Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Auf einen Chai mit Bischof Jung

104. Deutscher Katholikentag
Muslimisch-christlicher Dialog mit Bischof Dr. Franz Jung und Dr. Timo Güzelmansur bei einer Tasse schwarzem Tee

Würzburg (POW) Bischof Dr. Franz Jung hat am Freitagnachmittag, 15. Mai, im Marokkanischen Königszelt am Würzburger Rathaus anlässlich des 104. Deutschen Katholikentags bei der Veranstaltung „Auf einen Chai mit Bischof Dr. Franz Jung“ über die Verbindung von Christen und Muslimen gesprochen. Zusammen mit Dr. Timo Güzelmansur, Geschäftsführer der Christlich-Islamischen Begegnungs- und Dokumentationsstelle der Deutschen Bischofskonferenz (CIBEDO), beantwortete Bischof Jung bei einer Tasse schwarzem Tee die Fragen von Besuchern zum christlich-islamischen Austausch und hob vor allem Gemeinsamkeiten der Religionen hervor.

Auf die Frage, wie ein Dialog zwischen den Religionen gelingen kann, betonte Bischof Jung die Bedeutung des eigenen Glaubens. „Ich kann erst einen interreligiösen Dialog führen, wenn ich weiß, was ich glaube.“ Erst danach könne man die Berührungspunkte im Glauben hervorbringen und Gemeinsamkeiten finden. Beim einstündigen Gespräch ging es auch um die Frage, wie Integration gelingen und religiöser Radikalismus verhindert werden kann. Güzelmansur betonte, dass der Grund für Radikalismus oft fehlende religiöse Sozialisation sei, die durch die Organisationsstruktur von muslimischen Vereinen und Moscheen schwer zu koordinieren sei.

Bei den Gemeinsamkeiten hob Bischof Jung vor allem die Nächstenliebe und die Sorge umeinander hervor, die in beiden Religionen eine große Rolle spielten. Dabei bezeichnete er die Sure im Islam, wonach Muslime ihre Nachbarn, unabhängig von der Religionszugehörigkeit, mit bestem Benehmen behandeln sollen, als eine kluge Idee. „Diese Regel hat mich immer sehr begeistert, weil sie so praktisch umzusetzen ist und auch einen Unterschied macht“, betonte Bischof Jung.

pdf (POW)

(2126/0503; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet