„Hier müssen sich die Personalverantwortlichen fragen, wie man diese Reifungsprozesse begleiten und fördern kann“, sagt Jung in der aktuellen Ausgabe des Würzburger katholischen Sonntagsblatts vom 7. Oktober 2018. Ausführlich beantwortet er in einem vorab veröffentlichten Interview Fragen zur kürzlich von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichten Missbrauchsstudie. Er betont, dass jeder Priester sich „immer wieder neu mit der eigenen Lebenswahl auseinandersetzen“ müsse. Als eine weitere wichtige Konsequenz der Missbrauchsstudie sieht der Bischof die verbindliche Dokumentation von Missbrauchsfällen für ganz Deutschland. „Dazu gehört die einheitliche Führung der Personalakten“, erklärt Bischof Jung. Betroffenen wolle das Bistum Würzburg zudem eine unabhängige Anlaufstelle bieten – jenseits der bereits eingeführten diözesanen Missbrauchsbeauftragten. Weitere, vom Forschungsteam vorgestellte Maßnahmen werde er ebenfalls entschieden umsetzen. „Wir haben das Problem erkannt.“Das vollständige Interview ist im Sonntagsblatt sowie online unter www.sobla.de zu lesen.
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