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Über Jahrzehnte die Domschule geprägt

Domkapitular em. Prälat Josef Pretscher im Alter von 78 Jahren in Würzburg gestorben – Von 1974 bis 1998 Leiter der Hauptabteilung Außerschulische Bildung – Requiem am Dienstag, 5. Dezember, im Kiliansdom

Würzburg/Ochsenfurt (POW) Von den großen Aufgaben in der Diözesanleitung hatte er sich in den vergangenen Jahren zurückgezogen. Als Ruheständler las er vor allem theologische Werke, hörte gerne Musik und werkelte in seinem Garten in der Heimatstadt Ochsenfurt. Gottesdienst feierte er täglich im Elisabethenheim in Würzburg und half an den Hochfesten im Ochsenfurter Gau aus. Am Mittwochmorgen, 29. November, ist der emeritierte Domkapitular und langjährige Leiter der Katholischen Akademie Domschule Würzburg, Prälat Josef Pretscher, im Alter von 78 Jahren in Würzburg gestorben.

Pretscher wurde am 14. April 1928 in Ochsenfurt geboren. Nach der Priesterweihe am 22. Juli 1951 war er zunächst Kaplan in Lohr am Main. 1953 ging er als Präfekt an das Kilianeum Miltenberg, 1957 wurde er Benefiziat und Religionslehrer in Karlstadt. Seine Laufbahn führte ihn ab 1959 als Studienrat an das Deutsche Gymnasium in Würzburg, das spätere Grünewald-Gymnasium, wo er 1964 Studienprofessor und 1966 Oberstudienrat wurde. 1968 wurde er auf Bitten des damaligen Leiters der Würzburger Domschule, Professor Dr. Fritz Hofmann, vom Staat beurlaubt, um ganz in der Katholischen Akademie tätig zu sein. Bereits vorher hatte er dort mitgearbeitet. Von 1972 bis 1999 leitete Pretscher die Akademie. Von 1974 bis 1998 war er gleichzeitig Leiter der Hauptabteilung Außerschulische Bildung des Bischöflichen Ordinariats und von 1981 bis 1998 Mitglied des Domkapitels zu Würzburg. 1989 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Päpstlichen Ehrenprälaten. 2001 wurde Pretscher mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt und erhielt für seine Pionierarbeit das „Dankeszeichen“ der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KLE).

Pretscher prägte über Jahrzehnte besonders die Katholische Akademie Domschule. Vieles entwickelte und inspirierte er als Experte für Erwachsenenbildung und für die Fortbildung von Seelsorgern und Laien. Unter Pretschers Regie war Würzburg 1978 die erste deutsche Diözese, die Wortgottesdienstleiter ausbildete. Die beginnende Notsituation angesichts des Priestermangels, aber gleichzeitig auch die stärkere Einbindung der Laien infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils waren Gründe für diesen Schritt. Damals sei man sich der Gefahr bewusst gewesen, „auf Halde“ auszubilden, erzählte Pretscher vor kurzem. Heute zeige sich, dass diese engagierten Laien in den Gemeinden gebraucht würden. Ebenfalls auf Pretschers Anregung zurück geht die Einführung der Ständigen Diakone im Bistum Würzburg. Als die Deutsche Bischofskonferenz die Katholische Akademie Domschule Würzburg beauftragte, den Theologischen Fernkurs zu entwickeln, arbeitete Pretscher federführend mit.

Bei allem war Pretscher wichtig, dem Christen zur Mündigkeit zu verhelfen. „Ein Christ ist nicht nur ein zu belehrendes Organ, sondern einer, der mitredet“, lautete sein Fazit aus den Veränderungen in der Erwachsenenbildung seit dem Konzil. Pretscher wollte den Laienchristen stets Mut machen, im Gespräch offen die eigene Meinung zu vertreten. Bis zuletzt lebte er dies selbst vor: „Ich rede den Leuten nicht nach dem Mund, nur weil es ihnen gefällt.“

Das Requiem für den Verstorbenen wird am Dienstag, 5. Dezember, um 10 Uhr im Würzburger Kiliansdom gefeiert. Die Beisetzung im Kreuzgang schließt sich an. Am Montag, 4. Dezember, ist der Sarg mit dem Leichnam des Verstorbenen ab 8.15 Uhr in der Schönbornkapelle des Doms aufgebahrt. Um 18.15 Uhr wird der Rosenkranz in der Schönbornkapelle gebetet. Am Donnerstag, 7. Dezember, findet um 18 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Andreas in Ochsenfurt ein weiteres Requiem statt.

(4806/1717; E-Mail voraus)

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