilig-treffen-sich-zum-austausch/</link><description>Würzburg (POW) Zu einem formlosen Austausch ist am Mittwoch, 28. Januar, Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig ins Würzburger Bischofshaus gekommen. Gemeinsam mit Bischof Dr. Franz Jung würdigte er die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bistum. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Der 104. Deutsche Katholikentag vom 13. bis zum 17. Mai sei das große gemeinsame Projekt in diesem Jahr. „Ich freue mich schon darauf, so wie ein kleines Kind sich auf Weihnachten freut“, sagte der Oberbürgermeister.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p>(0626/0132; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Katholikentag 2026</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70220</guid><pubDate>Wed, 28 Jan 2026 13:56:01 +0100</pubDate><title>„Wir brauchen Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/wir-brauchen-menschen-die-sich-fuer-das-gemeinwohl-einsetzen/</link><description>Bischof Jung ruft dazu auf, bei Kommunalwahlen und Pfarrgemeinderatswahlen Verantwortung zu übernehmen – Synodalität im Bistum Würzburg stärken – Dank an scheidenden DBK-Vorsitzenden Bätzing – Zwei große Wallfahrten in 2026 – Dank an alle Engagierten und Kirchensteuerzahler</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) „Vor dem Hintergrund zunehmender Diskussionen über und Angriffe auf unsere Demokratie brauchen wir Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen.“ Das hat Bischof Dr. Franz Jung bei der Pressekonferenz des Bistums zum Jahresauftakt am Mittwoch, 28. Januar, im Würzburger Burkardushaus betont. Der ermutigende Zuspruch „Hab Mut, steh auf!“ – das Leitwort des 104. Deutschen Katholikentags und zugleich das Bistumsmotto für 2026 – ergehe „an uns als Kirche von Würzburg in unseren Gemeinden, Pastoralen Räumen, Ordensgemeinschaften und Verbänden. Überdies wollen wir als Kirche mit diesem Motto auch ein Wort der Ermutigung in unsere Gesellschaft senden.“ Nicht wenige Menschen verspürten angesichts der vielen Negativschlagzeilen ein Gefühl der Ohnmacht und der Lähmung. „Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Zeit ein solches Wort der Ermutigung dringend braucht, das uns das Evangelium schenkt und das wir im ,Christsein unter den Menschen‘ leben wollen.“</p><p>Im Blick auf die bayerischen Kommunalwahlen am 8. März bekomme der Satz „Hab Mut, steh auf!“ eine besondere Bedeutung. „Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die Mut haben und aufstehen, um für ihre politischen Positionen einzutreten, Mehrheiten zu organisieren und um tragfähige Lösungen zu ringen“, sagte der Bischof. Angesichts der großen wirtschaftlichen Herausforderungen, wie dem Umbruch in der Autoindustrie und dem damit verbundenen Verlust an Arbeitsplätzen in den regionalen Zulieferbetrieben, bedürfe es der gemeinsamen Anstrengung vieler Akteure, um den Menschen eine Zukunftsperspektive zu eröffnen. „Ich danke allen Frauen und Männern, die sich als politische Mandatsträgerinnen und Mandatsträger zum Wohl ihrer Mitmenschen engagieren.“ Zugleich warb Bischof Jung für die Pfarrgemeinderatswahlen am 1. März. „Auch hier suchen wir Menschen, die sich bereitfinden, in den pfarrlichen Gremien Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft von Kirche vor Ort mitzugestalten. Schon jetzt danke ich allen, die sich haben aufstellen lassen und die Freude daran haben, das Leben in unseren Kirchengemeinden durch ihr Engagement zu bereichern.“</p><p>Mutig und kraftvoll habe Papst Leo XIV. sein Pontifikat begonnen, fuhr Bischof Jung fort. Der Papst sei bemüht, das Erbe von Papst Franziskus weiterzuführen in der Zuwendung zu den Menschen am Rand. Andererseits scheine er die größte Herausforderung seiner Amtszeit in der „Wahrung der Einheit“ zu sehen. Der Dienst der Einheit sei der „genuine Auftrag“ des Bischofs von Rom, betonte der Bischof: „Er muss fragen, was voneinander trennt, und mutig nach neuen Wegen suchen, um Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Als Bischof weiß ich aus eigener Erfahrung, wie anstrengend es ist, die Einheit zu wahren und für Ausgleich und Versöhnung im Bistum zu sorgen. Umso größer ist mein Respekt vor Papst Leo, der seine Aufgabe mit großer Ruhe, aber auch mit innerer Entschiedenheit angeht.“</p><p>Der Ruf „Hab Mut, steh auf!“ ergehe auch an die Kirche in Deutschland bei ihrem Bemühen um die Stärkung der Synodalität, sagte Bischof Jung weiter. Mit der sechsten Synodalversammlung in Stuttgart finde der Synodale Weg seinen offiziellen Abschluss. „Mit ihm war die Kirche in Deutschland 2019 mutig aufgestanden, um über die Lehren nachzudenken, die aus dem Skandal des sexuellen Missbrauchs zu ziehen sind.“ Neben der Evaluation des Prozesses werde es einen Blick auf die Umsetzung der Beschlüsse in den Bistümern geben. Das Format der gemeinsamen Beratung solle ab November in der Synodalkonferenz von Bischöfen und Laien fortgeführt werden, „sofern Rom die gemeinsam erarbeitete Satzung genehmigen wird“. „Für das Bistum Würzburg haben wir uns dazu entschieden, den bisherigen Diözesanpastoralrat als Synodales Gremium weiterzuentwickeln. Die großen Zukunftsthemen des Bistums sollen hier künftig im Miteinander von Bistumsleitung und Vertretern der diözesanen Gremien erörtert werden“, sagte Bischof Jung. Derzeit werde an einem Satzungsentwurf gearbeitet, der es dann erlaube, im Spätjahr erstmals zu dieser neuen Form der Beratung zusammenzukommen.</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/277-pressekonferenz-zum-jahresauftakt-drei-mal-wahlen/embed?context=external" style="border: 0" border="0" height="350" width="100%"></iframe></p><p>Das Motto „Hab Mut, steh auf!“ passe auch gut zur Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 23. bis 26. Februar in Würzburg. Nach der Ankündigung von Bischof Dr. Georg Bätzing, das Amt des Vorsitzenden niederzulegen, seien nun andere gefragt, „mutig aufzustehen und sich zur Wahl zu stellen“. Bischof Jung dankte Bätzing für sein „unermüdliches Engagement“. Dessen Amtszeit sei geprägt gewesen von der Veröffentlichung der MHG-Studie im Jahr 2018 sowie dem Synodalen Weg. „Er hat es in dieser extrem herausfordernden Situation verstanden, den Gesprächsfaden innerhalb der Bischofskonferenz wie zum Zentralkomitee der deutschen Katholiken nie abreißen zu lassen, trotz aller bestehenden Spannungen.“ Bätzing habe sich mit „Tatkraft, Klugheit und Umsicht“ der Aufgabe gestellt, die Ursachen des Missbrauchs zu bekämpfen und der Kirche in ihrem Bemühen um Aufarbeitung neue Glaubwürdigkeit zu verschaffen, erklärte der Bischof. „Ich danke ihm aufrichtig dafür, in bedrängender Zeit sich der Verantwortung gestellt zu haben, die er erhobenen Hauptes jetzt auch wieder zurückgeben kann.“</p><p>Zum Abschluss kündigte Bischof Jung zwei Wallfahrten für das Jahr 2026 an. So fahren die Kirchenchöre vom 6. bis 12. September mit bis zu 500 Sängerinnen und Sängern nach Rom. Diese Wallfahrt sei auch ein Dank für das große Engagement der Kirchenchöre gerade nach dem Einschnitt der Corona-Pandemie, sagte der Bischof. Anlässlich des 800. Todestags des heiligen Franz von Assisi fährt der Bischof zudem in der zweiten Septemberhälfte mit 100 Pilgerinnen und Pilgern sowie Brüdern der Franziskaner-Minoriten nach Assisi, um dort die Wirkungsstätten des Heiligen zu besuchen.</p><p>Bischof Jung dankte allen Menschen im Bistum, die „sich auch von schwierigen Situationen nicht entmutigen lassen und sich weiter engagieren“, den Mitarbeitenden im Bischöflichen Ordinariat und im Diözesan-Caritasverband sowie den Kirchensteuerzahlern. „Ich weiß, dass das alles andere als selbstverständlich ist. Stehen wir also auf und gehen wir mutig in das nun vor uns liegende Jahr.“</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>sti (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(0626/0128; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet</i></span></p>]]></content:encoded><category>Jahresauftakt</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category><category>Katholikentag 2026</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70218</guid><pubDate>Wed, 28 Jan 2026 13:49:01 +0100</pubDate><title>Bistum stellt Weichen für die Zukunft</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bistum-stellt-weichen-fuer-die-zukunft/</link><description>Generalvikar Vorndran: Mehr Anstrengungen, um Menschen für den christlichen Glauben anzusprechen – Diözesanratsvorsitzender Wolf: Einfluss der Ehrenamtlichen sichern und stärken</description><content:encoded><![CDATA[<p class="Dachzeile1"><strong>Würzburg </strong>(POW) Nach dem Abschluss des Programms „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ sei das Bistum nicht am Ende, sondern „mitten in einer umfassenden Entwicklung“. Ähnlich wie im Fußball gelte auch hier: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, erklärte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran bei der Jahrespressekonferenz des Bistums Würzburg am Mittwoch, 28. Januar, im Würzburger Burkardushaus in Anspielung auf die Fußballweltmeisterschaft dieses Jahr. Im aktuellen Strategieprozess gehe es darum, die Kirche zukunftsfähig zu gestalten und den Glauben neu zu vermitteln. „Es gilt heute wieder, mehr Anstrengungen zu unternehmen, um Menschen für den christlichen Glauben anzusprechen“, betonte Vorndran. Der Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke habe bereits im Jahr 2000&nbsp;festgestellt, der Kirche fehle „die Überzeugung, neue Christen gewinnen zu können“.</p><p>Rund 300 Personen arbeiteten derzeit an diesem Prozess mit. Erste Ergebnisse seien bereits sichtbar. Dazu zählten ein einheitlicher Standard in den Pastoralen Räumen zur Begleitung in verschiedenen Lebensphasen oder der neu geschaffene Klimafonds, mit dem das Bistum bis 2040 treibhausgasneutral werden wolle. Trotz sinkender Mittel müsse die Kirche „präsent bleiben“ und zugleich Strukturen hinterfragen. Der Generalvikar sprach von der Notwendigkeit, „Exnovation und Innovation gleichermaßen zu fördern“.</p><p>Als Beispiele nannte er die Veräußerung der Kuratiekirche Heilig Geist in der Würzburger Dürrbachau an die äthiopisch-orthodoxe Gemeinde sowie neue spirituelle Formate wie die „Nacht der Hoffnung“, die besonders junge Menschen anspreche. Zugleich müsse die Kirche entscheiden, an welchen Orten sie ihre Kräfte bündele, um Gemeinschaft erlebbar zu machen. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen sei es wichtig, zwischen Präsenz an vielen Orten und lebendiger Gemeinschaft an weniger Orten abzuwägen. Auch der Gebäudebestand werde überprüft – etwa durch die geplante Aufgabe des von Balthasar Neumann errichteten Teils des Marmelsteiner Hofs in Würzburg und eine Konzentration der Verwaltung in modernen Bürokonzepten im Stadtgebiet. „Nur eine Kirche, die bereit ist, sich zu verändern, wird auch bleiben.“</p><p>Großen Wert legte der Generalvikar auf das Ehrenamt: Es bleibe „eine tragende Säule von Gesellschaft und Kirche“. Mit einer neu geschaffenen Stelle zur Ehrenamtsförderung wolle das Bistum das freiwillige Engagement weiter stärken. Zudem rief er alle Getauften dazu auf, sich bei den Pfarrgemeinderatswahlen im März zu beteiligen. Parallel dazu würden sich Diözesanrat und Diözesanpastoralrat neu konstituieren und weiterentwickeln, ebenso wie der neu gewählte Diözesansteuerausschuss. Auch die Verwaltungsstrukturen sollen professionalisiert werden: In den Pastoralen Räumen sollen Verwaltungsleitungen die Hauptamtlichen unterstützen, „damit Verwaltung die Seelsorge fördert – und nicht umgekehrt“. Der Generalvikar betonte den Teamgedanken: „Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten.“ Kirche gelinge nur gemeinsam – mit Fairplay, Ausdauer und Zusammenhalt.</p><p>Dr. Michael Wolf, Vorsitzender des Diözesanrats, sprach über die Schwerpunkte des Gremiums im neuen Jahr. Im Mittelpunkt stünden die Umsetzung der diözesanen Strategie, die Neuwahlen der kirchlichen Räte in Bayern sowie der bevorstehende 104. Katholikentag in Würzburg.</p><p>Der Diözesanratsvorsitzende betonte, dass nach dem Abschluss des Strukturteils von „Gemeinsam Kirche sein“ nun der Übergang zu pastoralen Themen im Vordergrund stehe. Es gehe unter anderem darum, „bestehende und neue, aktive Gruppen in den Gemeinden“ zu fördern und caritative sowie pastorale Maßnahmen besser zu verzahnen – im Sinne einer „caritativen Pastoral und pastoralen Caritas“. Der Diözesanrat verstehe sich dabei als „konstruktiv-kritischer Begleiter“ der Umsetzung und dränge auf eine zügige Fertigstellung der pastoralen Standards, um in allen Pastoralen Räumen vergleichbare Voraussetzungen zu schaffen.</p><p>Zudem werde der Diözesanrat die finanzielle Entwicklung aufmerksam beobachten. Maßnahmen müssten effizient gesteuert und evaluiert werden, um zu erkennen, „wie die vor Ort erhöhten Mittel genutzt werden und welche Ergebnisse dadurch erreicht werden konnten“. Sollten die bisherigen Zielgrößen nicht haltbar sein, müsse auch das Budget angepasst werden.</p><p>Ein zweiter Schwerpunkt seien die anstehenden Wahlen: Am 1. März werden im Bistum Würzburg wie in allen bayerischen Bistümern neue Pfarrgemeinderäte oder Gemeindeteams gewählt – eine Woche vor den Kommunalwahlen. Damit beginne die Neukonstituierung der pastoralen Räte bis hin zum Diözesanrat. Fast alle Satzungen seien überarbeitet, angepasst und entsprechend dem Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz ergänzt worden, wonach „völkischer Nationalismus und Christentum unvereinbar“ seien. Die Satzung des Diözesanrats selbst befinde sich noch in Überarbeitung und solle bis Juli 2026 verabschiedet werden, bevor der neue Rat im Oktober zusammentrete. Wolf appellierte an alle Menschen im Bistum, an der Kommunalwahl am 8. März teilzunehmen und so ein sichtbares Zeichen für die Demokratie zu setzen.</p><p>Zugleich kündigte er an, dass sich der Diözesanpastoralrat künftig als synodales Gremium neu aufstellen werde. Bischof Dr. Franz Jung habe entschieden, keine weiteren Gremien zu schaffen, um „eine Komplexitätssteigerung der Beratungsprozesse“ zu vermeiden. Der Diözesanrat begrüße diese Entscheidung und werde sich aktiv an der Ausgestaltung beteiligen. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres ist laut Wolf der 104. Katholikentag in Würzburg, dessen Vorbereitungen „auf der Zielgeraden“ seien. Der Diözesanrat bringe sich sowohl im Trägerverein des Katholikentags als auch in dessen Leitung ein. Er hoffe, das Ereignis werde über Würzburg hinauswirken und einen Impuls geben, der über die Tage des Katholikentags hinaus anhält.</p><p>Wolf sagte, der Diözesanrat werde sich auch 2026 in die Umgestaltung der Diözese einbringen und darüber hinaus die Kooperation mit anderen Diözesanräten und Verbänden suchen, um den Einfluss der freiwillig Engagierten zu erhalten und zu stärken.</p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><i>mh (POW)</i></span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(0626/0127; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen</u></i></b><i>: Fotos abrufbar im Internet</i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Jahresauftakt</category><category>Berichte</category><category>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Katholikentag 2026</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70217</guid><pubDate>Wed, 28 Jan 2026 13:45:24 +0100</pubDate><title>„Wir freuen uns auf ein Fest des Glaubens mit Tiefendimension“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/wir-freuen-uns-auf-ein-fest-des-glaubens-mit-tiefendimension/</link><description>Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, gibt einen Ausblick auf das Programm des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg – Bischof Jung kündigt Buch zum Katholikentag an</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Einen Ausblick auf das Programm des 104. Deutschen Katholikentags hat Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, bei der Pressekonferenz zum Jahresauftakt am Mittwoch, 28. Januar, im Würzburger Burkardushaus gegeben. Die kirchliche Großveranstaltung findet vom 13. bis 17. Mai in Würzburg statt. „Wir freuen uns als Bistum auf die Tage des Katholikentags, auf die vielfältigen Orte der Begegnung, die ermutigen, auf ein Fest des Glaubens mit Tiefendimension, das uns Hoffnung gibt, hier und heute Gesellschaft und Kirche mitzugestalten und in einem guten Miteinander auf dem Weg in die Zukunft zu sein“, sagte der Bischofsvikar.</p><p>Das Bistum lade am Eröffnungstag am Mittwoch, 13. Mai, zu einem „Abend der Begegnung“ ein. An neun Plätzen in der Würzburger Innenstadt werden sich die neun Dekanate des Bistums „mit Kultur und Kulinarik“ vorstellen. „An diesem Abend können wir uns als Bistum gut präsentieren“, lud Krämer zu einem Rundgang durch die Innenstadt ein. Während des Katholikentags werde die Stadt von „vielfältigen Kulturveranstaltungen“ geprägt sein. Zudem gelte es, „Fragen und Herausforderungen unserer Zeit in Kirche und Gesellschaft zu betrachten und Perspektiven aufzuzeigen“, sagte der Bischofsvikar. Das Programm mit mehr als 800 Einzelveranstaltungen wird bei einer Pressekonferenz am 3. März vorgestellt.</p><p>Das Bistum wird während des gesamten Katholikentags mit einer Bühne und einem Stand am Oberen Markt vertreten sein. Am Stand könne man Akteuren aus dem ganzen Bistum, von Caritas und Weltkirche sowie der Bistumsleitung begegnen. Krämer kündigte zwei inhaltliche Schwerpunkte an. So werde es zum einen 16 Veranstaltungen zum Thema „Sozialraumorientierung“ geben. Als Beispiel nannte er „Dönerbude, Bushäuschen, Kirche“ mit Bischof Dr. Franz Jung sowie „Bahnhofsgeschichten vom Ankommen, Bleiben und Weitergehen“. „Wir erhoffen uns davon Impulse über den Katholikentag hinaus: Kirche sichtbar machen als offenes Netzwerk, das Brücken baut zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren, Glauben und Alltag.“ Der zweite Schwerpunkt werde die „Demokratiekirche“ in der Marienkapelle sein. Krämer beschrieb sie als einen „Kirchenraum als Labor für die starke Zivilgesellschaft mit Fragen wie: Wie könne die Kirchen Räume des Zuhörens, der Begegnung und der Orientierung stärken, und was kann gesellschaftliches Engagement für die Demokratie bewirken?“</p><p>In seiner Präsentation wies Krämer zudem auf den Großgottesdienst am Feiertag Christi Himmelfahrt, 14. Mai, sowie den Schlussgottesdienst am Sonntag, 17. Mai, jeweils um 10 Uhr, hin.</p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/Ja6uFeBMCa4?si=PLr49Sh87MkSN_vo" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p><p>Pünktlich zum Katholikentag werde der Echter-Verlag ein Buch mit dem Titel „Hab Mut, steh auf. Ermutigungen, das Leben in die Hand zu nehmen“ herausbringen, kündigte Bischof Jung an. „Autorinnen und Autoren unseres Bistums legen in diesem Buch Zeugnis davon ab, wofür sie mutig aufstehen.“ Die Bandbreite der Zeugnisse decke das ganze Spektrum kirchlich Engagierter in Unterfranken ab: Mut brauche die Jugend ebenso wie die vielen Akteure im sozial-caritativen Bereich, die städtisch, regional oder weltweit unterwegs seien; Mut bewiesen viele Ordenschristen, aber auch diejenigen, die zu einer Wallfahrt aufbrechen. Nicht zuletzt brauchten diejenigen Mut, „die Überlebende des Missbrauchs sind und trotzdem ihr Leben in die Hand nehmen“. Er freue sich über dieses Buch und sei sich sicher, dass „wir mit dieser Publikation auch weit über den Katholikentag hinaus ein Hoffnungszeichen setzen, das zum persönlichen Nachdenken anregt“, sagte der Bischof. Eine Buchvorstellung werde folgen. Diözesanrats-Vorsitzender Dr. Michael Wolf bezeichnete den Katholikentag als „Würzburger Jahrhundertereignis“. Für das Bistum erwarte er einen Impuls, „der über die Tage des Katholikentags hinweg zumindest für einige Zeit andauern wird“.</p><p>Zum Abschluss gab Krämer noch einige praktische Hinweise. So können kirchliche Gruppen aus dem Bistum ermäßigte Tageskarten zum Stückpreis von 29 Euro erwerben. Für junge Menschen bis 25 Jahre gibt es das „Mutmach-Ticket“, eine Dauerkarte für den gesamten Katholikentag für 25 Euro pro Person. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite katholikentag.de/karten. Gruppen aus dem Bistum können zudem für die Anreise mit dem Bus einen Zuschuss von 50 Prozent, maximal 500 Euro, pro Hin- und Rückfahrt beantragen. Hierfür sei eine Anmeldung über das Bestellformular für Bustickets bis zum 15. März nötig.</p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i>sti (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">(0626/0129; E-Mail voraus)</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><u><b>Hinweis für Redaktionen:</b></u></i><i> Fotos abrufbar im Internet</i></span></p>]]></content:encoded><category>Jahresauftakt</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Katholikentag 2026</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70136</guid><pubDate>Sun, 25 Jan 2026 16:17:10 +0100</pubDate><title>Ein besonderer Kraftort</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/ein-besonderer-kraftort/</link><description>100 Jahre Exerzitienhaus Himmelspforten ‒ Pontifikalgottesdienst mit Bischof Dr. Franz Jung ‒ Vortrag blickte auf Geschichte</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><strong>Würzburg </strong>(POW) Fast auf den Tag genau 100 Jahre nach seiner Gründung hat das Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten seinen runden Geburtstag mit einem Festakt, einer Ausstellungseröffnung und einem Pontifikalgottesdienst gefeiert.</p><p>Bischof Dr. Franz Jung erinnerte in seiner Predigt beim Festgottesdienst in der Hauskapelle am Sonntag, 25. Januar, an die lange geistliche Tradition des Ortes. Mit Worten des Patriarchen Jakob – „Wie ehrfurchtgebietend ist doch dieser Ort! Er ist nichts anderes als das Haus Gottes und das Tor des Himmels“ – beschrieb er Himmelspforten als einen Ort, an dem sich „über uns der Himmel öffnet“. Der Bischof zeichnete die Geschichte nach: von der Ansiedlung der Zisterzienserinnen im Jahr 1251 über die Auflösung des Klosters in der Säkularisation bis zur Wiederbelebung durch engagierte Laien. Besonders würdigte er den Glaubensmut jener, die den Ort vor weltlicher Nutzung bewahrten. Das Exerzitienhaus, am 26. Januar 1926 von Bischof Dr. Matthias Ehrenfried eingeweiht, stehe in dieser geistlichen Linie und erinnere daran, dass die Weitergabe des Glaubens immer wieder auch aus persönlicher Initiative erwachse.</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/273-100-jahre-exerzitienhaus-himmelspforten/embed?context=external" style="border: 0" border="0" height="280" width="100%"></iframe></p><p>Maria, „die Porta Caeli“, stellte der Bischof in den Mittelpunkt seiner geistlichen Deutung. Durch sie sei Christus in die Welt gekommen, und wie Maria sollten auch Gläubige selbst zu „Himmelspforten“ werden, die den Weg zu Gott öffnen. Himmelspforten sei ein Ort, an dem das Gebet, die Stille und das Gemeinschaftsleben an das Wesentliche erinnerten. Bischof Jung würdigte die benachbarten Karmelitinnen. Deren stille Präsenz erinnere daran, „in der Gegenwart des Herrn zu verweilen“, und mahne zugleich, solche Momente der Sammlung auch im Arbeitsalltag der kirchlichen Dienstgemeinschaft bewusst zu pflegen.</p><p>Abschließend betonte der Bischof, dass der Name Himmelspforten zugleich Auftrag sei, „den Himmel offenzuhalten“. Exerzitien, Bildung und kirchliches Handeln müssten dazu beitragen, Hoffnung und Glauben in einer säkularisierten Welt lebendig zu halten. Die Kirche dürfe „die Tür zum Himmel nicht zufallen lassen“, sondern müsse Christus im Mittelpunkt behalten. Dank sprach der Bischof dem Team des Exerzitienhauses sowie den Ritaschwestern, „die durch ihren Dienst dem Haus ein geistliches Gepräge gegeben haben“, aus. Dank schulde er seinen Vorgängern Bischof Ehrenfried für das Errichten des Hauses, Bischof Josef Stangl für das Wiederherstellen nach dem Krieg und Bischof Dr. Friedhelm Hofmann für die umfassende Erneuerung 2005.</p><p>Den Festvortrag am Samstagabend, 24. Januar, hielt Professor Dr. Wolfgang Weiß, langjähriger Professor für Fränkische Kirchengeschichte an der Universität Würzburg und Vorsitzender des Diözesangeschichtsvereins. Er betrachtete die Entstehung des ersten Zisterzienserinnenklosters in der früheren „Schottenau“, den Zerfall und die Neuansiedlung mit Karmelitinnen sowie die Gründung eines Exerzitienheimes durch Bischof Ehrenfried. Dieser habe sich mehr Innerlichkeit und Innigkeit für die Kirche gewünscht, um Widerständen trotzen zu können. Deshalb wollte er neben den damals weit verbreiteten Volksmissionen im Bistum Exerzitien etablieren. Seit den Anfangstagen habe sich das Angebot zu modernen Einkehr- und Besinnungstagen sowie Auszeiten gewandelt.</p><p class="western">Grußworte sprachen Domvikar Paul Weismantel, geistlicher Leiter des Exerzitienhauses, und Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur der Diözese Würzburg. Schrappe dankte allen, die heute einen Beitrag zur Erhaltung des Exerzitienhauses leisten. Blumen gab es für Schwester Rut Gerlach, Generalrätin der Oberzeller Franziskanerinnen, die bis ins Jahr 2001 das Exerzitienhaus mitbetreuten. Seit der Renovierung und Wiedereröffnung im Jahr 2005 begleiten die Ritaschwestern das Leben in Himmelspforten. Schrappe dankte den Schwestern Teresa Reulbach und Inge Grehn und bedauerte, dass sie Ende März die Einrichtung verlassen. „Der wichtigste Dienst hier war das Da-Sein“, blickte Reulbach auf ihre Arbeit zurück. Zum Abschied sagte die Ritaschwester: „Wir waren gerne hier, aber jetzt ist unsere Zeit zu gehen.“</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/274-was-sind-exerzitien/embed?context=external&amp;token=0UdpEQuFrJUP-XcF7_qSnQ" style="border: 0" border="0" height="380" width="100%"></iframe></p><p>Zum Abschluss des Festaktes wurde die Ausstellung „Licht des Glaubens“ von Ludger Hinse (<a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/das-licht-ist-eine-unserer-zentralen-botschaften/" target="_blank" class="external-link">siehe Interview</a>) eröffnet. Seine „kinetischen Lichtobjekte“ fügen sich ins Foyer und den Kreuzgang des ehemaligen Klosters ein. Statt eines Vortrags sprach Hinse zur Eröffnung ein Gebet. „Beten kann man nicht genug in diesen Zeiten.“ Einer seiner Wünsche lautete passend zu seinen Lichtobjekten aus Glas und Acryl: „Lass uns alle dein Licht sehen, damit wir selbst Licht werden.“ Musikalisch untermalt wurde der Festakt von Carolina Ehret (Violine) und Tyron Kretzschmar (Piano).</p><p>(0526/0110; E-Mail voraus)</p><p class="text-right"><em>mh (POW)/raru (Würzburger katholisches Sonntagsblatt)</em></p><p>Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof em. Friedhelm Hofmann</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70129</guid><pubDate>Sun, 25 Jan 2026 12:00:36 +0100</pubDate><title>„Der Ort, an dem sich über uns der Himmel öffnet“</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/der-ort-an-dem-sich-ueber-uns-der-himmel-oeffnet/</link><description>Predigt von Bischof Dr. Franz Jung aus Anlass von 100 Jahren Exerzitienhaus Himmelspforten am Sonntag, 25. Januar 2026, in der dortigen Hauskapelle</description><content:encoded><![CDATA[
<p>Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!</p><h3>Der Traum Jakobs über das Tor des Himmels</h3><p>„Wie Ehrfurcht gebietend ist doch dieser Ort! Er ist nichts anderes als das Haus Gottes und das Tor des Himmels.“(Gen 28,17) So ruft der Patriarch Jakob aus voller Verwunderung. Im Traum hatte er gesehen, wie auf dem Ort, an dem er geschlafen hatte, die Himmelsleiter aufruhte. Über die Himmelsleiter schwebten die Engel Gottes auf und nieder. Tatsächlich, er hatte das Tor zum Himmel gesehen. „Wie Ehrfurcht gebietend ist doch dieser Ort! Er ist nichts anderes als das Haus Gottes und das Tor des Himmels.“</p><h3>Himmelspforten – ein Ort langer geistlicher Tradition</h3><p>„Wie Ehrfurcht gebietend ist doch dieser Ort!“ Dieses Wort des Patriarchen Jakob gilt auch für das Kloster und das Exerzitienhaus Himmelspforten. Ein Blick in die bewegte Geschichte zeigt, dass seit Jahrhunderten Menschen diesen Ort heiliggehalten haben, weil sie hier die Pforte zum Himmel erfahren hatten. Ich kann das nur in Stichworten rekapitulieren. Das Zisterzienserinnenkloster 1231 in Himmelstadt gegründet, dann 1248 nach Schönau verlegt, um von dort in der sogenannten „Schottenau“ 1251 endlich zur Ruhe zu kommen. Bis heute ist es das älteste bestehende Frauenkloster der Stadt, das viele Höhen und Tiefen erlebt hat. Die Nonnen haben in der Reformation treu den Glauben bewahrt und den Stürmen der Zeit, vor allem im verheerenden Dreißigjährigen Krieg, getrotzt. Dann wurde das Kloster im Rahmen der Säkularisation 1804 einfach über Nacht aufgelöst.</p><h3>Den Ort in Ehren halten und die Himmelspforte wiederherstellen</h3><p>Und dennoch. Viele gaben sich damit nicht zufrieden. Sie wussten: „Wie Ehrfurcht gebietend ist doch dieser Ort!“ Hier soll keine Militärlazarett einziehen und auch eine Tabak- oder Farbenfabrik hat hier nichts verloren. Der ehrfurchtgebietende Ort braucht Menschen, die Gott die Ehre geben und dadurch diesem besonderen Ort wieder seine einzigartige Würde schenken.</p><p>Bis heute fasziniert mich, dass es nicht der Bischof war, nicht das Domkapitel und auch keine Kleriker. Nein, es waren zwei Schwesternpaare aus Margetshöchheim und aus Dettelbach, die Geschwister Götz und Röll, die nicht eher ruhten, bis sie Karmelitinnen aus Gmunden am Traunsee in Österreich bewegen konnten, das altehrwürdige Kloster wiederzubeleben. Der Sinn für diesen einzigartigen Ort und die Sehnsucht danach, auch in Würzburg wieder eine Himmelspforte zu haben, haben ihr Herz erfüllt. Ihr Vermächtnis, dass sie sich im Übrigen etwas kosten ließen, lehrt uns bis heute, was frommer Sinn vermag. Und wie sehr es auf den Einzelnen ankommt, der nicht auf die Obrigkeit schaut, sondern selbst die Initiative ergreift.</p><p>Gott wollten sie die Ehre geben im Wissen darum, dass wir alle solche Orte dringend brauchen, heute vielleicht mehr denn je, in einer Zeit, die scheinbar alles gleichmacht und den Sinn für Transzendenz zu verlieren droht.</p><p>Weil die Räumlichkeiten für ein Karmelitinnenkloster zu groß waren, wurde ein Teil der Konventsgebäude 1925 dann dem Bistum überlassen, das vor nunmehr 100 Jahren hier ein gleichnamiges Exerzitien- und Bildungshaus eingerichtet hat. Ich bin sehr froh, dass die Klosterkirche seit 1969 wieder das alte Patrozinium „Mariä Himmelfahrt“ übernommen hat, nachdem von 1844 bis 1969 der heilige Nikolaus von Myra der Patron war. Durch die Rückkehr zum alten Patrozinium wurde deutlich, dass man sich wieder in die alte Zisterzienserinnentradition stellen wollte und an die reiche Geschichte dieses ehrfurchtgebietenden Ortes anknüpfen wollte. Das Patrozinium „Himmelspforten“ ist ein Programm. Das möchte ich am heutigen Tag unter dreifacher Rücksicht mit Ihnen bedenken.</p><h3>Maria als die Porta Caeli</h3><p>Die Zisterzienser haben ihre Klosterkirche alle unter das Patrozinium „Mariä Himmelfahrt“ gestellt. Das ist kein Zufall. Denn Maria ist als Person die Pforte des Himmels schlechthin. Durch sie ist der Erlöser in diese Welt eingetreten. Als Ersterlöste ist sie uns auch in den Himmel vorausgegangen. Dort erwartet sie die Gläubigen und weist ihnen den Weg durch diese Welt zum Himmel. Wie Maria zur „Himmelspforte“ wurde, sollen auch wir zu Himmelspforten werden. Christus will auch durch uns in diese Welt kommen. Zugleich sollen wir nicht müde werden, anderen den Weg zum Himmel zu weisen. Das ist ein großer Anspruch.</p><p>Für mich war es vor diesem Hintergrund immer bedeutsam, dass Exerzitien- und Bildungshaus und Kloster nebeneinander lagen. Wie oft bin ich als Generalvikar in der Mittagspause in die Klosterkirche gegangen, um dort einen Moment zur Ruhe zu kommen und zu beten. Die Schwestern erinnern durch ihre stille Präsenz an das, was wirklich zählt: wie Maria in der Gegenwart des Herrn zu verweilen und ihn nie aus den Augen zu verlieren. Denn nur so können wir für andere zu Himmelspforten werden. Das ist unsere Berufung und unser Auftrag – im Kloster genauso wie im Exerzitien- und Bildungshaus.</p><p>Planen Sie auch als Dienstgemeinschaft solche Momente der Sammlung ein, die der Selbstvergewisserung über den eigenen Auftrag und der Stärkung der eigenen Sendung dienen. Die neue Grundordnung lädt genau dazu ein, als Dienstgeber die Mitarbeitenden immer wieder daran zu erinnern, wo sie arbeiten, aus welcher Haltung heraus wir unseren Dienst tun und was unser Anspruch als Kirche ist.</p><h3>Himmelspforten aus Ausdruck gelebter Gemeinschaft</h3><p>Wenn die Zisterzienser für ihre Klöster den Namen „Himmelspforte“ wählten, dann war das natürlich auch ein Hinweis auf das monastische Zusammenleben.</p><p>In dieser Gemeinschaft, so die Verheißung, kannst du erleben, wie man in den Himmel eingeht. Das ist der Anspruch, der bis heute auch für das Exerzitien- und Bildungshaus gilt.</p><p>Nun ist Himmelspforten bekannt für seine Gastfreundschaft und für den hervorragenden Service. Das kann ich aus den Rückmeldungen der Generalvikare und der Bischöfe ohne Übertreibung sagen. Beides sind urbenediktinische Tugenden. In jedem Fremden Christus sehen, ihn aufnehmen und ihm dienen. Der Geist eines Hauses zeigt sich im Umgang miteinander und nicht zuletzt in einem gedeckten Tisch, an dem man verweilt bei gutem Essen, dem köstlichen Frankenwein und in Gesprächen, die in die Tiefe gehen, weil man gerne miteinander Zeit verbringt. Dass das Haus nach außen hin abgeschlossen ist durch die Mauer, verleiht dem Ort auch etwas Heimeliges. Der „Hortus Conclusus“, der „abgeschlossene Garten“ des Klosters bietet auch dem Exerzitien- und Bildungshaus Schutz und die nötige Stille, um in gesammelte Atmosphäre die oft schwierigen Themen diskutieren, bedenken und entscheiden zu können. Der gute Service und die monastische Prägung des Ortes sind ein echter Standortvorteil. Pflegen Sie beides, denn diese Faktoren sind es, die die Anziehungskraft dieses Ortes ausmachen und das Ehrfurchtgebietende ausstrahlen.</p><h3>Himmelspforten als Anspruch an unsere Exerziten-, Bildungs- und Konferenzarbeit</h3><p>Ein Letztes. Der Name Himmelspforten ist auch ein Anspruch an unsere inhaltliche Arbeit. Wir müssen als Kirche den Himmel offenhalten. Nichts ist heute wichtiger als dieser Auftrag. Das Dokument „Unsere Hoffnung“ der Würzburger Synode, dessen Verabschiedung vor 50 Jahren wir letztes Jahr gefeiert haben, formuliert es so:</p><p><em>„Die Krise des kirchlichen Lebens beruht letztlich nicht auf Anpassungsschwierigkeiten gegenüber unserem modernen Leben und Lebensgefühl, sondern auf Anpassungsschwierigkeiten gegenüber dem, in dem unsere Hoffnung wurzelt und aus dessen Sein sie ihre Höhe und Tiefe, ihren Weg und ihre Zukunft empfängt: Jesus Christus.“</em> (UH II.3)</p><p>Deshalb empfiehlt das Synodendokument:</p><p><em>„So gilt als Gesetz unserer kirchlichen Erneuerung, daß wir vor allem die Angleichungsschwierigkeit gegenüber dem, auf den wir uns berufen und aus dem wir leben, überwinden und daß wir konsequenter in seine Nachfolge eintreten, um den Abstand zwischen ihm und uns zu verringern und unsere Schicksalsgemeinschaft mit ihm zu verlebendigen. Dann ist ein Weg und eine Zukunft. Dann gibt es eine Chance, heutig, ganz gegenwärtig zu sein - die Probleme, Fragen und Leiden allenthalben zu teilen, ohne sich ihrer geheimen Hoffnungslosigkeit zu unterwerfe</em>n.“ (UH II.3)</p><p>In aufrüttelnden Worten wird hier dargelegt, was es heißt, den Himmel offenzuhalten. Ich wünsche mir und uns, dass wir immer die nötigen Formate finden in der Exerzitien- und Bildungsarbeit, um Menschen eine Pforte zum Himmel zu eröffnen.</p><p>Ich wünsche aber auch uns als Bischöfen und anderen kirchlichen Verantwortungsträgern, dass wir bei unseren endlosen Konferenzen und Tagungen nie vergessen, auf Christus zu schauen, der von sich gesagt hat, dass er die Tür zum Himmel ist. Diese Tür aufzuhalten und sie nicht zu verstellen oder zufallen zu lassen ist unsere Mission. Wenn uns das gelingt, dann machen wir dem Namen „Himmelspforten“ alle Ehre, dann können die Menschen mit dem Patriarchen Jakob sagen: „Wie Ehrfurcht gebietend ist doch dieser Ort! Er ist nichts anderes als das Haus Gottes und das Tor des Himmels.“</p><h3>Danksagung</h3><p>Am heutigen Tag danke ich dem Team vom Exerzitienhaus Himmelspforten unter der Leitung von Frau Dittmann-Nath für sein Engagement und den sehr guten Service.</p><p>Ich danke den Programmverantwortlichen für das Bemühen, hier anspruchsvolle Angebote zu machen, die helfen, den Himmel neu zu entdecken.</p><p>Danken möchte ich auch den Geistlichen, die diesem Ort durch ihr Wirken ihren Stempel aufgedrückt haben. Ebenso danke ich den Ritaschwestern, die durch ihren Dienst dem Haus ein geistliches Gepräge gegeben haben.</p><p>Nicht zuletzt geht mein Dank an meine Vorgänger im Amte. Bischof Hermann von Lobdeburg hat vor 800&nbsp;Jahren das Zisterzienserinnenkloster gegründet. Bischof Matthias Ehrenfried hat das Bildungshaus fast auf den Tag genau vor 100 Jahren eingeweiht. Unter Bischof Josef Stangl konnte das erneuerte Haus 1967 wieder seinen Betrieb aufnehmen. Bischof Friedhelm Hofmann war es schließlich vorbehalten, 2005&nbsp;das Haus nach umfassender Erneuerung seiner Bestimmung zu übergeben. Ihnen allen schulde ich, schulden wir unseren Dank. Diesen Dank wollen wir nun in der Feier der Eucharistie dem Herrn darbringen. Denn sie ist der Ort, an dem sich über uns der Himmel öffnet. Amen.</p>

]]></content:encoded><category>Dokumentationen</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-70029</guid><pubDate>Tue, 20 Jan 2026 13:44:39 +0100</pubDate><title>Gibt es ein Recht auf zivilen Ungehorsam?</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/gibt-es-ein-recht-auf-zivilen-ungehorsam/</link><description>Diözesanempfang mit Jurist Professor Dr. Kyrill-Alexander Schwarz als Festredner – Vortrag zum Thema „Von der Gehorsamspflicht zum Widerstandsrecht“ – Rund 1100 Gäste aus Politik, Kirche, Caritas und Gesellschaft</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Ziviler Ungehorsam hat viele Gesichter: Der containernde Jesuitenpater und die Kirchengemeinde, die Kirchenasyl gewährt, nehmen ihn ebenso für sich in Anspruch wie Klimaaktivisten, die Kunstwerke mit Suppe beschmieren. „Hab Mut, steh auf!“, lautet das Jahresmotto des Bistums und das Leitwort für den 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg. Doch wann darf der Einzelne den Gehorsam gegenüber dem für alle geltenden Gesetz aufkündigen? Nach Ansicht von Dr. Kyrill-Alexander Schwarz, Professor für Öffentliches Recht an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, ist Rechtsungehorsam als Mittel der politischen Auseinandersetzung in einer Demokratie ein Widerspruch in sich. „Ziviler Ungehorsam ist die Negation des demokratischen Rechtsstaats und beraubt ihn seiner Existenzgrundlage“, sagte er in seinem <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/von-der-gehorsamspflicht-zum-widerstandsrecht/" target="_blank" class="external-link">Vortrag „Von der Gehorsamspflicht zum Widerstandsrecht“</a> beim Diözesanempfang am Montagabend, 19. Januar, in der Universität am Würzburger Hubland.</p><p>„Wer heute wohlmeinend mit Alleinvertretungsanspruch für die angebliche Richtigkeit seiner Auffassung den offenen Rechtsbruch fordert, anderen seinen Willen aufzwingt und damit den demokratischen Grundkonsens aufkündigt, der steht nicht auf und zeigt keinen Mut“, sagte der Referent. Vielmehr habe derjenige Mut, der „bei Verletzungen der Menschenwürde aufsteht und durch sein Verhalten, durch sein staatsbürgerliches Engagement mit legalen Mitteln dafür sorgt, dass die gegenwärtig zu beobachtenden, schleichenden Aushöhlungen und Unterwanderungen des demokratischen Verfassungsstaates unterbleiben“.</p><p>###GALERIE###</p><p>Rund 1100 Gäste waren beim Empfang dabei. Der Livestream auf dem YouTube-Kanal des Bistums Würzburg wurde mehr als 1100 Mal abgerufen, zudem wurde die Veranstaltung auf dem Kabelkanal von TV Mainfranken übertragen.</p><p><em><strong>Professor Schwarz: Ehrenwertes Motiv befreit nicht von der grundsätzlichen Strafbarkeit</strong></em></p><p>Die Verfassung schütze „völlig unstreitig und völlig zu Recht“ Versammlungen und damit auch die kollektive Meinungskundgabe des Protests, sagte Schwarz und sprach von einem „wahrhaft demokratischen Urrecht“. Doch die Proteste der Klimabewegung „Letzte Generation“ etwa, mit Straßenblockaden und der Beschädigung von Kunstwerken, zeigten „die machtvolle Entfaltung einer Protestbewegung, die letzten Endes keine Rücksicht auf gerichtliche Entscheidungen zu nehmen bereit ist, die auch Ausdruck einer Negation des Rechtsstaats zur Durchsetzung partikularer Interessen unter dem Mantel vorgeblich grundrechtlich geschützter Freiheit ist“. Entscheidend für die Akzeptanz von Recht sei aber, dass es nach Abschluss eines entsprechenden Verfahrens auch befolgt und nicht mehr in Frage gestellt werde, sagte Schwarz. „Das bedeutet dann aber auch, dass ziviler Ungehorsam nicht zur eigenhändigen Durchsetzung bestimmter Ziele mit außergesetzlichen Mitteln instrumentalisiert werden kann, wenn mit gesetzlichen Mitteln der gewünschte Erfolg nicht erreicht werden kann.“</p><p>Die Protagonisten des zivilen Ungehorsams behielten sich die Entscheidung vor, wann offensichtliches Unrecht vorliege, fuhr Schwarz fort. „Damit entsprechen sie 48 Prozent der Bundesbürger, die auch der Meinung sind, besser zu wissen, was Recht ist, als das Bundesverfassungsgericht.“ Ihr Anspruch sei, selbst entscheiden zu können, wann der demokratische Verfassungsstaat versage, nämlich immer dann, wenn der Prozess der politischen Willensbildung zu Ergebnissen führe, die „keine Billigung durch die in diesem Prozess unterlegene Minderheit findet. Das aber ist dann Selbstgerechtigkeit und moralische Überhöhung“, sagte Schwarz. „Wer Gesetze unter Berufung auf eine höhere Legitimität brechen will, mag das tun, er muss aber auch die Konsequenzen seines eigenen Handelns tragen.“ Jesuitenpater Jörg Alt etwa rettete Lebensmittel aus Abfallcontainern, die er dafür aufgebrochen hatte, und wurde dafür wegen des Verdachts eines Diebstahls in einem besonders schweren Fall angeklagt. Man könne die Wertung des Gesetzgebers für falsch halten, doch sei es dessen Aufgabe, den Bereich strafbaren Handelns zu definieren, und Aufgabe der Rechtsprechung, dieses Recht anzuwenden. „Jörg Alt hat auf einen Missstand aufmerksam gemacht. Das ist ein ehrenwertes Motiv. Von der grundsätzlichen Strafbarkeit befreit es ihn nicht.“</p><p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/qIFyTFnB6hE?si=qS_jaTqla1vpfYGT" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p><p>Das Kirchenasyl wiederum möge darauf abzielen, einen bereits entschiedenen Fall erneut überprüfen zu lassen. Das sei zunächst der Versuch, dem Recht zur Geltung zu verhelfen. „Insofern mag es von der grundrechtlichen Freiheit der Glaubensgemeinschaft umfasst sein, ihren Mitgliedern oder Anhängern im Rahmen asylrechtlicher Verfahren unterstützend beizustehen.“ Doch werde die Grenze des Zulässigen überschritten, wenn ausreisepflichtige Personen vor dem Zugriff der Behörden abgeschirmt würden, erklärte der Redner. Kirchenasyl sei kein Asyl im Rechtssinne, da die Voraussetzungen für die Gewährung von Schutz im Bundesgebiet allein vom staatlichen Recht festgelegt würden. „Es handelt sich beim Kirchenasyl vielmehr um eine unzulässige Widerstandshandlung gegen einen ordnungsgemäßen Vollzug des Aufenthaltsrechts, die gegebenenfalls strafbar sein kann.“</p><p>Bisweilen werde versucht, zivilen Ungehorsam mit dem Argument zu rechtfertigen, er dürfe sich nur gegen schwerwiegendes Unrecht richten und müsse verhältnismäßig sein. Doch was sei rechtswidrig und was sei legitim: die Proteste vor Abtreibungskliniken oder die Proteste gegen die Strafbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen? „Wer ohne Not dramatische Situationen annimmt und inflationär Gewissensentscheidungen, die keine Alternative gestatten, vorgibt, der wertet Gewissenentscheidungen ab und verweigert sich zudem jedem demokratischen Diskurs durch die Absolutheit der eigenen Position“, sagte Schwarz: „Ein Diskurs, der auf der Prämisse beruht, nur die eigene Ansicht sei gewissenskonform, während alle anderen gewissenlos handeln, verdient nicht mehr die Bezeichnung Diskurs. Er ist Diktatur der moralisch überhöhten Subjektivität.“</p><p><em><strong>Bischof Jung: Mutig aufstehen für den Rechtsstaat und die Menschenwürde</strong></em></p><p>Bischof Jung dankte für den „klaren und pointierten Vortrag zu einem hochaktuellen und komplexen Thema“. Auch im Bistum Würzburg habe es einige prominente Fälle von Kirchenasyl gegeben. „Wir wissen um die Spannung, in der wir als Kirche stehen“, sagte er und betonte: „Ich kann sagen, dass wir in allen Fällen immer gütliche Lösungen auch im Zusammenspiel mit der Politik gefunden haben, auch dank unseres Katholischen Büros in Bayern. Wir konnten in jedem Fall die Auffassung vertreten, dass das geltende Recht noch nicht vollends ausgeschöpft ist, und dass wir über die Härtefallkommissionen versucht haben, Menschen zu helfen, die Furchtbares in ihrem Leben erlitten haben. Uns allen ist sehr bewusst, dass wir dieses Privileg des Gesetzgebers nicht missbrauchen dürfen.“</p><p>Dem Publikum gab der Bischof mit Blick auf das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ mit auf den Weg: „Hab Mut, steh auf für den demokratischen Rechtsstaat mit seiner Rechtsordnung, in dem zu leben wir das große Privileg und Glück haben. Steh mutig auf, die geltenden Wege der Normfindung und des Aushandelns politischer Streitfragen stark zu machen. Steh mutig dafür auf, Mehrheiten zu organisieren, die helfen, Missstände in unserem Gemeinwesen abzustellen und gute Lösungen voranzubringen. Steh aber auch dann immer mutig auf, wenn es darum geht, Menschenrechtsverletzungen als solche zu benennen und Menschen in ihrer Würde zu schützen.“<br />Organisiert wurde der Diözesanempfang von der Domschule Würzburg und dem Caritasverband für die Diözese Würzburg. Viel Applaus gab es für die Akkordeonisten Vladimir Stupnikov und Blaž Fir, Studenten an der Musikhochschule Würzburg, die den Abend mit Ausschnitten aus der „Suite gothique, op. 25“ von Léon Boëllmann gestalteten.</p><p>Interessierte können den Diözesanempfang auf dem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=kZ4GbgCCpNY" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">YouTube-Kanal</a> des Bistums Würzburg ansehen.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(0426/0090; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69975</guid><pubDate>Mon, 19 Jan 2026 10:29:06 +0100</pubDate><title>Hoffnung verkünden im Angesicht des Todes</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/hoffnung-verkuenden-im-angesicht-des-todes/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung beauftragt zehn Frauen und drei Männer als ehrenamtliche Begräbnisleiterinnen und Begräbnisleiter</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Zehn Frauen und drei Männer hat Bischof Dr. Franz Jung am Sonntag, 18. Januar, bei einem Gottesdienst im Würzburger Kiliansdom als ehrenamtliche Begräbnisleiterinnen und Begräbnisleiter beauftragt. „Ich freue mich sehr über Ihre Bereitschaft, diesen wichtigen Dienst zu übernehmen“, dankte der Bischof. Nach den Worten von Dr. Markus Münzel, Referent für Liturgie und liturgische Bildung, ist es bereits der fünfte Ausbildungskurs, der nach einer intensiven Ausbildung nun mit der Beauftragung abgeschlossen wurde.</p><p>Beauftragt wurden Claudia Amthor (Karlstadt-Stetten), Renate Appiah (Oberweißenbrunn), Brigitte Burkard (Arnstein), Carmen Burkard (Karlstadt-Stetten), Regina Dorn (Arnstein), Gabriele Göb (Kaltensondheim), Maria Heckmann (Hammelburg), Annette Kaiser-Amler (Hollstadt), Friedbert Rüb (Karlburg), Hans Georg Schmidt (Ochsenfurt), Claus Schmitt (Münnerstadt-Reichenbach), Christine Vey-Jung (Zellingen) und Barbara Wolf (Büchold).</p><p>Zu Beginn der Feier versammelten sich alle am Taufbecken des Doms zum Taufgedächtnis. Begleitet von der Osterkerze, zogen die zukünftigen Begräbnisleiterinnen und Begräbnisleiter mit ihren Familien, Freunden und Vertretern der Gemeinden in den Hochchor.</p><p>In seiner Predigt betrachtete Bischof Jung die Worte des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth. Darin enthüllt der Apostel „ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, aber wir werden alle verwandelt werden – plötzlich, in einem Augenblick, beim letzten Posaunenschall.“ Im Tod löse sich der Mensch „nicht irgendwie auf“ und das Leben ende nicht „im Nirwana“, sagte der Bischof: „Im Tod wird das Leben verwandelt. Gott wandelt das Sterbliche in uns um.“ Diese Botschaft könne in der heutigen Zeit nicht oft genug unterstrichen werden. „Gerade im Tod vollendet sich das Taufgeheimnis. In der Taufe werden wir getauft auf den Tod des Herrn.“ Der Tod komme immer überraschend, ungebeten und zu schnell, fuhr der Bischof fort. „Der Tod ist immer ein Weckruf, selbst dann, wenn man sich schon wochenlang darauf vorbereitet hat.“ Es sei gut, sich nicht an den Tod zu gewöhnen, sich immer neu mit der Wirklichkeit des Todes zu konfrontieren und damit auseinanderzusetzen, um vor unguter Routine bewahrt zu bleiben.</p><p>Paulus sage: „Das Verwesliche muss mit Unverweslichkeit überkleidet werden.“ Was überdauert das Menschenleben und was hat bleibenden Wert? Die große Aufgabe und die Kunst einer Predigt am Grab sei, zu schauen, was im Leben gelungen war, was glücklich war, wo sich die Führung Gottes gezeigt habe, aber auch, was nicht gelungen sei und der Vollendung noch harre, erklärte der Bischof. „Der Tod bleibt ein Stachel. Aber gerade durch den Tod hat Christus den Tod entmachtet. Wir haben die Hoffnung, dass der Schmerz nicht das letzte Wort ist, sondern dass wir Heilung in Jesus Christus finden.“</p><p>Der Bischof wünschte den Frauen und Männern, dass sie „standhaft bleiben im Glauben, auch angesichts des Todes, unerschütterlich in der Hoffnung für uns alle und stets voll Eifer in der Liebe für den letzten irdischen Dienst im Namen Gottes an den Verstorbenen und in der Hinwendung zu den trauernden Menschen“. Die Beerdigung sei „der missionarischste Dienst“ der Kirche, betonte Bischof Jung. Hier werde genau hingeschaut, ob die Kirche etwas zu sagen habe. „Danke für Ihre Bereitschaft, sich senden zu lassen. Danke für Ihren wichtigen Dienst in dieser Zeit.“<br />Dann überreichte Bischof Jung die Urkunden. Im Gebet erbat die Gemeinde den Segen Gottes für die Neubeauftragten. Eine Begegnung im Burkardushaus schloss sich an.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(0426/0085; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-69960</guid><pubDate>Sat, 17 Jan 2026 20:48:40 +0100</pubDate><title>Spiele, Spaß und ein großes Danke</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/spiele-spass-und-ein-grosses-danke/</link><description>Diözesanes Dankeschönfest für Sternsingergruppen aus dem Bistum Würzburg – Gottesdienst mit Bischof Dr. Franz Jung – Workshops im Kilianeum</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Bei Schnee und Kälte sind sie in den Tagen um Dreikönig von Haus zu Haus gezogen, um den Segen zu den Menschen zu bringen. Mit einem Dankeschönfest hat die Diözese Würzburg den Sternsingerinnen und Sternsingern für ihr Engagement gedankt. Rund 260 Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Bistum mit ihren Begleitpersonen kamen am Samstag, 17. Januar, in das Kilianeum in Würzburg, um einen Tag voller Spaß und Spiele zu verbringen und mit Bischof Dr. Franz Jung einen Gottesdienst zu feiern. „Vielen Dank, liebe Kinder und Jugendliche, dass Ihr als Sternsingerinnen und Sternsinger in den kältesten Tagen hinausgezogen seid, um die Frohe Botschaft von Haus zu Haus zu bringen und mit der größten Aktion von Kindern für Kinder die weltweite Not zu lindern. Es ist ein wunderbares Zeugnis des Glaubens und Eures Engagements, für das ich Euch nicht genug danken kann“, sagte der Bischof.</p><p>Organisiert wurde das Programm von der Kirchlichen Jugendarbeit (kja) Diözese Würzburg, der Diözesanen Fachstelle Ministrant*innenarbeit, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Diözesanverband Würzburg und dem Pastoralen Raum Würzburg Süd-Ost.</p><p>Im Kilianeum wurden Spiele und Workshops angeboten. Das Angebot reichte vom Basteln von Armbändern und Schlüsselanhängern über Informationen zum Leben in Brasilien und Kolumbien bis hin zu Führungen durch die Würzburger Residenz und Rollenspielen. Beim Kerzenziehen entstanden kunterbunte Kerzen, und zwischendurch ging es zur Popcorn-Maschine im Café Dom@ain. Schlangen bildeten sich beim großen Menschenkicker und den übrigen Bewegungsangeboten in der Turnhalle. Am Vormittag wurden zudem Führungen im Dunkelcafé angeboten.</p><p>Beim Film „Willi in Bangladesch“ erhielten die Kinder einen Einblick in das Problem der Kinderarbeit. Sie lernten Nour und Tazim kennen. Weil seine Eltern krank sind, geht Tazim nicht mehr in die Schule, sondern arbeitet in einer Fabrik, die Töpfe herstellt. Dafür bekommt er umgerechnet 1,50 Euro am Tag. Der Zwölfjährige wünscht sich, wieder in die Schule gehen zu können. Mit den Spendengeldern der Aktion Dreikönigssingen wird eine Stiftung unterstützt, die sich dafür einsetzt, dass die Kinder weniger arbeiten müssen und zur Schule gehen können. Mit ihrer Hilfe konnte Nour, die seit ihrem sechsten Lebensjahr nur gearbeitet hat, wieder zur Schule gehen. Wenn sie groß ist, möchte sie Anwältin werden.</p><p>Dann legten die Kinder und Jugendlichen noch einmal ihre Sternsingergewänder an und setzten die goldenen Kronen auf. In einer Prozession zogen sie vorbei an der Residenz und um das Burkardushaus herum bis zum Kiliansdom. Dort blickten zwei Sternsinger stellvertretend darauf, was eigentlich das Schöne am Sternsingen ist – den Segen „an ganz viele Menschen verteilen“, Spenden sammeln, die Freude der Menschen sehen, die besucht wurden. Jesus habe den Menschen Hilfe, Trost und Aufmerksamkeit geschenkt. „Auch wir sollen Gottes Licht verbreiten“, schlossen die beiden Sternsinger: „Jeder von uns kann dieses Licht in sich tragen, immer und überall.“</p><p>Bischof Jung sprach mit den Jungen und Mädchen über das Evangelium von den Sterndeutern. Es endet mit dem Satz: „Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.“ Die Kinder wussten genau, warum die Heiligen Drei Könige das taten: „Weil sie es gesagt bekommen haben“ – „Weil Herodes Jesus töten wollte“, antworteten sie. Sie seien einen anderen Weg gegangen, um Jesus zu schützen, bestätigte der Bischof. „Immer wenn wir merken, dass wir Jesus vergessen, dass wir vielleicht etwas Dummes getan haben, dass wir gar keine Zeit mehr haben zum Beten, dann ist es wichtig, auf einem anderen Weg nach Hause zurückzukehren. Einem Weg, auf dem wir Jesus schützen als das Wichtigste in unserem Leben.“</p><p>Die Sterndeuter hätten den großen Umweg auch gemacht, um möglichst vielen Menschen von dem zu erzählen, was sie erlebt hatten, fuhr der Bischof fort. „Das habt Ihr auch gemacht. Ihr habt den Segen an die Türen geschrieben und in jedes Haus gebracht. Wir müssen den Menschen von dem erzählen, was uns erfüllt, und dass wir in Christus einen großen Schatz gefunden haben.“</p><p>Die drei Könige seien im Herzen ganz erfüllt gewesen von dem, was sie erlebt hatten. „Sie haben nicht nur andere beschenkt, sondern sind auch mit einer großen Dankbarkeit beschenkt worden“, schloss Bischof Jung. Auch auf das Kommen der Sternsingerinnen und Sternsinger hätten viele Menschen gewartet. „Ihr habt hoffentlich oft diese Dankbarkeit gespürt. Wer etwas Gutes tut, erfährt oftmals, dass er mehr bekommt, als er gegeben hat.“</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(0426/0084; E-Mail voraus)<br />&nbsp;</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Ministranten</category></item></channel></rss>