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„Bleiben Sie jung in Ihrem Dienst“

Diakonenweihe von Marcel Holzheimer in der Augustinerkirche – Gottesdienst mit Bischof Dr. Franz Jung

Würzburg (POW) Die Wege der Menschen mitgehen und gemeinsam mit ihnen die Tiefe des Wortes Gottes ausloten: Das gehört nach den Worten von Bischof Dr. Franz Jung zu den Aufgaben eines Diakons. Unter Handauflegung und Gebet spendete der Bischof am Samstag, 30. Juni, in der Würzburger Augustinerkirche Augustinerbruder Marcel Holzheimer, der auf dem Weg zur Priesterweihe ist, die Diakonenweihe.

In seiner Predigt nahm Bischof Jung Bezug auf die vier Lesungen zur Diakonenweihe. „Ich kann nicht reden, ich bin doch noch so jung.“ Mit diesen Worten wolle Jeremia die Berufung zum Propheten abwehren. Es sei verständlich, dass Jeremia sich dieser Aufgabe nicht gewachsen fühle, so der Bischof weiter. „Wann aber ist man dem gewachsen? Wann ist die Zeit reif?“ Unabhängig vom Lebensalter aber werde deutlich, so Bischof Jung, dass derjenige, der das Wort Gottes verkündet, jung bleibe. „Denn es ist dieses Wort, in dem die Welt erschaffen wurde und das alles erneuert und am Leben erhält. Dieses Wort hält uns jung. Und das wünsche ich Ihnen, dass Sie in Ihrem Dienst jung bleiben.“

Der Diakon sei der Diener an der Eucharistie, fuhr der Bischof fort. Er bat Holzheimer darum, kein „liturgischer“ Diakon zu werden, dem es nur darum gehe, in der Liturgie vorne zu stehen. „Gehen Sie die Trauerwege der Menschen mit. Teilen Sie mit ihnen ihre Niederlagen und ihren Schmerz, das viele Unerlöste und Ungelöste, das Zerbrochene und das Dunkle. Gehen Sie diese Wege mit wie dieser unbekannte Begleiter“, knüpfte der Bischof an die Geschichte von den Emmausjüngern an. Wenn der Zeitpunkt reif sei, könne Holzheimer Zeugnis geben von der Hoffnung, die ihn erfüllt. Dazu bedürfe es eines brennenden Herzens, so wie auch der Ordensgründer Augustinus immer mit dem brennenden Herzen dargestellt werde, sagte Bischof Jung. „Nur der, dessen Herz für den Herrn brennt, kann auch in anderen Herzen das Feuer der Liebe Christi entzünden.“

Der Diakon sei der Diener am Wort Gottes, so Bischof Jung weiter. Die Apostelgeschichte von der Taufe des Äthiopiers zeige, wie wichtig es sei, gemeinsam die Tiefen des Wortes Gottes auszuloten. „Haben Sie einen wachen Blick wie dieser Philippus dafür, wo Menschen nach dem Wort fragen wie der Kämmerer der Kandake. Tauschen Sie sich mit diesen Menschen aus“, ermunterte der Bischof. Es sei ein Zeichen der Demut, voneinander zu lernen und miteinander „den unergründlichen Reichtum Christi zu teilen“. So viele Leser, wie das Wort habe, so viele persönliche Lesarten werde es geben. So werde dann auch die Verkündigung lebensnah, rege an und lade ein zur wirklichen Nachahmung.

Die verbindende Klammer zwischen den Lesungen sei die Stadt Jerusalem, schloss Bischof Jung. Jeremia habe um ihren Untergang getrauert, die Emmaus-Jünger seien nach der Zerstreuung in sie zurückgekehrt und die Apostelgeschichte unterstreiche, dass alle Mission von Jerusalem ausgehe. „Es ist die Vision einer geeinten und in Gott versöhnten Menschheit, die heilige Stadt, die in Frieden lebt, weil der Herr alles in allen und in allem ist“, betonte der Bischof. Keiner habe so oft und so eindrücklich von dieser Stadt als dem Inbegriff christlicher Hoffnung gehandelt wie der heilige Augustinus. „Werden Sie als Diakon ein Diener dieses neuen Jerusalem. Denn es ist unser Hoffnungsanker im Himmel, die Sehnsucht und das Ziel hinter all unserem Tun, die Sehnsucht der Kirche als Angeld der erlösten Menschheit, eine Sehnsucht, die mit dem Aufschub immer nur noch mehr wächst.“

Zu Beginn der Weihe wurde der Kandidat aufgerufen. Er versprach, sein Leben an Jesus Christus auszurichten und ihm besonders in Armen, Kranken, Heimatlosen, Notleidenden und allen Ausgegrenzten zu dienen. Dem Bischof und dem Ordensoberen gelobte er Gehorsam. Zudem bestätigte Holzheimer seine Bereitschaft, zölibatär zu leben, die er bereits als Mönch erklärt hatte. Während der Anrufung der Heiligen lag er als Zeichen der Hingabe an Christus ausgestreckt auf dem Boden. Danach legte ihm Bischof Jung schweigend die Hände auf und sprach das Weihegebet. Nach der Weihe bekam Holzheimer das Evangelienbuch überreicht. Anschließend umarmte der Bischof den Neugeweihten als Zeichen der brüderlichen Verbundenheit.

(2718/0667; E-Mail voraus)

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