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Bischof kritisiert unfaire Sozialversicherungsabgaben

Bischof Hofmann unterstützt Kampagne des Familienbunds der Katholiken – Auf www.elternklagen.de gibt es Musterschreiben zum Download – Familienbund-Vorsitzender Kroschewski: Familien werden doppelt zur Kasse gebeten

Würzburg (POW) Für mehr Wertschätzung der Familien und eine Entlastung der Eltern bei den Sozialversicherungsabgaben macht sich Bischof Dr. Friedhelm Hofmann stark. „Es ist unfair, dass gerade diejenigen, die durch ihre Kinder viel einsetzen für den Erhalt der Sozialsysteme und der Gesellschaft, bei den Sozialversicherungsabgaben ungerecht behandelt werden.“

Am Stand des Familienbundes der Katholiken (FDK) im Bistum Würzburg beim Internationalen Familiensonntag hatte Diözesanvorsitzender Michael Kroschewski dem Bischof die aktuelle Kampagne des FDK vorgestellt. Diese ermuntert Familien, mit Hilfe vorformulierter Musterschreiben bei der Krankenkasse gegen die Höhe des Sozialversicherungsbeitrags Einspruch einzulegen und so für die Umsetzung eines Verfassungsgerichtsurteils von 2001 zu streiten. „Es wurde damals von den Verfassungsrichtern moniert, dass es – anders als bei der Steuer – bei den Sozialversicherungsabgaben und insbesondere bei den Rentenbeiträgen keinen Kinderfreibetrag gibt. Insofern zahlen Eltern doppelt: einmal durch die höhere Belastung und dann durch die Kinder, die selbst später wieder in die Rentenkasse einzahlen“, sagte Kroschewski.

Er erläuterte Bischof Hofmann den „horizontalen Vergleich“, mit dem verschiedene Familienformen mit gleichem Einkommen verglichen werden: So hat laut Tabelle des FDK ein kinderloses, verheiratetes Paar mit 30.000 Euro Bruttoeinkommen pro Jahr nach Abzug aller Steuern und Sozialversicherungsabgaben knapp 22.500 Euro übrig – und damit 5700 Euro mehr als das steuerfreie Existenzminimum für zwei Erwachsene.

Hat dieses Paar aber zum Beispiel drei Kinder, so „bleiben“ zwar gut 29.000 Euro netto, da das Kindergeld für drei Kinder hinzuzurechnen ist. Aber es sei auch zu berücksichtigen, dass dann fünf Menschen von diesem Geld leben müssen – und das bedeutet, dass diese Familie 8500 Euro weniger zur Verfügung hat als das steuerfreie Existenzminimum für zwei Erwachsene und drei Kinder ausmachen würde, betonte Kroschewski. „Insofern ist es kein Wunder, dass in dem reichen Deutschland immer weniger Menschen sich für mehrere Kinder entscheiden – ist doch der Kinderreichtum das Armutsrisiko Nummer eins in Deutschland.“

Bischof Hofmann dankte dem Familienbund für das politische Engagement. Aufmerksam lauschte er am Stand des FDK den Berichten von zwei Familienvätern, die dem Aufruf des Familienbundes zum Einspruch gegen die ungerechten Sozialversicherungsabgaben auf der Website www.elternklagen.de gefolgt waren und diesen mittels dort herunterladbarer Musterbriefe eingereicht hatten. Vielfach seien diese seitens der Krankenkassen, an die der Widerspruch jeweils gerichtet werden muss, mit Schwierigkeiten konfrontiert worden. „Es ist gut, wenn sich die Familien wehren und für Wertschätzung ihrer gesellschaftlichen Aufgabe streiten“, ermunterte der Bischof die beiden.

mh (POW)

(3015/0723; E-Mail voraus)

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