Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Ritaschwestern

(POW) Vom 22. Mai bis 3. Juni 2006 findet das 9. Generalkapitel der Bischöflichen Kongregation der Ritaschwestern in Würzburg statt. Die augustinische Frauengemeinschaft wurde im Jahr 1911 von Augustinerpater Hugolinus Dach gegründet und ist dem Augustinerorden angegliedert. Das Mutterhaus der Kongregation befindet sich im Würzburger Stadtteil Sanderau. Generaloberin ist seit 1994 Schwester M. Dolores Schneider, die ihr Amt beim diesjährigen Generalkapitel abgibt. Derzeit gehören 120 Schwestern zur Ordensgemeinschaft. Niederlassungen gibt es in Würzburg, Walldürn, Messelhausen, Falkenberg, Geldersheim, Lüdenscheid, Rothenbuch, Luzern in der Schweiz und Racine/WI in den USA.

Augustinerpater Dach sah am Beginn des 20. Jahrhunderts die Not vieler Familien – beispielsweise bei Erkrankung der Mutter – und suchte Frauen, die während dieser Zeit den Haushalt weiterführten und die Kinder versorgten. Der Gründungsauftrag von 1911 lautete: „Hilfe für Familien in Notsituationen durch Familienpflegerinnen“. 2000 wurde er aktualisiert. Das Generalkapitel legte fest, dass „geistlich-soziale Familienhilfe“ neben der ursprünglichen Familienpflege religiöse Bildungsangebote und seelsorgerische Begleitung umfasst. Generationen übergreifende Arbeit, die „Zusammenführung von Klein und Groß, Jung und Alt“, ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Ritaschwestern.

Die Patronin der Kongregation, die heilige Rita von Cascia, wurde im 14. Jahrhundert in einem italienischen Bergdorf geboren. Schon früh erkannte sie ihre christliche Überzeugung und den Wunsch, in das Augustinerkloster in Cascia einzutreten. Da sie als einziges Kind zur Alterssicherung ihrer Eltern der Heirat mit einem Soldaten zustimmte, konnte sie sich erst nach schweren Schicksalsschlägen – ihr Ehemann wurde ermordet und ihre Söhne starben an der Pest – ihren ursprünglichen Wunsch erfüllen. Im Kloster kümmerte sie sich vor allem um Kranke und ihre Familien.

Bei einer augustinischen Gemeinschaft steht das gemeinsame Leben im Mittelpunkt: In kleineren oder größeren Niederlassungen wohnen und beten die Ritaschwestern zusammen, erfüllen gemeinsam ihren Auftrag der „geistlich-sozialen Familienhilfe“ und teilen miteinander den Ertrag ihrer Arbeit. Derzeit betreuen sie zusammen mit zahlreichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen rund ums Mutterhaus in Würzburg eine Kinderkrippe, einen Kindergarten, eine Kindertagesstätte, das Alten- und Pflegeheim Haus Clara und das Ritawerk. Außerdem sind sie Einsatzstelle der Familienpflegestation mit 20 Pflegerinnen, haben ein umfangreiches spirituelles Jahresangebot und versenden zwei Mal im Jahr das Informationsblatt „Lebenszeichen“. 2002 eröffnete die Gemeinschaft das „Café Frederick“, eine Generationen übergreifende Begegnungsstätte im Mutterhaus. Die Stiftung „SOS Familie“ der Ritaschwestern wurde im Jahr 2005 gegründet und soll die Arbeit in den Familien unterstützen. Im März 2006 musste die Fachschule für Familienpflege nach 40 Jahren geschlossen werden. Trotz fehlenden Nachwuchses und dem Rückzug aus verschiedenen Einrichtungen und Orten nehmen die Ritaschwestern immer wieder neue Herausforderungen an: In jüngster Zeit haben sie neue Niederlassungen im Würzburger Bischofshaus und im Exerzitienhaus Himmelspforten errichtet.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ritaschwestern.de und www.sos-familie.de.

(1906/0679)

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung