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Auffrischungen für Lebenshelfer

Das „Update Seelsorge“ informiert künftig über aktuelle Trends in der Pastoral – Fortbildungsformat unterstützt Ehren- und Hauptamtliche

Würzburg (POW) Aktuell, gut erreichbar und knackig kurz: So planen die Initiatoren das Format „Update Seelsorge“. Die Schulungen richten sich an ehren- und hauptamtliche Seelsorger in Unterfranken, die ihre pastoralen Kenntnisse auffrischen oder erweitern möchten. Christian Hohm leitet die Abteilung Diakonische Pastoral im Bistum Würzburg. Er erläutert: „Wir erweitern das Fortbildungsangebot um ein neues ökumenisches Format für unseren Kernauftrag, die Seelsorge.“ Der Bedarf bestehe und sei für die Zukunft der Kirche sehr wichtig, berichtet das Würzburger katholische Sonntagsblatt.

Gemeinsam mit Dr. Agnes Rosenhauer, Referentin beim Fortbildungsinstitut der Diözese, und Pfarrer Steffen Lübke konzipierte er das Update. Jede Schulung soll maximal einen halben Tag dauern und in vier Regionen des Bistums angeboten werden. „Wir wollen vorstellen, was sich in verschiedenen pastoralen Tätigkeitsfeldern in den letzten Jahren getan hat“, erläutert Rosenhauer. Die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern vertritt Steffen Lübke, der in Würzburg Seelsorgerinnen und Seelsorger ausbildet. Evangelische und katholische Referenten bilden bei den Fortbildungen Zweierteams.

Die Zielgruppe sind Ehren- und Hauptamtliche mit pastoralem Auftrag. „Sie begegnen sich beim Update auf Augenhöhe“, betont Hohm. Alle Teilnehmer könnten voneinander lernen und sich gegenseitig Impulse geben. Zumal die Personalentwicklung Ehrenamtlichen immer mehr Raum geben wird. „Hauptamtlich werden wir als Kirche künftig in der Fläche nicht mehr so präsent sein wie gegenwärtig“, prognostiziert Lübke. „Gut ist es daher, Netzwerke zu haben, damit wir verlässlich für die Menschen da sein können.“ Rosenhauer ergänzt: „Im besten Fall entstehen durch das Update kleine regionale Netzwerke, an denen Ehren- und Hauptamtliche beider Konfessionen beteiligt sind.“

Die vier Updates im Winterhalbjahr 2026/2027 widmen sich der demenzsensiblen Seelsorge. „Das Thema Demenz begegnet uns in der Seelsorge häufiger als früher. Es verlangt von uns eine Begegnungshaltung im Umgang mit Betroffenen. Außer den Erkrankten selbst sind ganze Familiensysteme betroffen. Das ist ein Update wert“, unterstreicht Rosenhauer.

Demenz kann immer und überall zur Nerven- und Geduldsprobe werden: für Angehörige, die Erkrankte versorgen und Seelsorge benötigen; in Gottesdiensten, wenn plötzlich ein älterer Herr aufsteht und in der Kirche umherläuft; bei der Krankenkommunion, wenn ein Ehepartner erkrankt ist.

Das Update wird auf diese Situationen vorbereiten und die Teilnehmer entsprechend sensibilisieren. „Man kann sich beschenken lassen, wenn man Zugang bekommt zu der Welt, in der eine von Demenz betroffene Person lebt“, hebt Hohm hervor.

Als mögliche Themen künftiger Updates nennen die Initiatoren den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer oder krisensensible Seelsorge. Letztere bedeutet: Die Kirche sollte von Krisensituationen nicht unvorbereitet überrascht werden. Kommunikations- und Arbeitsabläufe sollten durchdacht sein, wenn es zum Beispiel wie Anfang des Jahres in Berlin zu einem mehrtägigen Stromausfall kommt.

„Resilienz ist dabei ein Schlüsselbegriff“, sagt Hohm. „In den kleinen Netzwerken vor Ort gilt es Krisenfähigkeit zu entwickeln, damit wir in einer unerwarteten Situation ansprechbar und handlungsfähig bleiben.“

Die Updates zur demenzsensiblen Seelsorge sind geplant für Samstag, 10. Oktober, im Burkardushaus Würzburg und Samstag, 7. November, in der Casa Vielfalt Schweinfurt; 2027 dann am Samstag, 30. Januar, im Martinushaus Aschaffenburg und am Samstag, 13. Februar, im Campus Bad Neustadt, jeweils von 10 bis 13 Uhr. Anmeldungen bis drei Wochen vor dem Termin unter E-Mail fbi@bistum-wuerzburg.de.

ub (Würzburger katholisches Sonntagsblatt)

(3726/0842; E-Mail voraus)

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