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„Du bist wichtig in der Welt“

Kiliani-Wallfahrtswoche 2026
Weihbischof Paul Reder feiert mit Schülerinnen und Schülern des Sonderpädagogischen Förderzentrums Irena-Sendler-Schule in Hohenroth einen besonderen Kiliani-Gottesdienst

Hohenroth (POW) „Du bist wichtig in der Welt. Ich möchte nicht, dass Du am Rand stehst.“ So hat Weihbischof Paul Reder am Mittwoch, 8. Juli, das biblische Motto „Hab Mut, steh auf!“ der Kiliani-Wallfahrtswoche für die Schülerinnen und Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums Irena-Sendler-Schule in Hohenroth übersetzt. Gemeinsam mit ihnen gestaltete er in der örtlichen Kuratiekirche Mariä Himmelfahrt eine Wort-Gottes-Feier. Im Anschluss führten ihn Schulleiter Jürgen Endres und Rudolf Hoffmann, Geschäftsführer der Caritas-Schulen gGmbH, durch das Förderzentrum und erläuterten das umfangreiche Förder- und Betreuungsangebot. Der Weihbischof nahm sich viel Zeit für den Austausch mit den Kindern und Jugendlichen sowie den pädagogischen Kräften und stellte interessiert zahlreiche Fragen.

Beim Gottesdienst sangen die Schülerinnen und Schüler mit großer Begeisterung aus rund 170 Kehlen Lieder wie „Einfach Spitze, dass Du da bist“, „Die Erde ist schön“ und „Hallelu, Hallelu, Halleluja, preiset den Herrn“. „Hab Mut, steh auf!“, das Motto der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche, vermittelte Weihbischof Reder den Kindern und Jugendlichen mit einem szenischen Spiel. Zwei Schüler mimten dafür Jesus und den blinden Bettler Bartimäus. Die anderen Kinder forderte der Weihbischof auf, sich zu unterhalten, während der Blinde sagt: „Jesus, hilf mir.“ Ähnlich belebt sei es bestimmt bei Jesu Besuch in Jericho gewesen. „Merkt ihr, dass Jesus ihn gar nicht hören kann?“ Also forderte der Weihbischof den Bartimäus-Darsteller auf, laut nach Jesus zu rufen.

„Da hört Jesus den Bartimäus und fragt ihn: Was soll ich für Dich tun?“, erklärte der Weihbischof. Auf dessen ausdrückliche Bitte hin schenkt Jesus dem Bettler schließlich sein Augenlicht. „Dieses Evangelium macht deutlich: Für Jesus ist jeder einzelne Mensch wichtig. Du bist für ihn wichtig. Und er lädt Dich ein, dass Du das auch die Menschen um Dich herum spüren lässt.“ Das könne zum Beispiel heißen, denjenigen zum Mitspielen einzuladen, der bislang ausgeschlossen ist. Oder eben auch, mit dem zu reden, dem die Gemeinschaft bislang keine Beachtung schenkt. „Ich lade Euch ein, Euch jetzt Eurem Nachbarn zuzuwenden und ihm zu sagen: In Gottes Augen bist Du wichtig.“ Im Anschluss trugen Schülerinnen und Schüler Fürbitten vor, in denen es um ein gutes Miteinander in der Schule und in der ganzen Welt ging.

Zum Vaterunser lud der Weihbischof alle ein, beim Beten die ausgestreckten Arme langsam nach oben zu heben – „so wie unser Gebet zu Gott emporsteigt“. Der Weihbischof selbst trug wegen einer Verletzung der Schulter den rechten Arm in einer Schlinge und konnte nur den linken Arm mit anheben. Zum Schluss erteilte er allen den bischöflichen Segen und sagte danach: „Danke fürs Mitfeiern und vielen Dank allen, die den Gottesdienst so feierlich mitgestaltet haben.“ Schulleiter Endres erklärte: „Vielen Dank Ihnen, Herr Weihbischof. Das war so wunderbar verständlich und ganz nah am Alltag der Kinder. Und Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, möchte ich stellvertretend für alle, die an der Schule arbeiten, auch nochmals sagen: Ihr seid uns ganz wichtig.“

Stichwort: Sonderpädagogisches Förderzentrum Irena-Sendler-Schule Hohenroth

Die Irena-Sendler-Schule in Hohenroth in Trägerschaft der Caritas-Schulen gGmbH ist das zentrale Sonderpädagogische Förderzentrum für den südlichen Landkreis Rhön-Grabfeld. An dem Hauptsitz und der Außenstelle in Großbardorf werden rund 320 Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung unterrichtet. Das ganzheitliche Angebot reicht von der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren über die Jahrgangsstufen 1 bis 9 bis hin zu heilpädagogischen Tagesstättengruppen und einem offenen Ganztagsangebot. Die Mitarbeitenden der Irena-Sendler-Schule diagnostizieren, erziehen, unterrichten, beraten und fördern Kinder und Jugendliche, die der sonderpädagogischen Förderung bedürfen. Das gilt zum einen für Schülerinnen und Schüler, die an einer allgemeinen Schule nicht ausreichend unterstützt und unterrichtet werden können und daher die Förderschule als einen Ort besonderer individueller Förderung besuchen. Zum anderen unterstützt das Förderzentrum als Kompetenzzentrum für Sonderpädagogik die allgemeinen Schulen in der Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

mh (POW)

(2826/0677; E-Mail voraus)

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