Fischer habe die dortige Betriebsseelsorge aufgebaut, sagt sein Nachfolger Diakon Peter Hartlaub: „Sie beruht auf seinem riesigen Engagement und seinem glaubwürdigen Einsatz für die Beschäftigten.“ Bei Fischers Verabschiedung im Jahr 2000 sei „eine sehr hohe Wertschätzung bei den Betriebsräten für sein Wirken für die Menschen“ spürbar gewesen, erinnert sich Domkapitular Albin Krämer, zu der Zeit Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Leiter der Betriebsseelsorge. Fischer wurde 1937 in Aschaffenburg geboren. Nach der Volksschule machte er im Jahr 1951 eine Lehre zum Schlosser und arbeitete bis 1964 in dem Beruf. Zudem wirkte er acht Jahre in der Jugendarbeit der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ). Von 1957 bis 1960 war Fischer hauptberuflicher CAJ-Diözesansekretär in Würzburg, von 1964 bis 1971 arbeitete er als CSU-Wahlkreisgeschäftsführer. Nach einer nebenberuflichen theologischen und religionspädagogischen Ausbildung an der Katholischen Akademie Domschule Würzburg war er ab 1971 als Katechet an der Haupt-, Real- und Berufsschule in Gemünden tätig. Am 8. Oktober 1978 weihte ihn Bischof Josef Stangl im Würzburger Kiliansdom zum Ständigen Diakon. Bis 1988 wirkte Fischer als Diakon mit Zivilberuf in der Pfarrei Allerheiligste Dreifaltigkeit in Gemünden. Weiter war er von 1984 bis 1993 ehrenamtlicher Mentor für die Diakone und Diakonatsbewerber im Bistum Würzburg. Zudem vertrat er die Ständigen Diakone in der Fortbildungskommission „Pastorale Dienste“. Von 1988 bis 2000 war er als hauptamtlicher Diakon für die Betriebsseelsorge in Schweinfurt verantwortlich. Bischof Dr. Paul-Werner Scheele würdigte Fischers Engagement mit der Liborius-Wagner-Medaille. Von 2000 bis 2007 half Fischer bei der Ausbildung der Diakonatsbewerber mit und betreute alte, kranke und entpflichtete Diakone. Viele Jahre wirkte er als Vertreter der Diakone im Priesterrat sowie als Mitglied im Diözesan- und Diözesanpastoralrat. Nach seiner Entpflichtung 2007 war Fischer ehrenamtlich und nach Bedarf als Seelsorger in der Pfarreiengemeinschaft „An den drei Flüssen, Gemünden“ tätig. Darüber hinaus leitete er den Diakonatskreis Würzburg. Seinen Ruhestand verbrachte Fischer zuletzt im Caritas-Seniorenzentrum Sankt Martin in Lohr am Main. Fischer war verwitwet und hinterlässt drei erwachsene Kinder. Der Termin für Requiem und Beisetzung wird noch bekannt gegeben.
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