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„Ein Kraftort für die Kirche – und für unsere Demokratie“

Auf dem Weg zum Katholikentag
Programm des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg vorgestellt

Würzburg (POW/KT) Als „ein großes Demokratie-Förderprojekt“ hat Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), den Deutschen Katholikentag bezeichnet. Bei der Vorstellung des Programms für den Katholikentag in Würzburg vom 13. bis 17. Mai 2026 sagte sie am Dienstag, 3. März: „Er ist gelebte Demokratie, indem er so viele Menschen an der Entstehung des Programms und seiner Durchführung beteiligt. Zugleich schreibt er sich das Engagement für die Demokratie in Politik und Gesellschaft auf die Fahnen.“ Gegen die Demokratiegefährdung „von innen und von außen“ aufzustehen, korrespondiere mit dem Leitwort für Würzburg: „Hab Mut, steh auf!“ Der Katholikentag sei aber nicht nur ein Ort der Demokratie. „Er ist ein Ort gelebter Synodaler Kirche und ein Ort der fortgesetzten Aufarbeitung des Missbrauchsskandals.“

Bischof Dr. Franz Jung sagte, er nehme eine große Vorfreude auf den Katholikentag in der ganzen Region wahr. Zum Kennenlernen lade vor allem der „Abend der Begegnung“ am Eröffnungstag ein. „Die neun Dekanate unseres Bistums präsentieren sich dabei an neun Plätzen in der Würzburger Innenstadt.“ Ein inhaltlich zentrales Anliegen des Bistums sei es, die seit Jahren prägende „caritative Pastoral und eine pastorale Caritas“ erfahrbar zu machen. „Das bedeutet, die Bedarfe der Menschen in der unmittelbaren Umgebung zu sehen und zu fragen, was Kirche zur Gesellschaft beitragen kann. Sozialraumorientierung ist eine Haltung, die nicht nur unsere Aktivitäten verändert, sondern auch Auswirkungen auf unser Selbstverständnis als Kirche hat. Beim Katholikentag wollen wir diese Haltung mit Best-Practice-Beispielen, Workshops und Führungen vorstellen und vertiefen.“ Ebenso sei ihm „die Auseinandersetzung mit dem lebendigen Wort Gottes“ ein Herzensanliegen. Es gebe in Würzburg einen umfangreichen Programmteil dazu. „Ich lade herzlich dazu ein, das Zentrum ‚Bibel und Spiritualität‘ zu erkunden.“

Dr. Andreas Kratel, Leiter der Abteilung Katholikentage und verantwortlicher Redakteur des Programms, wies in diesem Zusammenhang auf den großen Rahmen des Katholikentags hin: „Die Eröffnungsveranstaltung findet mit dem Bundespräsidenten, der ZdK-Präsidentin, dem Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern, dem Oberbürgermeister Würzburgs und vielen anderen Gästen auf dem Residenzplatz statt. Die beiden zentralen Gottesdienste an Christi Himmelfahrt und am Sonntag als Schlussgottesdienst werden – ebenfalls vom Residenzplatz – live übertragen.“ Insgesamt biete der Katholikentag rund 900 Veranstaltungen, „vom großen Livekonzert bis zum vertraulichen Gespräch in ganz kleiner Runde“. Räumlich konzentriere er sich vor allem in der Innenstadt. Das Programm sei nach den regelmäßig durchgeführten Befragungen von Besucherinnen und Besuchern der Katholikentage als Antwort auf Bedürfnisse konzipiert: „Gewünscht werden die drei großen Säulen: Geistliches – Kulturelles – Politisches.“

Auf die zentrale Rolle des Ehrenamts für die Entstehung eines Katholikentags wies der Generalsekretär des ZdK, Marc Frings, hin. „Bevor in Würzburg die Bühnen stehen, sind Menschen unterwegs. Der Katholikentag beginnt nicht mit dem Eröffnungsgottesdienst. Er beginnt dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen. Und das sind viele. Ehrenamt heißt: dem Gemeinwohl ein Gesicht geben.“ 49 Prozent aller Katholikinnen und Katholiken in Deutschland engagierten sich ehrenamtlich in vielen Bereichen der Gesellschaft. „Knapp fünf Millionen Menschen wiederum sind direkt in den christlichen Kirchen aktiv. Kirche gehört damit zu den fünf größten Engagement-Bereichen in Deutschland.“ Der Katholikentag werde nur mit dem Ehrenamt „zu dem, was er sein soll: ein Kraftort für Kirche – und für unsere Demokratie“.

(1026/0237; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet

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