Würzburg (POW) Seit zehn Jahren gibt es im Bistum Würzburg die Arbeitsgemeinschaft (AG) Bibelpastoral. Sie hat einen dreigeteilten Auftrag: biblisch Interessierte und biblische Initiativen im Bistum zu vernetzen, ein diözesaner „Think Tank“ in Sachen Bibel zu sein und konkrete biblische Projekte auf den Weg zu bringen.
Die Gründung im Jahr 2015 erfolgte als Antwort auf zwei Beobachtungen: Biblisch geprägte Veranstaltungen werden im Bistum Würzburg von verschiedenen Akteuren angeboten. Auch in der Seelsorge spielt die Bibel eine Rolle, etwa in Gottesdienst und Verkündigung. In ihrer Arbeit stellt die Arbeitsgemeinschaft die Bibel als Grundlage des kirchlichen Wirkens in den Mittelpunkt. Zur AG gehören profilierte Theologinnen und Theologen, die sich dieser Aufgabe widmen.
Seit ihrem Bestehen brachte die AG einige Veranstaltungsformate und Veröffentlichungen hervor, etwa den „Biblischen Zwischenruf“ im Sonntagsblatt, wo christliche Haltungen in ihrem biblischen Ursprung dargestellt oder verschiedene Vorurteile kritisch beleuchtet wurden. In jüngster Zeit wurden von der AG zahlreiche bibelpastorale Materialien anlässlich des Heiligen Jahres zum Thema „Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung“ gemeinsam mit dem Katholischen Bibelwerk erarbeitet.
Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur, betonte bei der jüngsten Sitzung der AG Bibelpastoral die Notwendigkeit qualifizierter biblischer Angebote im Bistum. Inmitten struktureller Prozesse wie Kategorisierung, Digitalisierung und strategischer Neuausrichtung sei es besonders wichtig, sich der eigenen Wurzeln und Grundlagen zu vergewissern.
Es sei eine wertvolle Herausforderung, biblische Traditionen als Quelle der Sinnerschließung für Menschen heute fruchtbar zu machen. Schrappe dankte Pastoralreferent Dr. Stefan Heining in seiner Rolle als diözesaner Ansprechpartner für die Bibelpastoral für die Leitung der AG. Domkapitular Albin Krämer, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge und Bischofsvikar für den Katholikentag, lobte das Engagement der Gruppe unter anderem bei der Erstellung attraktiver Arbeitsmaterialien zur „Lectio divina“ im Heiligen Jahr und die Mitarbeit der AG beim Katholikentag 2026 in Würzburg. Erfreulich viele Menschen interessierten sich auch heute noch für Theologie und biblische Themen als Quelle eigener Hoffnung. Aus diesem Grund stünden auch beim bevorstehenden 104. Katholikentag zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Bibel und Spiritualität auf dem Programm.
Die inhaltliche Weiterentwicklung biblischer Angebote für Gemeinden und diözesane Bibeltage sind der Arbeitsgemeinschaft nach eigener Aussage weiterhin ein Anliegen. Besonders freuten die Mitglieder sich, dass der kommende Bibeltag am 7. Februar 2026 im Würzburger Bukardushaus erstmals ökumenisch ausgerichtet und durchgeführt wird. Eine ausführliche Einladung folgt.
Weitere Informationen zum Angebot der AG Bibelpastoral sind im Internet unter bibel.bistum-wuerzburg.de erhältlich, beispielsweise der Download aktueller „Lectio divina“-Materialien für die Praxis in Gemeinden, Gruppen, Gremien und Schulen.
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