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Eindrucksvolle Tage in Tansania

Weihbischof Ulrich Boom besucht Partnerbistum Mbinga – Priesterweihe und Firmung – Beziehungen zwischen den Diözesen stärken

Mbinga/Würzburg (POW) Das tansanische Partnerbistum Mbinga hat Weihbischof Ulrich Boom bei einer zweiwöchigen Pastoralreise Anfang August besucht. Begleitet wurde er von Pfarrer Nikolaus Hegler, Leiter der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Maria und Johannes der Täufer, Johannesberg“, sowie Klaus Veeh und Alexander Sitter vom Referat Mission-Entwicklung-Frieden der Diözese Würzburg. Auf dem Programm standen unter anderem die Einweihung des Schwesternhauses der Erlöserschwestern in Litumbandyosi, die Segnung der Kapelle in Mtetema, eine Firmung in der Pfarrei Makwai sowie eine Priesterweihe in Mango. Ein weiteres Ziel war es, die Beziehungen zwischen den Diözesen zu stärken, schreibt das Referat Mission-Entwicklung-Frieden.

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In Dar es Salaam wurden die Teilnehmer in Chamazi begrüßt, dem Gästehaus der Erlöserschwestern. Nebenan befindet sich die Primary School der Erlöserschwestern. In Peramiho führte Pater Luzius Marquardt (89) die Gäste durch die Benediktinerabtei und zeigte ihnen den landwirtschaftlichen Betrieb, die Druckerei, die Werkstätten, das Krankenhaus und die Abteikirche mit der Pfeifenorgel, auf der er einige Stücke spielte. Marquardt stammt aus Gaukönigshofen und lebt schon viele Jahre in Tansania.

In Litumbandyosi segnete Weihbischof Boom das neue Konventhaus der Erlöserschwestern. Im Anschluss wurde ein Dorffest gefeiert. Pfarrer Hegler blieb in Litumbandyosi, um das partnerschaftliche Miteinander zu besprechen und zu koordinieren. Zwischen der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Maria und Johannes der Täufer, Johannesberg“ und Litumbandyosi gibt es seit vielen Jahren ein Partnerschaftsprojekt. Weihbischof Boom, Sitter und Veeh reisten gemeinsam mit dem „weltwärts“-Freiwilligen Sebastian Büttner (Schweinfurt) weiter nach Mtetema, einer Außenstation von Mpepo. In einer kleinen Ansiedlung im Matengo-Hochland standen die Firmung von 50 jungen Menschen und die Segnung der Dorfkapelle auf dem Programm. Für die Jugendlichen war die Spendung des Firmsakraments durch den Weihbischof eine große Ehre. Selbst Bischof John C. Ndimbo kommt nur selten nach Mtetema, da der Ort am schwer zugänglichen Rand der Diözese Mbinga liegt. Im Anschluss reiste die Delegation weiter an den Nyasa-See. Dort kamen die Teilnehmer bei den Vinzentinerinnen in Muhalo unter. In Makwai, einer Pfarrei direkt mit Blick auf den Nyasa-See, segnete Weihbischof Boom die Dorfkapelle und spendete erneut das Sakrament der Firmung.

Zum Fest der Landwirte kamen die Würzburger nach Mango, um dort mit der Gemeinde die Priesterweihe von Diakon Sospeter Mahundi zu feiern. Rund 1000 Menschen versammelten sich vor der Kirche, darunter eine Gruppe aus Österreich und Medizinstudenten, die am Krankenhaus in Litembo mitarbeiten. Die Feier dauerte vier Tage, und die Dorfgemeinschaft brachte für den Jungpriester viele Geschenke auf, bis hin zu einem gebrauchten Auto.

Nach diesem eindrucksvollen Tag führte der Weg nach Nkile zu Pfarrer Silverius Mwingira. Von ihm stammt der Satz, dass alles, was die Gäste anschauen dürfen – vom Gästehaus bis zu Kapellen – „auf dem Kopf getragen wurde“. Dank vielfältiger finanzieller Unterstützungen aus der Diözese wurden die Materialien, beispielsweise Ziegelsteine, hergestellt und dann eben auf den Köpfen vieler Gemeindemitglieder zu den Baustellen getragen. Auf holprigen Straßen ging es zurück in das Matengo-Hochland nach Litembo. Hier begutachteten die Gäste den Baufortschritt der Labor- und Krankenpflegeschule und besuchten das Hospital. Sie trafen auch Maria Meise. Die 92-Jährige war 60 Jahre in Litembo als Krankenschwester tätig.

Keine 15 Fahrminuten mit dem Geländewagen entfernt fand ein Treffen mit den Vorstandsmitgliedern der Kaffeekooperative „Mahenge“ statt. Die Genossenschaft umfasst etwa 400 Familien mit rund 2000 Personen. Gemeinsam pflanzen, ernten und verarbeiten sie den Rohkaffee für den „Partnerkaffee“. Die Gäste aus Deutschland erhielten einen Einblick in die Arbeitsschritte. Das Gespräch kam auch auf die Börsenpreise für Kaffee und das Auftreten der multinationalen Kaffeeaufkäufer. Genossenschaftssprecher Julius Mbunda sagte, dass die Einnahmen durch den Partnerkaffee – das Doppelte des Weltmarktpreises –, es ihnen ermöglichten, ihre Kinder zur Schule zu schicken, eine Gesundheitsversicherung zu haben und ein gutes Leben auf dem Land führen zu können.

Letzte Station war nochmals Mbinga. Dort wurde im Dom Sankt Kilian das Fest Mariä Himmelfahrt gefeiert. Die letzten Tage der Reise verbrachte die Delegation wieder in Chamazi bei den Erlöserschwestern. In der Deutschen Botschaft empfing Geschäftsträger Jörg Herrera die Gruppe im Namen des Botschafters zu einem Kontaktgespräch. Dabei zeigte er sich sehr interessiert an den Themen Zusammenleben der Religionen, wirtschaftliche Entwicklung des Landes oder auch Unterstützung der kleinbäuerlichen Genossenschaft.

(3719/0966; E-Mail voraus)

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