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Dr. Jürgen Vorndran neuer Domkapitular

Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ernennt Dompfarrer zum Domkapitular – Einführung von Domdekan Putz und Domkapitular Vorndran am 10. November

Würzburg (POW) Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Dr. Jürgen Vorndran (42), Pfarrer der Dompfarrei Sankt Kilian sowie der Pfarreien Neumünster, Sankt Peter und Paul und der Hofpfarrei in Würzburg, nach Anhörung des Domkapitels mit Wirkung vom 1. November 2009 zum Domkapitular an der Kathedralkirche zu Würzburg ernannt. Das gab der Bischof am Mittwoch, 7. Oktober, bei der Herbstkonferenz der Dekane in Würzburg bekannt. Die Neubesetzung war nötig geworden, nachdem Domdekan Prälat Kurt Witzel (71) altersbedingt zum 31. Oktober 2009 aus dem Domkapitel ausscheidet und Domkapitular Monsignore Günter Putz zum 1. November 2009 Domdekan wird. Die Einführung des neuen Domdekans Putz sowie die Einweisung und Aufnahme von Vorndran in das Domkapitel erfolgt am Dienstag, 10. November, zunächst im Bischofshaus und dann um 9 Uhr bei einem Gottesdienst im Kiliansdom.

Vorndran wurde 1967 in Bad Neustadt/Saale geboren. Nach dem Abitur am Rhön-Gymnasium trat er 1986 ins Würzburger Priesterseminar ein und wechselte 1988 ans Collegium Germanicum in Rom. Theologie studierte er in Würzburg, Rom, München und Münster. Der Erzbischof von München und Freising, Friedrich Kardinal Wetter, weihte ihn am 10. Oktober 1993 in der römischen Kirche des heiligen Ignatius von Loyola zum Priester. Danach absolvierte Vorndran am Bibelinstitut in Rom ein Lizentiatstudium in Bibelwissenschaften. 1996 kehrte er ins Bistum Würzburg zurück und wurde Kaplan in Untersteinbach mit Prölsdorf, Theinheim, Fabrikschleichach und Geusfeld im Steigerwald. Zum 1. Oktober 1998 wurde er Pfarradministrator der Stiftspfarrei Sankt Peter und Alexander in Aschaffenburg mit teilweiser Freistellung zur Promotion. Nach Abschluss der Zweiten Dienstprüfung erfolgte 1999 die Ernennung zum Pfarrer. 2001 schloss Vorndran seine Promotion an der Universität Münster ab mit einer intertextuellen Analyse zu Psalm 86 im Kontext der Bücher Exodus und Jesaja.

Im Jahr 2000 übernahm Vorndran auch das Amt des stellvertretenden Dekans. Von 2001 bis 2005 war er außerdem Priesterlicher Moderator der Pfarrei Sankt Peter und Paul in Aschaffenburg-Obernau und wurde Seelsorger für italienisch sprechende Katholiken am Untermain. Von 2005 bis 2008 war Vorndran Dekan des Dekanats Aschaffenburg-Stadt. Die Muttergottespfarrei übernahm er zusätzlich zum 1. Oktober 2005. Ab Pfingstmontag 2006 leitete er die neu errichtete Pfarreiengemeinschaft „Sankt Martin Innenstadt“ in Aschaffenburg, zu der die Pfarreien Sankt Peter und Alexander, Zu Unserer Lieben Frau und Sankt Agatha sowie die Wallfahrtskirche Sandkirche als geistliches Zentrum der Citypastoral gehören. Vorndran ist seit 2002 auch Mitglied im Diözesansteuerausschuss. Im Jahr 2002 war er Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Aschaffenburg und wurde 2004 deren Erster Vorsitzender. Bereits 1999 übernahm Vorndran die Aufgabe des Ökumenebeauftragten für das Dekanat Aschaffenburg-Stadt und wurde von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele im Jahr 2003 in die Ökumene-Kommission der Diözese Würzburg berufen. Zum 1. Dezember 2008 ernannte ihn Bischof Hofmann zum Pfarrer am Kiliansdom zu Würzburg sowie zum Pfarrer der Pfarreien Neumünster, Sankt Peter und Paul und der Hofpfarrei. Seit 1. Januar 2009 ist Vorndran auch Ordinariatsrat.

Stichwort: Domkapitular

Bei der jüngsten Neubesetzung im Würzburger Domkapitel hat Bischof Dr. Friedhelm Hofmann den neuen Domkapitular ernannt. Im Wechsel geschieht die Besetzung der Kanonikate, der Sitze im Domkapitel, an der Würzburger Kathedralkirche mittels freier Übertragung durch den Bischof von Würzburg nach Anhörung des Domkapitels oder durch Wahl des Domkapitels mit Bestätigung des Bischofs. Für die Aufgabe eines Domkapitulars geeignet ist nach dem Kirchenrecht nur ein Priester, der sich durch Rechtgläubigkeit und unbescholtenen Lebenswandel auszeichnet und seinen Dienst in lobenswerter Weise ausgeübt hat. Das Domkapitel hat die Aufgabe, an den feierlichen Gottesdiensten im Dom zu Würzburg mitzuwirken, sowie nach Maßgabe des Rechts in der Verwaltung der Diözese Würzburg Leitungsaufgaben zu übernehmen. Vorsitzender des Domkapitels ist der Dompropst. Nachdem der Bischof den neuen Domkapitular ernannt oder seine Wahl bestätigt und ihn in die Kapitelsstelle eingewiesen hat, nimmt ihn der Dompropst in das Domkapitel auf. Danach erhält der neue Domkapitular seinen Platz im Chorgestühl des Kiliansdomes. Jeder Domkapitular fungiert als Rat des Bischofs und hat Sitz und Stimme in der Ordinariatssitzung, im Allgemeinen Geistlichen Rat. Weiterhin ist das Domkapitel das Konsultorenkollegium der Diözese und deshalb insbesondere an der Verwaltung des Diözesanvermögens beteiligt. Bei Erledigung des Bischöflichen Stuhls übermitteln die Mitglieder des Domkapitels dem Heiligen Stuhl unmittelbar eine Liste von Priestern, die für das bischöfliche Amt würdig und für die Leitung der Diözese geeignet sind, und wählen einen Diözesanadministrator. In ihrer Kleidung heben sich Domkapitulare von anderen Priestern ab. Die Domherrenkleidung besteht aus Talar und Zingulum, Rochett, Mozetta und Birett sowie dem Domkapitelszeichen. Dieses ist ein goldenes Kreuz, das auf der einen Seite das Bildnis des heiligen Kilian, auf der anderen Seite das Bildnis des heiligen Andreas zeigt. Es bleibt Eigentum des Domkapitels und geht nach dem Tod des Domkapitulars wieder an das Domkapitel zurück. In Würzburg besteht das Domkapitel aus Dompropst, Domdekan und acht Kanonikern. Dompropst ist Weihbischof Ulrich Boom und Domdekan ab 1. November 2009 Monsignore Günter Putz. Domkapitulare sind Dr. Jürgen Lenssen, Monsignore Dr. Heinz Geist, Prälat Dr. Karl Hillenbrand, Monsignore Hans Herderich, Dr. Helmut Gabel, Dr. Stefan Rambacher, Dietrich Seidel und nach seiner Einweisung und Aufnahme Dr. Jürgen Vorndran.

(4109/1163; E-Mail voraus)

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