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Seit 60 Jahren Priester

Sieben Geistliche begehen am 19. Juli ihr 60. Weihejubiläum

Würzburg/Großostheim/Schweinfurt/Gerolzhofen (POW) Sieben Priester der Diözese Würzburg begehen am Freitag, 19. Juli, den 60. Jahrestag ihrer Priesterweihe. Bischof Dr. Julius Döpfner spendete 1953 in der Neumünsterkirche in Würzburg Pfarrer i. R. Leo Giegerich, Prälat Professor em. Dr. Joachim Gnilka, Pfarrer i. R. Erich Höfling, Prälat Professor em. Dr. Karl Mühlek, Pfarrer i. R. Karl Ring, Pfarrer i. R. Paul Schneider und Pfarrer i. R. Prälat Josef Zobel das Sakrament.

Pfarrer i. R. Leo Giegerich (85), von 1987 bis 1997 Pfarrer von Weilbach, verbringt seinen Ruhestand in Großostheim. 1927 in Großwallstadt geboren, empfing er am 19. Juli 1953 durch Bischof Julius Döpfner in Würzburg die Priesterweihe. Als Kaplan war er in Höchberg, Bad Kissingen und Würzburg-Heilig Geist eingesetzt, bevor er 1962 seine erste Pfarrstelle in Rottendorf antrat. Von 1969 bis 1973 war er gleichzeitig Dekan des Dekanats Würzburg-rechts des Mains. 1973 wurde Giegerich Pfarrer von Pflaumheim. Von 1975 bis zu seinem Wechsel nach Weilbach war Giegerich zusätzlich Prokurator des Dekanats Aschaffenburg-West, bis 1980 auch Geistlicher Beirat des Dekanatsrates der Katholiken. Zum Dekanstellvertreter wurde er 1984 gewählt. Ein Jahr später übernahm er das Amt des Dekanatspräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung. 1987 wechselte Giegerich auf die Pfarrei Weilbach und bekleidete zusätzlich von 1988 bis 1997 auch das Amt des Caritaspfarrers für das Dekanat Miltenberg. 1995 wurde er für seine heimatgeschichtlichen Forschungen mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Seit seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahr 1997 lebt Giegerich in Großostheim und hilft in der Seelsorge in verschiedenen Pfarreien mit, besonders im Seniorenheim Sankt Franziskus in Großostheim.

In zehn Sprachen übersetzt sind die Bücher des emeritierten Theologieprofessors PrälatDr. Joachim Gnilka (84). Der renommierte Wissenschaftler war von 1975 bis 1997 Professor für Neutestamentliche Exegese an der Universität München. Gnilka stammt aus Leobschütz in Schlesien. In Eichstätt, Würzburg und Rom studierte er Philosophie, Theologie und orientalische Sprachen. Am 19. Juli 1953 weihte Bischof Julius Döpfner ihn in Würzburg zum Priester. Nach seelsorglicher Tätigkeit in Zell am Main, Lengfurt und Würzburg-Sankt Elisabeth wurde Gnilka 1956 zum Weiterstudium in Rom beurlaubt. 1958 wurde er Wissenschaftlicher Assistent, ein Jahr später Privatdozent an der Würzburger Universität. Nach Promotion und Habilitation wechselte er 1962 als ordentlicher Professor für Neutestamentliche Exegese an die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Münster und 1975 nach München. Von 1972 bis 1979 war Gnilka Mitglied der Päpstlichen Bibelkommission und von 1985 bis 1994 Mitglied der Internationalen Theologenkommission. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1992 zum Päpstlichen Ehrenprälaten. Von 2000 bis 2002 war Gnilka Gastprofessor an der römischen Universität Urbaniana. Er ist Autor zahlreicher Kommentare zu den Evangelien und Paulusbriefen sowie Verfasser von Büchern wie „Jesus von Nazareth – Botschaft und Geschichte“, „Paulus von Tarsus – Apostel und Zeuge“, „Bibel und Koran – was sie verbindet, was sie trennt“ oder „Wer waren Jesus und Muhammad – ihr Leben im Vergleich“. Außerdem veröffentlichte er eine Theologie des Neuen Testaments sowie ein Werk über die Ursprünge des Christentums. Seit seiner Emeritierung hält Gnilka, der in München wohnt, vermehrt Vorlesungen im Ausland, mit Schwerpunkt in osteuropäischen Ländern.

Pfarrer i. R. Erich Höfling (84) war zuletzt Pfarrer von Elfershausen-Trimberg und Langendorf-Westheim. Am 15. Juli feiert er seinen 85. Geburtstag. Er wurde 1928 in Eußenheim geboren. Im Anschluss an die Priesterweihe, die er am 19. Juli 1953 durch Bischof Julius Döpfner empfing, war Höfling Kaplan in Versbach und Amorbach, danach Kooperator und Pfarrverweser in Aschaffenburg-Sankt Laurentius sowie Kaplan in Würzburg-Sankt Josef. 1959 trat Höfling seine erste Pfarrstelle in Zell am Main an. Es folgte 1968 die Pfarrstelle in Elsenfeld. Bis 1980 war er zusätzlich Caritaspfarrer für das Dekanat Obernburg. 1980 wechselte Höfling als Pfarrer nach Elfershausen. Ab 1987 war er zugleich Pfarrer von Langendorf mit Westheim. Zudem war er von 1993 bis 1995 Dekanatsbeauftragter für Priester- und Erwachsenenbildung im Dekanat Hammelburg. In Elfershausen ließ Höfling die Pfarrkirche renovieren und ein Pfarrzentrum bauen, in Trimberg ließ er die Pfarrkirche Sankt Elisabeth instand setzen. 1995 wurde er in den Ruhestand versetzt, den er zunächst in seinem Heimatort Langenprozelten verbrachte. Seit 2012 lebt Höfling im Seniorenheim Sankt Thekla in Würzburg.

Prälat Professor em. Dr. Karl Mühlek (82) wirkte als Universitätsprofessor für Pädagogik und Katechetik an der Universität Passau. 1930 in Röttingen geboren, empfing er am 19. Juli 1953 durch Bischof Julius Döpfner in Würzburg die Priesterweihe. Drei Jahre lang wirkte er im Anschluss als Kaplan in Würzburg-Unsere Liebe Frau, ehe er 1956 Präfekt am Kilianeum Würzburg wurde. Ein Jahr später wurde er Religionslehrer an der städtischen gewerblichen und kaufmännischen Berufsschule in Schweinfurt. Als Subregens am Priesterseminar kehrte Mühlek 1961 zurück nach Würzburg. 1969 wechselte er als Studienrat im Kirchendienst an die Pädagogische Hochschule Würzburg und wurde 1971 zum Oberstudienrat im Kirchendienst befördert. Als Wissenschaftlicher Assistent an der Pädagogischen Hochschule der Universität Würzburg erwarb er im Jahr 1972 den Doktortitel der Theologie und wechselte im Jahr darauf als hauptamtlicher Mitarbeiter in das Schulreferat der Diözese Würzburg. Nebenamtlich wirkte Mühlek in seiner Würzburger Zeit unter anderem als Dekanatsjugendseelsorger, Geistlicher Beirat der Katholischen Erzieher-Gemeinschaft (KEG) und half als Referent beim Aufbau der Katholischen Akademie Domschule Würzburg mit. 1975 wurde er außerordentlicher Professor für Pädagogik und Katechetik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Passau. 1978 bekam er die ordentliche Professur und wurde im gleichen Jahr zum Universitätsprofessor ernannt. Von 1983 bis 1985 und von 1993 bis 1995 war Mühlek zudem Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät. 1984 wurde er zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt. 1998 wurde Mühlek emeritiert. Im Anschluss wirkte er bis 2000 als Gastprofessor in Ružomberok/Slowakei. Seinen Ruhestand verbrachte Mühlek zunächst in Passau. Seit 2011 lebt er in einem Würzburger Seniorenheim. Von 1961 bis 1997 wirkte er zu den hohen Feiertagen in Schweinfurt-Christkönig in der Seelsorge mit, seit 30 Jahren hilft er außerdem in Wipfeld an den Feiertagen aus.

Über 30 Jahre war Pfarrer i. R. Karl Ring (86) Seelsorger von Oberschwarzach. Er wurde 1926 in Schweinfurt geboren und verbringt in Schweinfurt-Oberndorf auch seinen Ruhestand. Während des Zweiten Weltkriegs kam er in russische Kriegsgefangenschaft. Danach absolvierte er das Abitur in Ansbach und studierte in Würzburg Theologie sowie Philosophie. Am 19. Juli 1953 empfing er die Priesterweihe durch Bischof Julius Döpfner in Würzburg. Seine Kaplansjahre führten ihn nach Stockstadt, Eltmann und Sulzfeld im Grabfeld, wo er 1957 Pfarrverweser wurde. Im Dezember des gleichen Jahres wechselte er als Pfarrverweser nach Oberbach, 1958 als Kuratus nach Wasserlosen. 1964 erhielt er die Pfarrei Oberschwarzach. Dort wirkte er 32 Jahre lang bis zur Versetzung in den Ruhestand im September 1996. Von 1972 bis 1975 war Ring auch Dekanatspräses für Liturgie und Kirchenmusik im Dekanat Gerolzhofen, von 1975 bis 1980 für das Dekanat Schweinfurt-Süd. Von 1969 bis 1974 war er Definitor im Landkapitel Gerolzhofen. Zwölf Jahre lang war Ring außerdem als Kreisrat tätig. Für sein kommunalpolitisches Engagement wurde er 1978 mit der Ehrenurkunde des Landkreises Schweinfurt ausgezeichnet. Die Gemeinde Oberschwarzach ernannte ihn 1978 zum Ehrenbürger. Im Jahr 2000 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für seine „beispielhafte Leistung“ in Kirche und Gesellschaft. In der Pfarrei Oberschwarzach mit ihren zehn Filialkirchen ließ Ring in seiner Amtszeit die Gotteshäuser renovieren, managte den Bau des Sport- und Pfarrzentrums Sebastianihaus und organisierte den Bau der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle in den Weinbergen sowie die Errichtung der Friedensglocke. Außerdem begleitete er den Seligsprechungsprozess für Pfarrer Georg Häfner mit. Seine Erfahrungen und Recherchen hielt er in der Broschüre „Die Pfarrei Oberschwarzach und ihr Gedenken an Pfarrer Georg Häfner (1934-1942)“ fest. Seit 2005 ist Ring Mitarbeitender Priester in Schweinfurt-Sankt Peter und Paul.

Als Pfarrer von Heidenfeld und Hirschfeld wirkte Pfarrer i. R. Paul Schneider (84) bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand. Der gebürtige Arnsteiner, Jahrgang 1928, wurde am 19. Juli 1953 in Würzburg von Bischof Julius Döpfner zum Priester geweiht. Seinen Kaplansdienst versah er in Hofheim, Marktheidenfeld und Würzburg-Heidingsfeld. 1959 übernahm er die Kuratie Reistenhausen und war ab 1962 auch Pfarrer von Fechenbach. 1972 übertrug ihm Bischof Dr. Josef Stangl die Pfarrei Margetshöchheim, wo Schneider bis 1987 wirkte. Ab 1984 betreute er Erlabrunn mit. Von 1975 bis 1987 war Schneider auch Stellvertreter des Dekans des Dekanats Würzburg-links des Mains. Von 1987 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahr 2000 war Schneider Pfarrer von Heidenfeld und Hirschfeld. Besonders lag ihm dort die Verehrung des seligen Liborius Wagner am Herzen. Von 1990 bis 1994 gehörte er dem Priesterrat der Diözese an und war von 1994 bis 1998 Mitglied des Verwaltungsausschusses der Emeritenanstalt. Von 1998 bis 1999 war Schneider zusätzlich Pfarradministrator von Unter- und Oberspiesheim und Gernach. Seinen Ruhestand verbringt er in Gerolzhofen, wo er vor allem im Wohnstift sowie in den umliegenden Ortschaften als Seelsorger wirkt.

Pfarrer i. R. Prälat Josef Zobel (85) war lange Jahre Pfarrer von Ochsenfurt-Sankt Andreas und Kleinochsenfurt. Zobel stammt aus Bieberehren und erlebte als Schüler die Enteignung des Würzburger Kilianeums durch die Nationalsozialisten. Sein Theologiestudium begann er nach Kriegseinsatz und Gefangenschaft im Jahr 1948. Am 19. Juli 1953 weihte ihn Bischof Dr. Julius Döpfner in Würzburg zum Priester. Seine Kaplansjahre verbrachte Zobel in Obernau, Alzenau und Würzburg-Heiligkreuz. 1959 wurde er zum Pfarrer von Stadelschwarzach ernannt und wirkte in dieser Zeit auch als Landjugend- und Landvolkseelsorger. 1968 wurde er Pfarrer von Ochsenfurt-Sankt Andreas, 1986 auch von Kleinochsenfurt. In seiner 35-jährigen Amtszeit in Ochsenfurt wurden nahezu sämtliche kirchlichen Bauten im Bereich der Pfarrei renoviert. Zobel engagierte sich außerdem viele Jahre als Präses der Kreuzbruderschaft Ochsenfurt und geistlicher Begleiter von Kreuzbergwallfahrten und Pilgerfahrten. 1993 erhielt er den Ehrenring der Stadt Ochsenfurt. Bei seiner Verabschiedung 2003 verlieh ihm die Stadt Ochsenfurt die Ehrenbürgerwürde. Über seine pfarrlichen Aufgaben hinaus war Zobel von 1964 bis 1968 auch Dekan des Dekanats Gerolzhofen, danach bis 1995 Dekan des Dekanats Ochsenfurt und damit jahrelang der dienstälteste Dekan im Bistum Würzburg. Für seine Verdienste verlieh ihm Papst Johannes Paul II. 1989 den Titel eines päpstlichen Ehrenprälaten. Als Pfarrer i. R. hilft Zobel weiter in der Seelsorge im Dekanat Ochsenfurt und in der Stadt Würzburg – vor allem in der Marienkapelle – mit.

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