Bei einer Feier im Medienhaus des Bistums würdigten sie Weggefährten, Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzte. Hauptabteilungsleiter Ordinariatsrat Dr. Martin Faatz zeichnete in seiner Lobrede das Bild einer geschätzten Expertin: „Sie kennen die finanzielle Situation des Sonntagsblatts auswendig. Sie wissen um alle Einnahmen und Ausgaben, um Abonnenten und Werbung. Sie brauchen für die Auswertung nicht erst ein kompliziertes Programm. Sie haben das im Kopf.“ Gleichzeitig betonte Faatz, dass der Begriff „Zahlenmensch“ bei Endres eine ganz besondere Note trage: „Bei Ihnen kommt eindeutig der Mensch vor den Zahlen.“
Die berufliche Laufbahn der Waldbrunnerin begann nach Schule und Ausbildung zur Bürokauffrau beim Echter-Verlag. Im Juni 1983 wechselte sie in die Buchhaltung des Sonntagsblatts, deren Leitung sie 1987 übernahm. In ihren 43 Dienstjahren begleitete Endres nicht nur mehrere Generationen von Redakteurinnen und Redakteuren, Chefs von Helmut Holzapfel bis Ralf Ruppert und Bischöfe von Dr. Paul-Werner Scheele bis zu Dr. Franz Jung. Sie habe zudem den enormen technologischen Wandel von Schreibmaschinen, Telefonen mit Drehscheibe und Magnetstreifenkarten bis hin zu Computern und Smartphones mitgemacht, attestierte Faatz.
Medienhausleiter Bernhard Schweßinger, ehemaliger Redakteur beim Sonntagsblatt, blickte auf die gemeinsame Zeit zurück und stellte die Dankbarkeit sowie die Frage nach den „Glücksmomenten“ in den Mittelpunkt. Er erinnerte an gemeinsame Etappen wie die Leserreise ins Heilige Land im Jahr 2000 oder das tägliche Kaffeetrinken in der Redaktion. „Ich hoffe, dass es bei manchem Ärger und Stress dennoch viele kleine Glücksmomente in Deinem beruflichen Alltag gab und diese die Erinnerung an all die Jahre insgesamt in einem freundlichen Licht aufleuchten lassen. Es war gut, ja sehr gut, dass Du bei uns im Sonntagsblatt und im Medienhaus so lange warst und wir uns stets auf Dich und Deinen Dienst verlassen konnten.“ Ulrich Bausewein, dienstältester Redakteur des Sonntagsblatts, dankte Endres im Namen des Teams für die Kollegialität, Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft. „Wenn jemand im sportlichen Bereich Wissenslücken hatte, hast Du gern Dein Wissen geteilt. Und während der Pandemie haben wir alle von Deiner Vor- und Umsicht profitiert“, erläuterte er einige von Endres besonderen Eigenschaften.
Für die Mitarbeitervertretung (MAV) überbrachte Dr. Martin Schwab Glück- und Segenswünsche. Der frühere Sonntagsblatt-Redakteur sei bis heute dankbar dafür, wie Endres ihn als jungen Journalisten beim Einstieg in die „echte Berufswelt“ wohlwollend unter ihre Fittiche genommen habe. Buchhaltungskollegin Susanne Hersam gab ihrer Kollegin Dank und gute Wünsche in Form eines auf ihre Person hin getexteten Schlagersongs mit auf den Weg. Für ihren neuen Lebensabschnitt wünschten alle Endres Zeit für Familie und Reisen sowie ihr „wunderbares Lachen“. Zudem bestehe, wie Faatz sagte, Hoffnung, dass Endres im Ruhestand wieder ehrenamtlich in die Büchereiarbeit in Waldbrunn einsteige. Als Abschiedsgeschenk erhielt Endres unter anderem eine Sonderausgabe des Sonntagsblatts. „Vielen Dank für alle Wertschätzung, die mir heute zuteilwurde“, sagte Endres. Sie selbst sei dankbar für das gute Miteinander, das sie habe erleben dürfen.
mh (POW)
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