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Keine zureichenden Anhaltspunkte

Missbrauchsbeauftragter Professor Dr. Klaus Laubenthal stellt Verfahren gegen Priester ein – Diözese: Keine Grundlage, Priester in Tätigkeiten einzuschränken

Würzburg (POW) Professor Dr. Klaus Laubenthal, Missbrauchsbeauftragter der Diözese Würzburg, hat das Verfahren gegen einen Priester der Diözese Würzburg eingestellt. Das teilte er Bischof Dr. Friedhelm Hofmann in einem Schreiben mit. Seit April 2016 hatte Laubenthal einen weiteren „Vorwurf des sexuellen Missbrauchs oder einer Übergriffigkeit“ bezogen auf den Priester untersucht. Bereits 2014/15 war ein erster Vorwurf gegen den Priester mit einer kirchenrechtlichen Voruntersuchung geprüft worden. Diese hatte zum Ergebnis, „dass der Vorwurf eines sexuellen Missbrauchs gegen (...) begründet nicht aufrechterhalten werden kann“. Die Kongregation für die Glaubenslehre in Rom hatte nach umfassender Prüfung dieses Ergebnisses mitgeteilt, dass das Verfahren einzustellen sei. Die Staatsanwaltschaft hatte 2016 das Verfahren wegen prozessualer Verfolgungsverjährung eingestellt. Für die Diözese Würzburg bedeuten beide Ergebnisse, dass gegen den Ruhestandspriester keinerlei Vorwürfe aufrechterhalten werden können. Damit ist keine Grundlage gegeben, den Priester in seinen Tätigkeiten einzuschränken.

Laubenthal wurden am 13. April 2016 im Auftrag von Bischof Hofmann schriftliche Unterlagen übergeben, in denen der weitere Vorwurf angesprochen wird. Der Missbrauchsbeauftragte hat nach eigenen Angaben die Unterlagen insoweit geprüft. „Im Rahmen meines Vorgehens gemäß den Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz wurden von mir Gespräche mit mehreren Personen geführt, die als Zeugen über den Inhalt eines möglichen Vorwurfs Kenntnis gehabt haben könnten“, schreibt er in dem Brief. Befragt habe er zudem weitere gegebenenfalls relevante Auskunftspersonen. Das Bischöfliche Ordinariat habe es ihm zudem ermöglicht, im Diözesanarchiv den einschlägigen Bestand an Akten einzusehen. Die Prüfung hat laut Laubenthal ergeben, „dass es nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen keine zureichenden Anhaltspunkte dafür gibt, dass gegen Herrn (…) ein weiterer Vorwurf des sexuellen Missbrauchs oder einer Übergriffigkeit plausibel erhoben wird“. Er sehe keine Ansatzpunkte für weitere leitlinienkonforme Ermittlungen in dieser Angelegenheit.

Im Rahmen des kirchenrechtlichen Verfahrens waren auch zwei aussagepsychologische Gutachten eingeholt worden. Das erste Gutachten eines renommierten Münchner Wissenschaftlers war zu dem Ergebnis gekommen, dass ein reeller sexueller Übergriff durch den Geistlichen der Diözese Würzburg zum Nachteil von Frau (…) aussagepsychologisch nicht belegt werden konnte. Ein im August 2016 durch einen der bundesweit renommiertesten Aussagepsychologen der Charité Berlin erstelltes weiteres Gutachten hatte ergeben, dass die von Frau (…) erhobene Anschuldigung „inhaltliche Widersprüche“ aufweise. Weiter kommt es zu dem Ergebnis, dass zu keinem Zeitpunkt eine begründete Wahrscheinlichkeit für einen tragfähigen Anfangsverdacht auf einen sexuellen Übergriff durch den beschuldigten Priester bestanden habe.

(0917/0236; E-Mail voraus)

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