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„1700 Jahre freier Sonntag“

Digitale Veranstaltungen am 3. März: Festakt und diözesane Wort-Gottes-Feier – KAB und Allianz für den freien Sonntag setzen sich gemeinsam für Erhalt des arbeitsfreien Sonntags ein

Würzburg (POW) Vor 1700 Jahren, am 3. März 321 nach Christus, hat der römische Kaiser Konstantin den Sonntag per Edikt zum wöchentlichen Ruhetag gemacht. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in der Diözese Würzburg und die Allianz für den freien Sonntag feiern dieses Jubiläum am Mittwoch, 3. März, mit digitalen Veranstaltungen. „Der freie Sonntag ist eine wichtige gesellschaftliche Errungenschaft“, sagt KAB-Präses Diakon Peter Hartlaub. In einer Arbeitswelt und einer Gesellschaft, die immer flexibler werde, gewinne der „Zeitanker Sonntag“ noch an Bedeutung. „Der arbeitsfreie Sonntag wird gebraucht, um Beziehung und Gemeinschaft zu ermöglichen.“

Die Allianz für den freien Sonntag überträgt am Mittwoch, 3. März, ab 11 Uhr einen Festakt. Festredner ist der Journalist Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung. Dr. Friedrich Kühn, Fachanwalt für Arbeitsrecht, spricht zum Thema „Unser gutes Recht! Wie wir den freien Sonntag juristisch verteidigen“. Der Livestream ist unter dem Link www.allianz-fuer-den-freien-sonntag.de/jubilaeum verfügbar. Um 19 Uhr lädt die KAB Würzburg zu einer diözesanen Wort-Gottes-Feier. Interessierte können mit dem Link https://bistum-wuerzburg.ocweb.schule/b/sab-93z-uga-wby daran teilnehmen.

Zwar sei der freie Sonntag im Grundgesetz (Artikel 140) geschützt. Doch werde immer wieder versucht, den Sonntag für kommerzielle Interessen auszuhöhlen, sagt Hartlaub. „Deshalb setzen wir uns als KAB und Allianz für den freien Sonntag dafür ein, dass der Sonntag als Tag der Familie, für Freizeit und Glaubensausübung frei von Erwerbsarbeit bleibt.“ In Unterfranken gebe es drei Allianzen für den freien Sonntag, erklärt Hartlaub. In Würzburg, Schweinfurt und Aschaffenburg arbeiteten die KAB, der evangelische Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA), Gewerkschaften und gesellschaftliche Gruppen zusammen, um den freien Sonntag zu erhalten. So habe das Aschaffenburger Bündnis 2018 erfolgreich die städtische Verordnung zu den verkaufsoffenen Sonntagen in Aschaffenburg gekippt. Auch die Stadt Würzburg habe daraufhin die städtische Verordnung zu den verkaufsoffenen Sonntagen geändert.

Seit der Industrialisierung habe der freie Sonntag seine kulturelle Selbstverständlichkeit verloren. Doch der freie Sonntag finde seine gesellschaftliche Begründung nicht allein in der Notwendigkeit zur Erholung von den Mühen der Arbeit, betont Hartlaub. „Der Sonntag ist der Tag der Gemeinschaft und der Freiheit von Zwängen. Er zielt darauf, in vielfältigen Aktivitäten – vom traditionellen Besuch des Gottesdienstes über Spiel, Hobby und Vereinsleben, über die Familie und den Freundeskreis bis hin zum zweckfreien Tagträumen – Fantasien zu entwickeln, wie das gute Leben jenseits ökonomischer Sachzwänge aussehen könnte.“

Weitere Informationen zum Jubiläum „1700 Jahre freier Sonntag“ sowie zur Arbeit der KAB gibt es im Internet unter www.kab-wuerzburg.de.

(0821/0197; E-Mail voraus)

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