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„Cool, die Diözese vertreten zu dürfen“

Sternsinger aus Hasloch sind für Besuch im Bundeskanzleramt gerüstet – Anreise gemeinsam mit der Gruppe aus dem Erzbistum Freiburg – Bundestagsführung als Rahmenprogramm

Hasloch/Berlin (POW) Die wallenden Gewänder und goldglänzenden Kronen sind vorbereitet, die Sitzplätze für den ICE reserviert. „Dass wir die Sternsinger aus der Diözese Würzburg bei der Bundeskanzlerin vertreten dürfen, ist schon cool“, sagt Bastian Graf (15). Zusammen mit Justin Falius (16), Anna Schreck (11) und Laura Hilf (9) fährt er von Hasloch (Landkreis Main-Spessart) nach Berlin, um am 5. Januar im Kanzleramt Angela Merkel zu treffen. „Als ich neulich von der Post einen Umschlag mit dem Kindermissionswerk als Absender und der Aufschrift ‚Wichtig‘ in die Hand gedrückt bekam, wusste ich: Diesmal haben wir gewonnen“, berichtet Edeltraud Fiederling. Seit über 25 Jahren betreut sie die Sternsinger in der Spessartgemeinde. Fast jedes Jahr hat sie seither für ihre Schützlinge an dem Gewinnspiel teilgenommen. Das diesjährige Lösungswort „Stern über Betlehem“ sei schnell gefunden gewesen. Umso größer war die Freude, dass Sternsinger aus Hasloch als Gewinner gezogen wurden und die unterfränkischen Farben in der Hauptstadt vertreten dürfen.

Damit alles gerecht zugeht, dürfen zwei ältere und zwei jüngere Sternsinger mitfahren und eben auch zwei Jungs und zwei Mädchen. Laura und Anna halten die Familientradition hoch: Lauras Mutter war früher selbst Sternsinger. „Sie hat damals sogar das gleiche Gewand getragen wie ich“, berichtet die Schülerin. Und auch Annas Mutter und Schwester gehörten einst zur Riege der Sternsinger. „Meine Klassenkameraden haben mir gleich den Auftrag mitgegeben, der Kanzlerin einen Gruß von der Klasse 6b der Comenius Realschule Wertheim zu sagen“, erzählt sie. Äußerlich ist Justin, der Älteste, gelassen, gibt aber zu: „Es ist schon etwas Besonderes, die Bundeskanzlerin treffen zu können, auch wenn ich ihr im Zweifelsfall lieber in Zivil als im Sternsingergewand gegenüberstünde.“

Justin und Bastian sind dieses Jahr zum fünften Mal als Sternsinger aktiv, Anna und Laura zum zweiten Mal. „Wir machen das gerne, weil wir damit Kindern auf der ganzen Welt helfen, denen es nicht so gut geht wie uns“, sagt Bastian. „Hier im Ort werden wir von den Leuten in den Häusern immer freundlich begrüßt. Man kennt sich ja.“ Am Dreikönigstag und dem Sonntag danach laufen in Hasloch drei Sternsingergruppen von Haus zu Haus, schreiben den Segen „Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus“ an die Haustüre und sammeln Spenden für Kinder in Not. „Ich möchte nicht, dass die Kinder im Dunkeln durch den Ort laufen müssen. Weil einige Baugebiete sehr weitläufig sind, verteilen wir die Besuche eben auf zwei Tage“, erklärt Edeltraud Fiederling.

Ähnlich gut organisiert hat sie auch die Berlinfahrt: Als Fiederling in der Zeitung las, dass aus dem Erzbistum Freiburg Sternsinger aus dem Tauberbischofsheimer Ortsteil Dittigheim nach Berlin fahren, nahm sie gleich mit deren Betreuerin Kontakt auf. „Wir werden gemeinsam von Würzburg am 4. Januar nach Berlin reisen. Am Abend gibt es dann ein gemeinsames Abendessen aller 27 Sternsingergruppen, danach werden die Lieder geprobt.“ Das ist eine Herausforderung, der sich Bastian, Justin, Anna und Laura gerne stellen. „In Hasloch haben wir nur einen Sprechtext, wenn wir von Haus zu Haus ziehen“, berichten die vier.

Am 5. Januar um 11 Uhr sind die kleinen Könige dann beim Empfang der Bundeskanzlerin. Edeltraud Fiederling möchte ein paar Plätzchen in Sternsingerform backen, die ihre Schützlinge dann der Kanzlerin überreichen dürfen. „Wir Betreuer dürfen von einem speziellen Zuschauerbereich aus das Geschehen verfolgen“, berichtet Fiederling. Im Anschluss hat sie eingefädelt, dass der Main-Spessarter Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann die Haslocher und auch die Dittigheimer Sternsinger durch den Bundestag führt. Danach heißt es: Schnell zurück in die Heimat. Denn am 6. Januar ziehen die Sternsinger wieder im Bistum von Haus zu Haus und sammeln Spenden, diesmal insbesondere für Kinder und Jugendliche in Bolivien.

Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 948 Millionen Euro wurden seither gesammelt, rund 68.600 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 57. Aktion zum Jahresbeginn 2015 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.515 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten mehr als 45,5 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.             mh (POW)

(0116/0026; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet 

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