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Dem Frieden auf der Spur

Rund 60 Teilnehmer beim Friedensweg 2019 von „pax christi“

Würzburg (POW) Rund 60 Personen haben am Donnerstag, 3. Oktober, am Friedensweg 2019 des Diözesanverbands Würzburg von „pax christi“ teilgenommen. Die Veranstaltung war eine Kooperation mit dem Eine-Welt-Kreis der Würzburger Pfarrei Sankt Burkard, teilt der Verband mit. Der Friedensweg führte von der Würzburger Festung durch das ehemalige Landesgartenschaugelände bis zur Pfarrkirche Sankt Burkard und wurde mit literarischen Texten und Musik gestaltet. Den musikalischen Part übernahm Bernhard von der Goltz mit Improvisationen auf der Gitarre.

Barbara Häußler, Jürgen Herberich und Martina Reinwald vom Diözesanvorstand von „pax christi“ begrüßten die Teilnehmer im Burghof der Festung Marienberg. Herberich, Geistlicher Beirat der Bewegung im Bistum, führte in das Thema des Weges ein und nahm Bezug auf Personen, die in Würzburg für Friedensthemen stehen wie zum Beispiel der Dichter Leonhard Frank oder Personen im Widerstand während des Dritten Reiches wie beispielsweise der Pfadfinder Fred Joseph.

Der Friedensweg von der Festung nach Sankt Burkard dauerte insgesamt rund zwei Stunden. Erste Zwischenstation war im ehemaligen LGS-Gelände am Normannischen Landhaus mit dem Text eines französischen Chansons, das Bezug auf den Zweiten Weltkrieg nimmt. Im Japanischen Garten berichtete Oliver Degering, Mitglied im Vorstand der Siebold-Gesellschaft, von einer Frau, die den Atombombenabwurf in Hiroshima überlebt hatte und als Großmutter nach langem Schweigen schließlich doch den Enkeln ihre Geschichte erzählte. Als Zeichen des Friedens hängten Kinder an dieser Station Origami-Papierkraniche in die Bäume. 

Über den Schottenanger ging es weiter zum Main mit einer Station zum Würzburger Dichter Leonhard Frank, nach dem die Promenade am Main entlang an dieser Stelle benannt ist. Es wurden Auszüge aus seiner Erzählung „Die Kriegswitwe“ aus der Erzählungssammlung „Der Mensch ist gut“ aus dem Jahr 1917 vorgetragen. Seinen Abschluss fand der Weg in Sankt Burkard an der Gedenktafel für die „Gruppe Grün“. Diese traf sich während des NS-Regimes unter anderem in Räumen dieser Kirche. Die Mitglieder organisierten verschiedene Aktionen. Unter anderem stellten sie Flugblätter gegen die Nationalsozialisten her und verteilten diese. In Sankt Burkard wurde ein Auszug aus dem Buch „Die Aktion Grün – Jugend im Widerstand gegen die NS-Diktatur“ von Gruppenmitglied Ludwig Altenhöfer vorgelesen. Mit einem gemeinsamen Gebet im Gedenken an Widerstandskämpfer und Friedensbotschafter aus der ganzen Welt, deren Namen jeweils laut vorgetragen wurden, endete der inhaltliche Teil des diesjährigen Friedensweges. Eine Begegnung im Pfarrsaal schloss sich an.

Nähere Informationen zur Arbeit von „pax christi“ im Internet unter www.paxchristi-wuerzburg.de.

(4119/1083; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet

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