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Der spirituelle Clubberer

Pfarrer Thomas Eschenbacher ab 1. Mai Diözesanjugendseelsorger – Den Weltjugendtag 2008 in Sydney fest im Blick

Würzburg (POW) Derzeit richtet er noch seine Wohnung in Domnähe ein. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung als Diözesanjugendseelsorger“, sagt Pfarrer Thomas Eschenbacher, der am 1. Mai seinen Dienst antritt. Seine Leitlinie für das neue Amt: Sehen, welche Bedürfnisse die Jugendlichen haben, und auch die Anliegen der Seelsorger im Blick haben.

So hat es der 41-Jährige bereits gehalten, als er in den vergangenen acht Jahren zusätzlich zum Pfarrer von Rechtenbach auch Dekanatsjugendseelsorger für das Dekanat Lohr war. „Es ist wichtig, den Jugendlichen vor Ort die Mittel, Schulungen und Unterstützung zukommen zu lassen, die sie für ihr Engagement brauchen.“ Diese Hilfe zur Selbsthilfe darf durchaus spirituell sein. Eschenbacher trägt seine Überzeugung deutlich sichtbar nach außen: Sein blaues Polohemd hat das Signet des Weltjugendtags 2008 in Sydney auf der Brusttasche. „Es gibt ein Bedürfnis der jungen Leute nach geistlichem Input. Spiritualität heißt für mich, dem Glauben insgesamt eine Tiefe zu geben.“ Diese Motivation habe ihn bereits als Jugendlicher in der Schönstatt-Mannesjugend gepackt und ihn für den Priesterberuf begeistert.

Er müsse nicht 21 sein, um für junge Menschen Begleiter im Glauben zu sein und nahe genug an ihrer Lebenswelt dran zu sein. „Ich will kein Jugendlicher sein, aber für die Jugend da sein. Und das heißt eben nicht, alles zu adaptieren, was die Jugendlichen machen.“ Genug Interessen, die er mit anderen teilen kann, hat er in jedem Falle: den 1. FC Nürnberg, das Musizieren im Chor und mit der Gitarre, Radfahren und Fotografie, um nur ein paar zu nennen.

In die konkreten Aufgaben seines neuen Amts will Eschenbacher, der in Wipfeld aufgewachsen ist, sich nach und nach einarbeiten. Dazu gehört die Personalführung des Stabs von hauptamtlichen Jugendarbeitern. „Mein Ziel ist es, den Hauptamtlichen zu helfen, ihre Arbeit vor Ort zu tun.“ Das bedeute, die vielfältigen Angebote bekannt zu machen, aber auch sicherzustellen, dass die benötigten Mittel vom Bistum bereitgestellt werden. „Beim Erneuern und Sparen ist es wichtig zu fragen, ob an der richtigen Stelle gespart wird.“

Die kirchlichen Jugendverbände sieht Eschenbacher als wichtigen Teil der Jugendarbeit an. „Es ist wichtig aber auch im Blick zu haben, dass sie nicht das ganze Spektrum der Jugendlichen abbilden und erreichen.“ Deswegen plant der Diözesanjugendpfarrer, das Angebot des Powerlobpreises, das in Hammelburg, Aschaffenburg und Mellrichstadt existiert, besser zu koordinieren und diesen Aufbruch zu unterstützen.

Die Kirche spreche heute die Jugend nicht mehr in der Breite an, wie das vor Jahrzehnten noch der Fall war. „Da gibt es etwas aufzuholen. Stichwort: Jugendkirche. Warum soll es nicht ein paar Gotteshäuser im Bistum geben, in denen Innenausstattung, Musik und Liturgie sich etwas moderner präsentieren?“ So könne es gelingen, Jugendliche neu anzusprechen.

Sehr gute Erfahrung habe er auch mit Offener Jugendarbeit gemacht, berichtet Eschenbacher. Es sei wichtig, dass es Einrichtungen wie das Café Dom@ain im Kilianeum gebe, wo Jugendliche einen Treffpunkt haben. „Dort gibt es Persönlichkeiten, die als kirchliche Ansprechpartner bereit stehen. Es geht nicht darum, jeden zu missionieren, der dorthin kommt; gleichzeitig ist es keinem Gast verboten, sein Interesse an der Kirche zu entdecken.“

Die persönliche Gottesbeziehung bei den Jugendlichen zu fördern, ist Eschenbacher wichtig. „Sie soll reifen, ohne dass sich jeder seinen Privatgott zimmert. Vielmehr ist mein Ziel, dass jeder es aus dem Glauben heraus schafft, sich auf die Gemeinschaft einzulassen, die ich Kirche nenne.“ Es gehe nicht primär darum, neue Ehrenamtliche für die Jugendarbeit zu rekrutieren. „Wenn die Jugendlichen erkennen, dass Kirche Ihnen etwas Gutes tut, dann ist schon viel gewonnen.“

Ausbauen möchte der Diözesanjugendpfarrer deswegen auch die Kontakte zu Jugendlichen aus anderen Ländern, wie sie von Verbänden und Pfarreien schon lange gepflegt werden. „Der Glaube der Menschen in Afrika oder Südamerika ist von faszinierender Lebendigkeit und Stärke.“ Deswegen hat Eschenbacher auch ein ehrgeiziges Ziel für den Weltjugendtag 2008 im australischen Sydney: „Mit 200 Jugendlichen aus der Diözese nach Down Under.“

mh (POW)

(1807/0661; E-Mail voraus)

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