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Bistum schließt Museum in Karlburg

Wasserschäden und geringes Besucherinteresse – Kunstreferat sieht keine finanziellen und personellen Ressourcen, das Museum zu einem lebendigen Ort zu machen

Karlburg/Würzburg (POW) Das Bistum Würzburg schließt das „Museum christliche Frühzeit“ in Karlburg (Landkreis Main-Spessart). Es ist neben dem Museum Kartause Astheim, dem Kartäusermuseum Tückelhausen, dem Würzburger Domschatz und dem Museum am Dom eines von insgesamt fünf Museen in Trägerschaft der Diözese Würzburg. Weitere Museen wie zum Beispiel in Gerolzhofen, Haßfurt, Miltenberg oder Oberschwappach sind zwar vom Bistum ausgestattet, aber in kommunaler Trägerschaft. Wiederholte Wasserschäden und sehr geringe Besucherzahlen sind nach den Worten von Dr. Jürgen Emmert, kommissarischer Kunstreferent der Diözese Würzburg, Hintergrund dieser Entscheidung. Karlburg besitze keinerlei touristische Infrastruktur, Besuchermagnet sei die gegenüberliegende Stadt Karlstadt. Das Museum hat dementsprechend im Eröffnungsjahr 2017 nur 359 zahlende Besucher gezählt. Es wären noch große Anstrengungen nötig, um das Museum zu einem lebendigen Ort zu machen. Dazu böten jedoch weder die finanziellen noch die personellen Ressourcen des Kunstreferates eine Möglichkeit. „Mit der Schließung macht die Diözese zum jetzigen Zeitpunkt auch den Weg frei, die Geschichte Karlburgs im Stadtmuseum in Karlstadt, das derzeit entsteht, angemessen zu präsentieren“, betonte Emmert.

Da das Zweigmuseum seit November 2017 geschlossen war, mussten im Kunstreferat Überlegungen zu dessen weiterer Zukunft angestellt werden. Hierzu wurden Gespräche mit der zuständigen Kirchenverwaltung und dem Historischen Verein Karlstadt geführt. Der Vorsitzende des Historischen Vereins Karlstadt, Wolfgang Merklein, habe bei einem Gespräch im April im Kunstreferat der Diözese die Bereitschaft des Vereins bekundet, die Trägerschaft des Museums zu übernehmen. Das Museum sollte dann nur noch nach Voranmeldung für Gruppen geöffnet werden. „Manche Frage blieb bei diesem erfreulichen Angebot jedoch offen, weshalb die Diözese sich für eine Schließung der Einrichtung entschieden hat“, erklärte Emmert. Die zuständige Kirchenstiftung Karlburg wolle einen der Räume nutzen, im anderen soll eine Dokumentation zur frühen Geschichte Karlburgs dauerhaft frei zugänglich sein.

Das „Museum christliche Frühzeit“ in Karlburg wurde zum April 2017 in zwei neu geschaffenen Räumen in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Trägerschaft der Diözese Würzburg eröffnet. Die Außenstelle sollte von April bis Oktober, jeweils an Samstagen und Sonntagen von 14 bis 17 Uhr, für Besucher geöffnet sein. Im Winter 2017 zeigten sich Schäden durch eindringende Feuchtigkeit. Deshalb waren seither in den beiden Räumen Luftentfeuchter in Betrieb. Bis zur Behebung der Schäden entschied sich das Kunstreferat, das Museum geschlossen zu halten. Nach einem erneuten Wassereinbruch am 7. Juni 2018 wurden sämtliche Exponate geräumt und in das Depot der Kunstsammlungen übernommen, um Schäden an den Stücken zu vermeiden. „Arbeiten am Dach der Kirche sind mittlerweile durchgeführt worden. In den beiden museal genutzten Räumen ist nach wie vor eine erhöhte Luftfeuchte festzustellen, so dass weiterhin Luftentfeuchter in Betrieb sein müssen“, sagte Emmert.

(1819/0459; E-Mail voraus)

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