Würzburg (POW) Kirchliche Schulen im Bistum Würzburg sind offenbar im Aufwind. Das ist bei der jüngsten Sitzung der „Arbeitsgemeinschaft (ehemaliger) Ordensschulen“ (AGOS) im Bistum Würzburg deutlich geworden. Demnach sind nicht nur die Schülerzahlen in den vergangenen Jahren weitgehend stabil geblieben, auch die Interessensbekundungen an kirchlichen Schulen sind im Vorfeld der Neuanmeldungen gestiegen.
Unter der Leitung von Schulreferent Jürgen Engel, Leitender Schulamtsdirektor im Kirchendienst, und Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur, trifft sich die AGOS zwei Mal im Jahr. Ende 2020 gegründet, dient die AGOS der Stärkung und Vernetzung kirchlicher Schulen auf regionaler Ebene. Mitglieder sind das Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach, die Mädchenrealschule und das Mädchengymnasium Sankt Ursula Würzburg, die Maria-Ward-Schule Würzburg, die Realschule und das Gymnasium der Maria-Ward-Stiftung Aschaffenburg, die Theodosius-Florentini-Schule Gemünden, die Mädchenrealschule der Dillinger Franziskanerinnen Volkach sowie die bistumseigenen Schulen Vinzentinum und Elisabethenheim in Würzburg und die Theresia-Gerhardinger-Realschule Amorbach.
Bei den Treffen von Schulleitungen und Trägervertretern stehen die aktuelle Situation, Erfahrungen und Probleme im Mittelpunkt. Dazu gehören Anmelde- und Schulabgängerzahlen ebenso wie Informationen zu Umbauten, Sanierung und Finanzierungsfragen oder der Austausch von Lehrkräften. Auch um strategische Prozesse zum Schulprofil, Erfahrungen im Verwaltungsablauf sowie die Umsetzung politischer Vorgaben und der Präventionsordnung geht es.
Das jüngste Treffen im März zeigte, dass die Schülerzahlen an kirchlichen Schulen in den vergangenen Jahren stabil gehalten werden konnten – zum Teil mit leicht steigender Tendenz. Die Zahl der unverbindlichen Anmeldungen sei in den vergangenen drei Jahren um durchschnittlich 44 Prozent gestiegen, an zwei der zwölf Schulen haben sich die Interessensbekundungen sogar verdoppelt, berichtete Engel. Eine Ausnahme bildet die Theodosius-Florentini-Realschule in Gemünden, die standortbedingt und aus demographischen Gründen zum 31. Juli 2026 schließt.
Vor diesem Hintergrund sorgte eine weitere Entwicklung für Freude. Laut Engel und Schrappe liegt der Bistumsleitung ein Vorschlag vor, die drei eigenen Schulen weiterhin in eigener Trägerschaft zu betreiben; die acht (ehemaligen) Ordensschulen sollen einen Betriebskostenzuschuss aus einem neu aufzulegenden Fonds erhalten. Weitere Zuschüsse aus dem Bistumshaushalt etwa für Baumaßnahmen würde es dann nicht geben.
Für Schulreferent Engel sind diese Entwicklungen zukunftsweisend: „Christliche Schulen sind ein echter Pluspunkt für Kirche und Gesellschaft, weil sie ganzheitliche Bildung für alle auf der Basis christlicher Werte vermitteln und jungen Menschen eine besondere Form der Gemeinschaft ermöglichen.“
Anja Legge
(1926/0441; E-Mail voraus)
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