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Besuch an einem „Hoffnungsort“

104. Deutscher Katholikentag
Bischof Dr. Franz Jung und Caritaspräsidentin Eva Welskop-Deffaa besuchen den „Hoffnungsort“ Bahnhofsmission – Urkunde für den Bischof als Dank für ehrenamtliches Engagement

Würzburg (POW) Bischof Dr. Franz Jung und Eva Maria Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes (DCV), haben anlässlich des 104. Deutschen Katholikentags am Freitag, 15. Mai, die Bahnhofsmission am Würzburger Hauptbahnhof besucht. Beide betonten, wie wichtig es sei, Menschen am Rande der Gesellschaft im Sozialraum Bahnhof zur Seite zu stehen. Bischof Jung wurde zudem vom Verein Bahnhofsmission Deutschland mit einer Urkunde ausgezeichnet.

„Wenn man gar nicht mehr weiß, was man machen soll, dann kommen die Leute zur Bahnhofsmission“, sagte der Bischof in den Räumen der Bahnhofsmission. Die Bahnhofsmission biete einen sicheren Ort, Essen, ein Gesprächsangebot und „einen Ratschlag, wie es jetzt weitergehen kann“.

Der Bischof leistet selbst einen Nachmittag pro Monat Dienst als Ehrenamtlicher in der Bahnhofsmission. Nach seinem ersten Dienst habe er plötzlich die „unsichtbaren“ Menschen am Rand der Gesellschaft in der Stadt wahrgenommen, erzählte er. Auch der Austausch mit den anderen Ehrenamtlichen sei bereichernd. Er bezeichnete die Bahnhofsmission als „Hoffnungsort“.

Ein Ort, an dem rund 200 Gäste pro Tag mit unterschiedlichem Hilfebedarf eine Anlaufstelle finden, wie Leiterin Johanna Anken erklärte. In einer Zeit „multipler Krisen“, in der vielen Menschen die Sorgen über den Kopf wüchsen, seien die Bahnhofsmissionen, getragen von Caritas und Diakonie, besonders wichtig, sagte Welskop-Deffaa. Kirche sei hier „Teil der Lösung“. Die Bahnhofsmissionen böten als Teil der Caritas-Familie „ein offenes Ohr und eine helfende Hand“.

Dieses Engagement verleihe auch „Glaubwürdigkeit, um sich im politischen Diskurs zu Wort zu melden“, sagte die DCV-Präsidentin. Angesichts der Sozialstaatsreform sei das „im Kampf für den Erhalt der Hilfen“ besonders wichtig. Josef Lüttig, Vorsitzender des Vereins Bahnhofsmission Deutschland, betonte die Funktion der rund 100 Bahnhofsmissionen in Deutschland als „Schutzraum“ und dankte den Ehrenamtlichen und Hautberuflichen für ihren Einsatz.

Für den ehrenamtlich engagierten Bischof hatte Lüttig eine Urkunde dabei. Als Botschafter der Bahnhofsmission schenke Bischof Jung den Menschen „Zuversicht und Mut in Wort und Tat“. „Wir sind stolz und dankbar, Sie an unserer Seite zu wissen“, sagte Lüttig im Namen von Bahnhofsmission Deutschland. Nach den Worten von Michael Lindner-Jung, Geschäftsführer der Bahnhofsmission Würzburg gGmbH, erschließe die Bahnhofsmission „ein Stück von dem, was Kirche ist“.

An die Gäste verteilte Lindner-Jung das von Bischof Jung zum Katholikentag herausgegebene Buch „Hab Mut, steh auf. Ermutigungen, das Leben in die Hand zu nehmen“, in dem auch die Bahnhofsmission gewürdigt wird. Darunter waren Dr. Sven Schultheiß, Leiter der Bundespolizeiinspektion Würzburg, Heike Steinhoff, Leiterin des Bahnhofsmanagements Nordfranken, und Monika Kleinfenn, Vorständin von In Via Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit – Deutschland.

hela (Diözesan-Caritasverband)

(2126/0501; E-Mail voraus)

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