Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Wandernagelkreuz geht in die Sanderau

Mehrere Gedenkveranstaltungen am Jahrestag der Zerstörung Würzburgs – Gebet in der Marienkapelle – Konzert in der Augustinerkirche

Würzburg (POW) Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Würzburgs Innenstadt bei einem Luftangriff zu 90 Prozent zerstört, über 5000 Menschen kamen ums Leben. Der Bombenangriff jährt sich am Freitag, 16. März, zum 67. Mal. Verschiedene Veranstaltungen der Stadt und der Kirchen erinnern am Jahrestag an dieses Ereignis. Unter anderem wird das Wandernagelkreuz in den Stadtteil Sanderau gebracht.

Der „Weg der Versöhnung“ wird beschritten, wenn das Nagelzentrum Würzburg das Würzburger Wandernagelkreuz vom Hauptfriedhof über sechs Stationen in die Sanderau bringt. Beginn ist um 10 Uhr an der Gedenkstätte 16. März 1945 auf dem Hauptfriedhof, wo unter dem Titel „Versöhnung über den Gräbern“ der Toten gedacht wird und Oberbürgermeister Georg Rosenthal einen Kranz niederlegt. Station zwei, „Miteinander. Versöhnung. Leben“, ist um 10.20 Uhr die Versöhnungsglocke auf dem Hauptfriedhof, wo das Wandernagelkreuz an die Generaloberin der Ritaschwestern, Schwester Rita-Maria Käß, für den Stadtteil Sanderau weitergegeben wird. Um 10.45 Uhr fahren kostenlose Busse vom Hauptfriedhof nach Sankt Adalbero, der dritten Station. Dort wird um 11 Uhr unter dem Titel „Erinnern. Leben“ an die Toten des Angriffs gedacht, die damals in der unzerstörten Marienkapelle aufgebahrt wurden. Station vier „Internationalität. Leben“ ist um 11.30 Uhr das Haus der Claretiner in der Wölffelstraße 13. Dort leben Missionare aus drei Kontinenten, was die Vielfalt der Nationen veranschaulichen soll. Um 12 Uhr erinnert Station fünf „Generationen. Leben“ bei den Ritaschwestern in der Friedrich-Spee-Straße 32 an die Gemeinschaft. Der „Weg der Versöhnung“ endet um 12.20 Uhr mit Station sechs, „Miteinander. Ehrlichkeit. Leben“, in der Kapelle der Ritaschwestern. Dort gibt es eine Andacht und ein Versöhnungsgebet mit der evangelischen Gemeinde Gnadenkirche. Anschließend laden die Ritaschwestern zu einem kleinen Imbiss.

Darüber hinaus gibt es weitere Gedenkveranstaltungen: In der Marienkapelle am Markt wird um 13 Uhr für Frieden und Versöhnung gebetet. Um 19.30 Uhr findet das Gedenken der Stadt zum 16. März 1945 in der Augustinerkirche statt. Der Vocal- und Performancekünstler Christian Wolz gestaltet das Gedenken unter dem Titel „Emotion 15“, indem er in 15 Sequenzen über 15 Gefühle singt, schlägt, jubiliert, haucht, flüstert, vibriert und schreit. Ab 21.15 Uhr bis Mitternacht hat schließlich die Marienkapelle am Markt zum stillen Gedenken und Gebet geöffnet. Um 21.20 Uhr läuten die Glocken der Innenstadtkirchen, um an den Zeitpunkt des Bombenangriffs zu erinnern. In der Marienkapelle befindet sich auch das Nagelkreuz aus Coventry. Es wurde aus drei Nägeln gefertigt, die unter der von deutschen Bomben am 14. November 1940 zerstörten Kathedrale von Coventry in England gefunden wurden.

Bereits am Sonntag, 11. März, lädt das Museum am Dom in Kooperation mit dem Mainfranken Theater Würzburg unter dem Titel „Wegmarke ‚Die Jünger Jesu‘“ zur Rezitation des Romans „Die Jünger Jesu“ und kunsthistorischen Betrachtung ein. Beginn ist um 19.30 Uhr im Museum am Dom.

(1012/0273; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung