Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

„Caritas ist immer inklusiv“

Vinzenztag 2021 der Caritas in Bad Bocklet – Gottesdienst mit Weihbischof Boom und Verleihung des Vinzenzpreises – Projekte „Rock the Nations“ (Geldersheim) und „Handmade“ (Würzburg) ausgezeichnet

Bad Bocklet (POW) Mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Ulrich Boom und der Verleihung des Vinzenzpreises hat der Diözesan-Caritasverband am Sonntag, 26. September, den Vinzenztag 2021 gefeiert. Mehr als 200 Gäste kamen bei strahlendem Sonnenschein in den Kurpark von Bad Bocklet. „Wir haben heute schon die beste Wahl getroffen, indem wir gemeinsam diesen Gottesdienst feiern“, sagte Weihbischof Boom. An der Seite des Weihbischofs zelebrierten Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, Dekan Stephan Hartmann (Bad Kissingen) sowie Domvikar em. Dr. Burkhard Rosenzweig. Der Vinzenztag erinnert an den heiligen Vinzenz von Paul, den Begründer der neuzeitlichen Caritas, dessen Gedenktag die Kirche am 27. September feiert. Die Feier unter Corona-Auflagen fiel mit dem Caritassonntag 2021 zusammen.

In seiner Predigt griff Weihbischof Boom das Jahresmotto der Caritas auf: „Das machen wir gemeinsam.“ Der Dienst der Caritas gehe nie von einer oder einem allein aus, sagte er. Vielmehr sei er immer ein Gemeinschaftswerk, das allen Menschen offenstehe. „Caritas ist nie exklusiv, sie ist immer inklusiv, schließt alle und alles ein.“ Dieser Anspruch lasse sich auch aus den biblischen Texten des Tages ablesen. Der Weihbischof verwies auf das Evangelium, in dem der Apostel Johannes die Jünger als eine exklusive Gruppe darstellt. Dies werde jedoch gleich von Jesus selbst zurückgewiesen. „Gottes Geist legt sich auf alle und alles.“ Offen sei hingegen die Frage, „ob wir offen für sein Wirken sind“. Diese Frage müssten sich auch stets die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas stellen, schließlich würden sie im Zeichen des Kreuzes auftreten. Durch sie würde Gott Gutes tun in der Welt.

Für die Caritas ebenso bedeutsam sei, dass Gott stets die kleinen Menschen in den Mittelpunkt stelle. „Gottes Herz gehört den Ohnmächtigen, Schwachen und Geringen, denen aus der letzten Reihe, am Rand der Gesellschaft.“ Es dürfe im Dienst der Caritas nie vergessen werden, „auf wessen Seite Gott steht“, sagte der Weihbischof. Zugleich dürften alle, die sich in den Dienst an den Schwachen stellen, auf Gottes Hilfe vertrauen. Der Mensch neige dazu, alles können zu wollen und zuweilen seine Seele zu verkaufen, „um gut und machtvoll“ zu sein. Vor dieser Art Perfektionismus warne Jesus jedoch. „Das, was wir vom Herzen her vermögen, langt.“ Wenn Gott ein Herz für die Menschen habe, die der Caritas anvertraut sind, dann auch „für unser begrenztes Tun“ in der Hilfe für diese Menschen.

Bürgermeister Andreas Sandwall dankte der Caritas für die gute Zusammenarbeit in Bad Bocklet. Dabei nannte er das von der Caritas betriebene Kurhaus Hotel Bad Bocklet sowie die Ehrenvorsitzende Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm, die mit großem persönlichem Engagement die umfangreiche Renovierung und Neugestaltung der Kuranlagen möglich gemacht habe.

An den Festgottesdienst schloss sich die Verleihung der mit 3000 beziehungsweise 2000 Euro dotierten Vinzenzpreise 2021 an. Mit dem ersten Preis wurde das Bandprojekt „Rock the Nations“ ausgezeichnet. In der Ankereinrichtung Geldersheim (Landkreis Schweinfurt) baut die Initiative seit fast zwei Jahren musikalische Brücken. „Musik ist wichtig, um die Isolation in der Einrichtung zu durchbrechen und Menschen in Kontakt zu bringen“, erklärte Miriam Christof, Fundraising-Expertin bei den Würzburger Erlöserschwestern und Mitinitiatorin, die Grundidee des Projekts. Wie gut der Plan aufgeht, erlebten die Gäste, als „Rock the Nations“ im Kurpark eine Kostprobe ihres Könnens zeigten.

Auch der zweite Preis ging an ein Projekt, das Hilfsbedürftige selbst zu Akteuren macht. Ingrid Pollak aus dem Würzburger Stadtteil Lengfeld und ihre Mitstreiter wollen mit „Handmade“ einen Beitrag zur Selbsthilfe in Nigeria leisten. Dabei sammeln sie in Deutschland alte Nähmaschinen ein, die dann verschickt und vor Ort zu Werkzeugen gegen die Armut werden. „Das stiftet Zukunft“, lobte die Jury in ihrer Begründung.

Die „Rhöner Saxophöner“ aus Stangenroth begleiteten den Gottesdienst und den Festakt musikalisch. Nach der Preisverleihung konnten die Gäste beim Mittagsimbiss die Küche des Kurhaus Hotels kennenlernen, die renovierten Hotelanlagen erkunden und im Kurpark spazieren.

km (Caritas)

(3921/0937; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung