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Mehr als nur ein Anbieter sozialer Dienste

Diözesan-Caritasverband startet mit Gottesdienst ins 90. Jubiläumsjahr

Würzburg (POW) Am 23. März 1920 gründeten Hofrat Bürgermeister a. D. Bernhard Brand und Dompfarrer Dr. Alfred Winterstein den Caritasverband für die Diözese Würzburg. Aus diesem Anlass hat – genau 90 Jahre später – der Diözesan-Caritasverband seine Mitarbeiter zu einem Gottesdienst und einem anschließenden Weißwurstfrühstück eingeladen.

Die Gründung fiel in eine Zeit, in der überall im Deutschen Reich Diözesen Caritasverbände ins Leben riefen, um die soziale Arbeit für Menschen in Not besser organisieren zu können. Aus den bescheidenen Anfängen ist ein Verband gewachsen, dem über 900 Einrichtungen mit über 13.000 hauptamtlich Beschäftigten angehören. Bundesweit arbeiten über eine halbe Million Menschen unter dem Dach der Caritas. Weltweit ist die katholische Organisation inzwischen in fast allen Staaten vertreten.

„Im Dienst der ‚caritas‘“ lautete die Einladung zum Festgottesdienst in der Kirche des Ursulinenklosters. Ordinariatsrat Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, wies in seiner Predigt darauf hin, dass es um den Dienst der „caritas“ als der Liebe Gottes gehe, die Jesus deutlich gemacht habe und die weiterzugeben Auftrag aller Christen sei. Caritas müsse deshalb mehr sein als einer unter vielen Anbietern auf dem sozialen Markt. Beim caritativen Dienst gehe es um ein sehr persönliches Geschehen, sagte Bieber mit Blick auf die 2010 erschienene Schrift der deutschen Bischöfe „Berufen zur caritas“.

Jesus habe die Menschen seiner Zeit mit seinem Einsatz für den behinderten Mann im wahrsten Sinne des Wortes provoziert. Das gelte es immer wieder von Jesus zu lernen, betonte Bieber. Dann werde deutlich, warum Caritas nach wie vor wichtig sei und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zeugnis geben von der Liebe und Menschenfreundlichkeit Jesu. „Es wird kein Mensch an die Botschaft vom Heil und vom Heiland glauben, solange wir uns nicht blutig geschunden haben im Dienst der physisch, psychisch, sozial, wirtschaftlich, sittlich oder sonstwie kranken Menschen“, zitierte Bieber den Jesuitenpater Alfred Delp, der am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee von den Nazis umgebracht wurde.

Als Geburtstagsgeschenk für die Seele schenkte Bieber allen Mitarbeitern eine Bildkarte mit einer Darstellung des heiligen Vinzenz von Paul, dem Patron der Caritas. Zum kulinarischen Geburtstagsgeschenk lud anschließend Caritasdirektor Martin Pfriem ein. Bevor die Weißwürste und der Leberkäs freigegeben wurde, skizzierte er einen kurzen chronologischen Rückblick vom ersten Caritasdirektor Benedikt Eichhorn bis hin zur heutigen Zeit. Unter all den Caritasdirektoren und Vorsitzenden – viele von ihnen charismatische Persönlichkeiten – steche in Person von Brunhilde Schmitt eine Frau besonders hervor, sagte Pfriem. Die resolute Sekretärin habe den Verband von 1923 bis 1945 maßgeblich geprägt und ihn nach dem Krieg mit Monsignore Robert Kümmert wieder ins Leben gerufen. Mit einem Zitat aus der Bischofsschrift „Berufen zur caritas“, die sich an alle caritativ Engagierten im Raum der katholischen Kirche richtet, eröffnete Pfriem die Tafel: „Ihnen gilt es von Herzen für ihr Engagement zu danken und sie für ihr zukünftiges Engagement zu stärken.“

Die offizielle Jubiläumsfeier mit vielen Festgästen findet am Donnerstag, 23. September, im Rahmen des Vinzenztages im Sankt Josef-Stift in Eisingen statt.

(1310/0417; E-Mail voraus)

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