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„Der Volkersberg ist Heimat für viele Menschen“

Klostergebäude Volkersberg in nur 14 Wochen grundsaniert – Domkapitular Warmuth segnet renovierten Klosterbau – Bistum investiert eine Million Euro

Bad Brückenau (POW) Domkapitular Christoph Warmuth, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, hat am Mittwoch, 12. September, die Räume des grundsanierten Klosterbaus auf dem Volkersberg gesegnet. Neben den renovierten Räumlichkeiten segnete er auch die Menschen, die als Gäste hier sind, sowie die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter. Der Volkersberg strahle in den ganzen Landkreis hinein, sagte Landrat Thomas Bold. Er sei eine hervorragende Lösung für ein Kloster, das von den Franziskanermönchen aufgegeben werden musste. Als spirituelles Zentrum für den ganzen Landkreis und darüber hinaus werde er gesehen. Zahlreiche ranghohe Gäste aus Kirche und Politik nahmen an der Segnung teil.

Klaus Hofmann, Rektor des Hauses Volkersberg, ließ die Geschichte des Klosterbaus Revue passieren. Anfang der 1970er Jahre sei auf den Fundamenten des Klosters das Jugendhaus Volkersberg errichtet worden. Seither diene es jungen Menschen als Ort der „Selbstfindung und Sinnsuche“. Die Mehrheit der Zimmer habe zu diesem Zeitpunkt den gleichen Zuschnitt wie schon zur Zeit der Klostergründung gehabt. Als Ende der 1990er Jahre nahezu alle Gebäude auf dem Volkersberg renoviert wurden, sei das ehemalige Kloster aus finanziellen Gründen nicht berücksichtigt worden, erzählte Hofmann. Doch dies wurde von Mai bis August 2018 nachgeholt. Rund eine Million Euro investierte das Bistum hierfür. „Ohne die beteiligten Firmen hätten wir das nicht geschafft“, betonte Hofmann. Hier sei es von Bedeutung gewesen, ausschließlich regional ansässige kleine Handwerksbetriebe, die „Hand in Hand mit unserer Region“ arbeiten, beauftragt zu haben. Die Sanierung wurde in nur 14 Wochen vollendet. Die Zeit war knapp, denn die ersten Gäste, 400 Konfirmanden aus Frankfurt, waren bereits angekündigt. Dass um 10 Uhr die Zimmer bezugsfertig wurden, zwei Stunden für die Reinigung verblieben und um 12 Uhr die ersten Gäste einzogen, zeige, wie „Spitz auf Knopf alles fertig wurde“.

Die Sanitäranlagen wurden erneuert, ebenso die Duschen im zweiten Stock. Die Zimmer wurden neu ausgestattet und die Fußböden ausgetauscht. Auch das Problem des zuvor schlechten Raumklimas wurde durch neue Be- und Entlüftungsanlagen gelöst. Die Sanierung des Klosters barg auch einige Herausforderungen. „Alte Gemäuer haben es immer in sich und halten so einige Überraschungen bereit – so auch bei dieser Renovierung des historischen Klosterbaus“, sagte Architekt Stefan Richter, der schon seit 1996 mit dem Volksberg zusammenarbeitet.

Im vergangenen Jahr gab es im Haus Volkersberg rund 33.500 Übernachtungen und 5000 Tagungsgäste, erzählte Ralf Sauer, stellvertretender Leiter der Jugendbildungsstätte Volkersberg. Dies stelle fast die Hälfte der Übernachtungen der ganzen Stadt dar, betonte Brigitte Meyerdierks, Bürgermeisterin von Bad Brückenau. Sie sei stolz auf den Volkersberg und dass er zu Bad Brückenau gehört. Auch die Kirche habe auf dem Volkersberg ihren Platz „schon immer, aber gerade auch in der aktuellen Zeit“.

Einen besonderen Dank sprach Pastoralreferent Bernhard Lutz, Leiter des Bereichs Jugendseelsorge der Diözese Würzburg, aus. Die Renovierung des Klosterbaus sei ein deutliches „Ja“ für die Jugendarbeit im Bistum und somit die Zukunft der Kirche. „Junge Menschen brauchen Räume – Räume, die mit Leben gefüllt werden wollen, mit Leben, das die Menschen auch berührt.“ Der Volkersberg biete jungen Menschen die Freiräume und die Möglichkeit, ein Stück Himmel zu finden, betonte Domkapitular Warmuth. „Hier können sich Menschen darüber Gedanken machen, wer sie im Leben trägt – und dies auch spüren.“ Der Volkersberg sei Heimat für viele Menschen aus nah und fern. Die Arbeit dort sei die „gelungene Fortsetzung der Franziskaner und der Missionsdominikanerinnen“.

Zum Abschluss der Veranstaltung führte Diakon i. R. Wilfried Beck, pensionierter Grundschuldirektor und in jungen Jahren Franziskaner-Novize am Volkersberg, durch das renovierte Kloster. Er zeigte unter anderem die Fenster der alten franziskanischen Krankenstation. Da die Fenster vom Zimmer auf den Altar schauen ließen, konnten die Kranken der heiligen Messe beiwohnen. Heute ist das Zimmer ein normales Gästezimmer.

(3818/0921; E-Mail voraus)

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