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Beachtliches Opus über Aquilin

Buch dokumentiert das 1000. Jubiläum des Martyriums des einzigen in Würzburg geborenen Heiligen – Präsentation im Würzburger Medienhaus

Würzburg (POW) Als ein „beachtliches Opus“ hat der Würzburger Dompfarrer Dekan Dr. Jürgen Vorndran das von ihm und dem Würzburger Kirchenhistoriker Professor Dr. Wolfgang Weiß herausgegebene Buch über das 1000. Jubiläum des heiligen Aquilin bezeichnet. Am Freitag, 7. Dezember, wurde es im Dompfarrsaal des Würzburger Medienhauses der Öffentlichkeit vorgestellt. „Zum Festtag des Heiligen am 27. Januar 2019 wird erneut eine kleine Delegation nach Mailand reisen, um diesen Band zu überreichen“, erklärte Vorndran. Dabei werde auch das von Dr. Gabriele Lunghini und dessen Tochter Johanna Benedetta ins Italienische übersetzte Vorwort zum Buch übergeben, wenn die aufwendig renovierte Aquilins-Kapelle wieder öffnet.

Der Dompfarrer schlug bei der Feststunde einen Bogen zum heiligen Ambrosius, dem Kirchenvater und Lehrer des heiligen Augustinus, dessen die Kirche am 7. Dezember gedenkt und der wie Aquilin in Mailand begraben liegt. „Beide haben ihr Leben in Mailand beendet, Ambrosius in der Osternacht des Jahres 397, Aquilinus an einem 29. Januar, wohl 1017 oder 1018“, betonte Vorndran. Er selbst sei zutiefst dankbar, dass das Aquilinsjahr solche Früchte getragen habe.

Er dankte Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann dafür, dass er am 29. Januar 2017 die bedeutsame Reliquie des in Würzburg geborenen heiligen Aquilin entgegennahm und in einer „beeindruckenden Prozession“ vom Dom in die Pfarrkirche Sankt Peter und Paul übertrug. Ebenso bedeutsam und daher im Buch zu finden sei die Wallfahrt einer 80 Personen starken Pilgergruppe mit Weihbischof Ulrich Boom im Januar 2018 gewesen, mit der das Aquilinsjahr in Mailand beschlossen wurde. „Die Verbindung zwischen Mailand und Würzburg steht inzwischen auf festen Beinen.“

Vorndran dankte zudem Pfarrvikar Christian Stadtmüller, der mit ihm gemeinsam einige Programmpunkte des Festjahrs entworfen und eine Predigtreihe in Sankt Peter und Paul durchgeführt habe. Als wichtig hob der Dompfarrer zudem das Engagement von Anna Gigante aus Schaafheim bei Aschaffenburg hervor. Diese habe „in einer Herkulesarbeit“ das Bändchen „Sant'Aquilino martire nel culto e nella tradizione milanese“ von Raffaele Bagnoli ins Deutsche übersetzt.

Weitere wichtige Beiträge hätten Autoren wie Daniel Greb, Dr. Jürgen Emmert, Stadtkantor Stefan Walter und Dr. Winfried Romberg geliefert. Markus Hauck von der Pressestelle des Bistums habe eine Presseschau vom Festjahr beigetragen. Durch Echter-Geschäftsführer Thomas Häußner habe das Projekt alle erforderliche Unterstützung erhalten.

Eine entscheidende Rolle beim Entstehen hat laut Vorndran Professor Weiß gespielt. Dieser habe mit seinem fundierten Fachwissen der Veröffentlichung seine eigene Handschrift verliehen. „Ich bin ganz pragmatisch aus Historikersicht an das Buch herangegangen und habe versucht, alles zu dokumentieren, was in diesem Zusammenhang für die Nachwelt wichtig ist", erklärte Weiß. Er habe ganz bewusst den Kairos nutzen wollen und zeitnah ein Buch hierzu zusammengestellt. Das Buch gliedere sich in drei Teile: Predigten zum Aquilinsjahr, eine Rückschau auf das Festjahr sowie schließlich in geschichtliche Perspektiven.

Bischof Hofmann würdigte das Aquilinsjahr als sehr fruchtbar. Es sei gelungen, den bis dahin eher unbekannten einzigen in Würzburg geborenen Heiligen wieder ins Bewusstsein zu holen und dem Wissen um ihn Stabilität zu verleihen. Weihbischof Boom hob hervor, dass jeder Mensch mit der Taufe die Saatkörner zur Heiligkeit in sich trage. Sie wollten nur geweckt werden.

Jürgen Vorndran, Wolfgang Weiß (Hg.) „Glauben verbindet. 1000 Jahre Martyrium des heiligen Aquilin“. 318 Seiten, 19,90 Euro. Echter-Verlag, Würzburg 2018, ISBN 978-3-429-053109.

mh (POW)

(5018/1287; E-Mail voraus)

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