Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Dem Bistum Erfurt eng verbunden

Ehrendomherr Prälat Dieter Hömer wird 85 Jahre alt – Fast 35 Jahre lang in Südthüringen und Erfurt gewirkt

Würzburg (POW) Ehrendomherr Prälat Dieter Hömer wird am Freitag, 23. Januar, 85 Jahre alt. Fast 35 Jahre wirkte der gebürtige Würzburger in der Diaspora in Südthüringen in der damaligen DDR und in Erfurt. Von 1975 bis 1990 war er Bischofsvikar in Meiningen.

Hömer stammt aus der Würzburger Pfarrei Stift Haug und empfing die Priesterweihe am 18. Juli 1954 von Bischof Dr. Julius Döpfner in Würzburg. Anschließend war Hömer Kaplan in Bischofsheim (Rhön) und Aschaffenburg-Herz Jesu. 1956 schickte ihn Bischof Döpfner in die damalige Ostzone: Hömer wurde Kaplan in Meiningen. 1963 wurde er Kuratus für Meiningen-Land, ein Jahr später dort Pfarrer. 1965 berief ihn die Berliner Ordinarienkonferenz als Subregens an das Erfurter Regionalpriesterseminar, 1970 wurde er Regens der Ausbildungsstätte für Priester in der DDR. „Diese Zeit gehört zu den erfreulichsten meiner Priesterjahre. Erfurt ist mir damals sehr vertraut geworden“, sagt er rückblickend.

Von 1975 bis 1990 war Hömer Bischofsvikar für das Vikariat Meiningen und Ordinariatsrat. Als Bischofsvikar war er verantwortlich für Seelsorge, Caritas und Finanzen in der selbstständig arbeitenden Vertretung des Erfurter Bischofs in Südthüringen. Eine besonders wichtige Aufgabe war für ihn, dass er regelmäßig die Firmung spenden durfte. Die Würzburger Gebiete Südthüringens führte er in dieser Zeit an das Bischöfliche Amt Erfurt-Meiningen heran. Papst Paul VI. würdigte Hömers Verdienste 1975 mit der Ernennung zum Päpstlichen Ehrenprälaten. 1990 wurde Hömer Ehrendomherr an der Würzburger Kathedralkirche.

Nach dem Zusammenbruch des DDR-Regimes zog es Hömer 1990 wieder zurück in seine Heimatstadt Würzburg, wo er viele Jahre in der Dompfarrei in der Seelsorge mithalf. Von 1992 bis 1994 vertrat er außerdem die Diözese Würzburg im Sankt-Ansgar-Werk München, dem Hilfswerk für die Katholische Kirche in Skandinavien. Von 1992 bis 2012 war Hömer als Diözesanrichter tätig. Außerdem war er von 1999 bis 2004 Erster Vorsitzender des Bonifatiuswerks der deutschen Katholiken im Bistum Würzburg. Zum 50. Priesterjubiläum Hömers veröffentlichte das Dompfarramt Würzburg 2004 die Broschüre „Priester in Thüringen: 1956-1990“. Zu Wort kommen darin Weggefährten wie Joachim Kardinal Meisner, Georg Kardinal Sterzinsky, Weihbischof Helmut Bauer, Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele, Bischof Dr. Joachim Wanke, Weihbischof Hans-Reinhard Koch, Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und Dr. Georg Jelich.

Bis heute sieht Hömer, der seit 2011 im Seniorenzentrum Sankt Thekla lebt, die thüringische Bischofsstadt als seine zweite Heimat. „Die Verbindung nach Erfurt ist für mich ganz selbstverständlich“, sagt er. Das mag nicht verwundern: Schließlich war das gesamte Domkapitel von Erfurt beim damaligen Regens Hömer im Priesterseminar.

(0115/0001)

Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet