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„Corona heißt nicht, dass wir alleine glauben“

Bonifatiuswerk und das Bistum Würzburg eröffnen bundesweite Solidaritätsaktion für Katholiken in der Minderheit der katholischen Kirche im Würzburger Kiliansdom

Würzburg/Paderborn (POW) Das Bonifatiuswerk und das Bistum Würzburg haben am Sonntag, 8. November, die bundesweite Diaspora-Aktion der katholischen Kirche mit einem Gottesdienst unter den entsprechenden Corona-Schutzbedingungen im Würzburger Kiliansdom eröffnet. Bischof Dr. Franz Jung rief alle Katholiken in Deutschland dazu auf, am Diaspora-Sonntag, 15. November, großzügig die Katholiken in der Diaspora mit einer Spende zu unterstützen und durch die eigene Solidarität zum „Hoffnungsträger“ für andere zu werden. Gerade während der Corona-Pandemie, durch die alle Christen erlebten, was es heißt, in der Diaspora zu leben, seien Solidarität und gegenseitige Hilfe die Grundtugenden eines jeden Christen. Am kommenden Sonntag sammelt die katholische Kirche in allen Gottesdiensten für Katholiken in der Diaspora in Nord- und Ostdeutschland, in Nordeuropa und im Baltikum.

Die diesjährige Diaspora-Aktion steht unter dem Leitwort „Werde Hoffnungsträger“ und soll die Aufmerksamkeit auf die Schwestern und Brüder richten, die in der Diaspora, in der Zerstreuung, leben. In seiner Predigt sagte Bischof Jung, Diaspora oder Zerstreuung bedeuten in diesen Tagen des teilweisen Lockdowns mehr als nur eine konfessionelle Minderheitensituation. „Unser Land durchlebt angesichts der Corona-Pandemie insgesamt eine Diaspora-Erfahrung. Wegen der Einschränkungen können wir nur noch wenige Familienangehörige und Freunde treffen. Wir leben aufgrund der Kontaktbeschränkungen gewissermaßen alle in der Diaspora. Das Motto könnte deshalb kaum besser gewählt sein, auch wenn bei der Planung die jetzige Situation wahrscheinlich noch nicht im Blick war. Aber das macht nichts. Hoffnungsträger werden zu allen Zeiten benötigt, aber jetzt sicher besonders dringlich“, sagte Bischof Jung.

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Eröffnet wurde die Aktion zu Beginn des Gottesdienstes durch den Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, mit Schwester Lydia Kaps vom Kinder- und Jugendzentrum Don Bosco in Magdeburg. „Trotz Corona geht die Arbeit in unseren Hilfsprojekten weiter. Dabei gibt es notwendige pastorale und soziale Projekte, die gerade in dieser herausfordernden Zeit Menschen auf unterschiedliche Weise unterstützen, die es zu fördern gilt. Viele Menschen sind auf unser Gebet und unsere Solidarität angewiesen. Der Spagat von Abstand halten und Nähe suchen, von Hoffnung geben und Solidarität zeigen, gehört in Gebet, Wort und Tat erkennbar zusammen. Vielleicht werden wir als Kirche nicht mehr von allen als systemrelevant angesehen, aber durch unsere konkrete Hilfe sind wir mehr und in diesem Sinn existenzrelevant für den Menschen“, sagte Monsignore Austen. Corona heiße nicht, dass wir alleine glauben.

„So wie viele weitere Kinder- und Jugendprojekte in der Diaspora sind auch wir im Don Bosco Zentrum in Magdeburg auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Durch Ihre Hilfe können wir auch weiterhin Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 27 Jahren mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen – die häufig von der Gesellschaft übersehen werden – begleiten und ihnen helfen, ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben aufzubauen“, dankte Kaps allen Spenderinnen und Spendern in ganz Deutschland.

In einer Audiobotschaft dankte Bischof David Tencer aus Reykjavik (Island), der wegen der Corona-Beschränkungen nicht zur Eröffnung nach Würzburg kommen konnte, ebenfalls allen Spenderinnen und Spendern. In Island wachse die Angst der Menschen aufgrund von Covid, der damit verbundenen Arbeitslosigkeit und den Einschränkungen des Alltagslebens, beschrieb der Bischof. „Wir wollen dafür danken, dass Sie unsere Hoffnungsträger sind, und wollen mit Ihnen Hoffnungsträger sein. Gott segne Sie.“

Im Aufruf zur Diaspora-Aktion bat Bischof Jung um Gebet und Spenden für die Katholikinnen und Katholiken in einer Diaspora-Situation. Die Corona-Zeiten seien auch Zeiten, in denen man sich bewähren könne als Hoffnungsträger. „Ich würde mich freuen, wenn Sie großzügig die Katholiken in der Diaspora mit Ihrer Spende im Gottesdienst oder durch eine Onlinespende unterstützen würden. Ich wünsche der Diaspora-Aktion ein gutes Gelingen und uns offene Herzen.“

pk (Bonifatiuswerk)/sti (POW)

(4620/1163; E-Mail voraus)

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