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Prälat Oskar Hörning ist tot

Langjähriger Schulreferent der Diözese Würzburg starb im Alter von 92 Jahren in Würzburg – Eine ganze Generation von Priestern und Religionslehrern geprägt

Würzburg (POW) Domkapitular em. Prälat Oskar Hörning ist tot. Der langjährige Schulreferent der Diözese Würzburg starb am Freitagmorgen, 17. Februar, im Alter von 92 Jahren im Marienheim in Würzburg. Von 1965 bis 1991 wirkte Prälat Hörning als Domkapitular und Schulreferent und zuvor als Subregens und Regens am Priesterseminar Würzburg.

Hörning war für eine ganze Generation junger Menschen Mentor, wirkte als erfahrener und umsichtiger Priester und galt als eifriger Mitarbeiter beim Bau des Hauses Gottes. Die Priesterausbildung und die Verantwortung für den Religionsunterricht in der Diözese Würzburg bestimmten sein priesterliches Wirken. Viele Jahre war er zusätzlich für die Ordensgemeinschaften, für die Förderung geistlicher Berufe und für Exerzitien zuständig. Wichtig war ihm außerdem sein Engagement im Marienverein Würzburg, der eine Schule für sprachgestörte Kinder, ein Jugendwohnheim und ein Alters- und Pflegeheim trägt. „Eines der schönsten Dinge im Alter ist, auf viele, viele Begegnungen zurückblicken zu können“, sagte er als Hochbetagter. Und weiter: „Dankbar muss ich bekennen, dass in allen Abschnitten meines Lebens Gottes weise Fügung und Führung oft handgreiflich am Werke war.“

Hörning stammte aus Unterleinach und war auch im hohen Alter fest in seiner Heimat verwurzelt. Die politische Gemeinde ernannte ihn zum Ehrenbürger. Nach dem Besuch des Neuen Gymnasiums und dem Theologiestudium in Würzburg weihte ihn Bischof Dr. Matthias Ehrenfried am 27. Februar 1938 in Würzburg zum Priester. Hörnings erste Priesterjahre führten ihn als Kaplan nach Alzenau und Bad Kissingen, 1941 musste er zum Kriegsdienst einrücken. Nach Gefangenschaft kehrte er im August 1946 in die Bischofsstadt am Main zurück und wurde Präfekt am Kilianeum. 1948 wurde er Nachfolger des neu ernannten Bischofs Julius Döpfner als Subregens am Priesterseminar.

Fünf Jahre war Hörning ab 1952 als Studienrat am Alten Gymnasium in Würzburg tätig, ehe ihm Bischof Dr. Josef Stangl 1957 die Leitung des Priesterseminars übertrug. Viele Priester verbinden ihre Berufungsgeschichte mit dem Namen Hörning. Von 1952 bis 1962 wirkte er daneben als Diözesankurat der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg im Bistum Würzburg. 1957 wurde Hörning Ordinariatsrat und 1965 ins Domkapitel berufen. Leiter der Hauptabteilung „Schule und Erziehung“ war er von 1965 bis 1991. Als „Hüter des katholischen Religionsunterrichts in Unterfranken“ bezeichnete ihn Professor Dr. Walter Eykmann bei der Verabschiedung.

Bis 1991 oblag Hörning als Ordensreferent der Diözese auch der Kontakt zu den Orden und Kongregationen im Bistum. Bis 1997 war er Leiter des Exerzitiensekretariats und des Päpstlichen Werks für geistliche Berufe in der Diözese Würzburg. Er war für das Exerzitienwesen zuständig und führte den Exerzitienverein. Als Diözesandirektor des Päpstlichen Werks für Priesterberufe setzte er sein Engagement um geistliche Berufe fort, das er schon 1948 als Subregens am Priesterseminar begonnen hatte. Außerdem arbeitete Hörning in der Fortbildungskommission Pastorale Dienste und der Personalkommission mit. In der katholischen Volksschule Vinzentinum in Würzburg engagierte sich Hörning als Geistlicher Leiter. Als Kuratoriumsmitglied setzte er sich 26 Jahre lang für die Belange des Studienseminars Julianum ein. Wichtig war ihm schließlich sein Engagement im Marienverein. Auf Initiative Hörnings wurde in den 70er Jahren die Maria-Stern-Schule für Kinder mit Sprechstörungen in Würzburg errichtet.

Papst Paul VI. würdigte die Verdienste Hörnings 1975 durch die Ernennung zum Päpstlichen Ehrenprälaten. Der Deutsche Caritasverband verlieh Hörning 1988 das Goldene Caritaskreuz. Anlässlich des 65. Priesterjubiläums von Prälat Hörning im Jahr 2003 würdigte Bischof Dr. Paul-Werner Scheele dessen bewundernswerte persönliche Kenntnis überaus vieler Menschen im Bistum. Unter ihnen habe der Lehrerschaft und den Priestern seine besondere Aufmerksamkeit gegolten. „Sie waren und sind eingeschrieben in sein Herz.“ Generationen von Priestern habe Hörning wesentliche Impulse für den priesterlichen Dienst vermittelt. Weiter habe er sich für das Priesterhilfswerk eingesetzt, wobei es um mehr als um finanzielle Unterstützung bedürftiger Theologen gegangen sei. „Wichtiger war der geistliche Beistand durch das regelmäßige Beten und Opfern von möglichst vielen Gläubigen“, unterstrich Bischof Scheele damals in seiner Laudatio.

(0806/0289; E-Mail voraus)

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