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„Ein ziemlich cooles Erlebnis“

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt Sternsinger in Berlin – „Ihr seid Segensbringer“ – Sternsinger aus Großheubach vertreten das Bistum Würzburg

Berlin/Großheubach (POW) 108 Könige und Königinnen aus 27 deutschen (Erz-)Bistümern hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am Montagvormittag, 7. Januar, im Kanzleramt in Berlin empfangen. Anna Heinz (15), Elea Huller (14), Moritz Kissel (17) und Robin Ziegler (15) aus der Pfarrei Sankt Peter in cathedra in Großheubach im Landkreis Miltenberg vertraten das Bistum Würzburg.

„Es war sehr schön und interessant, die Kanzlerin zu sehen und ihr die Hand zu schütteln“, sagt Elea. Es seien „viele Eindrücke auf einmal“ gewesen, sagt Anna. „Es war auf jeden Fall etwas Neues, man konnte viel mitnehmen.“ Moritz lobt auch den reibungslosen Ablauf des Empfangs: „Es war sehr schön organisiert.“ In ihrer Rede habe die Kanzlerin Kanzlerin das Engagement der Sternsinger gelobt: „Sie fand es sehr schön, dass sich jedes Jahr so viele Sternsinger auf den Weg machen.“ Auch auf das Motto der Sternsingeraktion sie eingegangen, berichtet Robin. „Es war ein ziemlich cooles Erlebnis und hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht.“

Die Sternsinger waren bereits am Sonntagmorgen mit dem Zug nach Berlin gefahren. In einem der Wagen sangen sie auch für die Mitreisenden. „Die Fahrgäste waren überrascht, aber sie haben sich zum größten Teil gefreut. Wir haben positive Rückmeldungen bekommen“, berichtet Jakob Link (18), der die Gruppe begleitet. „Wir haben im Zug auch die Sternsingergruppe aus Speyer kennen gelernt“, erzählt Elea. Am Nachmittag besichtigten die Großheubacher zunächst einige markante Berliner Punkte – das Brandenburger Tor, die East Side Gallery an der Berliner Mauer und den Checkpoint Charlie. Berlin sei schön, aber auch sehr groß, lautete das Fazit von Elea und Moritz. Robin sind zudem die vielen Graffiti aufgefallen. „Aber es gibt auch ziemlich schöne Altbauten.“ Abends um 19.30 Uhr trafen sich dann alle Sternsinger, um den Ablauf des Empfangs durchzusprechen, gemeinsam die Lieder zu proben und eine kleine Andacht zu feiern.

Am Montag seien die Sternsinger bereits um 8 Uhr von der Bundespolizei mit Bussen abgeholt und zum Kanzleramt gefahren worden, erzählt Link. Weil die Gruppen in alphabetischer Reihenfolge zum Foto mit der Bundeskanzlerin gerufen wurden, waren die Vertreter des Bistums Würzburg diesmal die letzten. Die Zeit habe leider für nicht mehr als „Hallo“ und „Guten Tag“ gereicht, bedauert Link. „Frau Merkel hat gefragt, woher wir kommen und ob wir gut angekommen sind. Es war alles sehr straff organisiert.“

„Ihr seid Segensbringer und Botschafter“, begrüßte die Bundeskanzlerin die Kinder und Jugendlichen. „Dass Ihr in diesem Jahr besonders auf die Situation von Kindern mit Behinderung aufmerksam macht, ist sehr wichtig. Manchmal werden Menschen, die ein bisschen anders sind, gehänselt und habe es nicht so einfach.“ Deshalb sei es wichtig, mit Menschen mit Behinderung so umzugehen, dass ihre Würde immer respektiert werde, und dass man sich in sie hineinversetze, betonte Merkel. Die Botschaft der vielen Sternsinger laute: „Macht doch auch was! Wer nur ein kleines bisschen hilft, kann schon einen Beitrag dazu leisten, woanders sich das Leben eines Menschen verändert.“

„Jedes Kind hat ein Recht zu leben. Jedes Kind ist eine Bereicherung für unsere Welt, für unser Land und für alle, die diesen Kindern helfen“, betonte Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Besonders die Eltern dieser Kinder hätten ein Recht auf Unterstützung und Akzeptanz. „Es ist die Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Auch die Sternsinger haben in diesem Jahr großen Wert darauf gelegt, die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung stärke zur sehen. Wir haben dadurch dazugelernt und hoffen, so selbst unser diesjähriges Motto einzulösen: ,Wir gehören zusammen.‘“

Die 61. Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“. Mit einzelnen Statements machten die Sternsinger auf die Situation von Kindern mit Behinderung weltweit aufmerksam. „Ich sehe hier für Ángeles aus Peru. Sie kann wegen ihrer Krankheit nicht laufen oder tanzen. Ihre Mutter muss sie steile Wege hinauf- und hinuntertragen und sie in einem Kinderbuggy schieben“, hieß es zum Beispiel. In der Schule benutze Ángeles einen Rollstuhl. Mit der Unterstützung der Sternsinger bekomme sie im Zentrum Yancana Huasy spezielle Förderung und Therapie.

Die Spende der Bundeskanzlerin nahmen Sternsinger aus dem Bistum Mainz entgegen. Alma (11), Aaron (13), Lutz (12) und Till (10) aus der Gemeinde Sankt Jakobus in Darmstadt-Kranichstein trugen der Kanzlerin den Segensspruch vor und schrieben den Segen „20*C+M+B+19“ für das neue Jahr im Kanzleramt an. Mit ihrer Spende unterstützt die Bundeskanzlerin ein Projekt in der peruanischen Amazonasregion. Die Ordensfrauen des Apostolischen Vikariats San José del Amazonas unterhalten dort zwei Rehabilitationszentren für rund 50 Babys und Kinder mit Behinderung bis 15 Jahren.

Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel war es insgesamt der 14. Besuch. Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Über eine Milliarde Euro wurden seither gesammelt, mehr als 73.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 60. Aktion zum Jahresbeginn 2018 hatten die Mädchen und Jungen in den 27 deutschen (Erz-)Diözesen, der Schweiz, Belgien sowie bei weiteren Sammlungen insgesamt rund 49 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.

sti (POW)

(0119/0041; E-Mail voraus)

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