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Beruf des Lehrers ist eine Mission

Domkapitular Dr. Helmut Gabel erteilt acht Frauen und zwei Männern die Missio Canonica – Feierlicher Gottesdienst im Exerzitienhaus Himmelspforten

Würzburg (POW) Acht Frauen und zwei Männern hat Hochschulreferent Domkapitular Dr. Helmut Gabel am Donnerstagabend, 13. Februar, bei einer Feier im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg im Auftrag von Bischof Dr. Franz Jung die Missio Canonica für das Lehramt an Gymnasien verliehen. „In diesem Gottesdienst geht es um Mission, um Sendung. Es geht darum, dass Sie Ihre Tätigkeit nicht nur als Job verstehen, sondern als eine Sendung, eine Aufgabe“, sagte Gabel in seiner Begrüßung zu den Referendaren.

Die kirchliche Erlaubnis, katholischen Religionsunterricht zu erteilen, erhielten folgende Referendare des Matthias-Grünewald-Gymnasiums Würzburg und des Wirsberg-Gymnasiums Würzburg: Pia Bauernschmidt (Schnaittach), Anna-Maria Bürzle (Hainsfarth), Mira Dold (Würzburg), Anja Ehrlinger (Passau), Luisa Elbert (Bürgstadt), Kira Kaufhold (Pinzberg), Alina Mahr (Würzburg), Katrin Prexl (Würzburg), Martin Riedl (Stadlern) und Daniel Ruppert (Nürnberg). An dem Gottesdienst nahmen auch die Seminarlehrer des Matthias-Grünewald- und des Wirsberg-Gymnasiums sowie Eltern und Freunde der Beauftragten teil.

„Wahrscheinlich kennen Sie Situationen, die zum Davonlaufen waren“, sagte Gabel in seiner Predigt in Anspielung an die Lesung aus dem Buch Jona. Darin erhält Jona von Gott den Auftrag, nach Ninive zu gehen. Doch stattdessen flieht er auf einem Schiff über das Meer. Er selbst könne sich aus seiner Zeit als Lehrer an Situationen erinnern, in denen er sich gut vorbereitet hatte, aber der Unterricht einfach nicht so gelaufen sei wie geplant, sagte Gabel. Doch das habe manchmal auch daran gelegen, dass die Schüler gestresst waren oder Schulaufgaben schreiben mussten. „Es hat mir damals geholfen, dass es nicht unbedingt an mir lag. Ich habe gelernt, solche Misserfolge nicht als persönliches Versagen zu sehen.“

In der Schule lerne man nicht nur die Motivierten kennen, die in ihrer Freizeit ministrieren oder Gruppenleiter sind, sondern die ganze Bandbreite der Gesellschaft. „Wie motiviere ich einen Jugendlichen, der keine besondere Affinität zum christlichen Glauben hat, dazu, sich damit zu beschäftigen? Welche Relevanz hat der Glaube für sein Leben? Ich habe gespürt, dass genau das meine Sendung war.“ Im Buch Jona zeige Gott sich als Freund aller Menschen, auch der Menschen in Ninive. „Für diese Botschaft stehen wir als Kirche und Sie als Religionslehrer“, sagte Gabel. Gerade in schwierigen Zeiten müsse man für die Würde aller Menschen einstehen, über die Grenzen von Religionen, Ständen und Kulturen hinweg. Es gehe darum, den Glauben an den einen Gott wachzuhalten, der ein Freund aller Menschen sei und Menschen aussende, um andere das spüren zu lassen. „Ich wünsche Ihnen heute, dass Ihnen das gelingt.“

Im Namen aller Referendare überreichten Mira Dold und Martin Riedl von diesen selbst gestaltete Glastafeln als Dank an die Seminarlehrer Elke Obermeier und Karlheinz Nebel (Wirsberg-Gymnasium) sowie Studiendirektor Peter Herrmann (Matthias-Grünewald-Gymnasium). „Sie haben uns in den vergangenen zwei Jahren Fenster geöffnet. Es war für uns eine bereichernde Zeit.“

Zum Abschluss sangen alle gemeinsam das Lied „Ein Hoch auf uns“ mit dem Refrain: „Ein Hoch auf das was vor uns liegt, dass es das Beste für uns gibt.“ Der Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von Luisa Elbert, Daniel Ruppert sowie Joachim Webert, Seminarlehrer für Psychologie (Wirsberg-Gymnasium).

sti (POW)

(0820/0198; E-Mail voraus)

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Zum Autor: sti (POW) (pow@bistum-wuerzburg.de)

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