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Eine Chance für Kinder

Pfarreiengemeinschaft Oberthulba spendet über 17.200 Euro für Grundschule in Emekutu

Oberthulba/Emekutu (POW) Die Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Michael im Thulbatal, Oberthulba“ haben im vergangenen Jahr für den Neubau der Grundschule in Emekutu (Nigeria) über 17.200 Euro gespendet. „Die Spender ermöglichen eine Zukunft für Kinder, die keine Chance haben“, sagt Pfarrer Dr. Blaise Okpanachi.

Er kommt selbst aus Nigeria und wurde vor zwei Jahren von seinem Heimatbischof Anthony A. Adaji gefragt, ob seine Pfarrei ein Projekt unterstützen möchte. Zuerst war geplant, eine Schule in Oguma Sheria zu bauen, allerdings brach dort dann Krieg aus. Stattdessen wurde der Neubau der Grundschule in Emekutu gefördert. Die derzeitige „platzt aus allen Nähten“, beschreibt ein Bericht im Pfarrbrief der Gemeinde die Situation. Es gebe dort weder Toiletten noch ein Lehrerzimmer, geschweige denn Computer, denn es gibt auch keinen Strom, berichtet Okpanachi. Auch Wasser sei ein großes Problem im Dorf. Es muss gespeichert werden, um die Versorgung zu gewährleisten. Außerdem regnet es durch das Dach.

„Die Regierung kümmert sich nicht so um die Ausbildung“, erklärt Okpanachi. Deshalb sei die Schule 2008 auf Initiative der katholischen Diözese erbaut worden. Der Schulbesuch ist in Nigeria zudem kostenpflichtig. Auch für die Schule in Emekutu müssen die Eltern Schulgeld bezahlen, allerdings sei der Betrag reduziert, erzählt Okpanachi. Er wird für das Gehalt der Lehrer und die Materialien verwendet. Die Ausstattung der Schule ist spärlich. Die Tafel ist eine schwarz angemalte Wand. Diese wird dann mit Blättern von Sträuchern sauber gemacht. Hinzu kämen noch die Kosten für Schulkleidung, die während des Unterrichts bis auf wenige Ausnahmen Pflicht ist, erklärt er weiter.

Die Spenden werden zu 100 Prozent für den Neubau der Schule verwendet. Bischof Adaji ist dankbar für die Spenden: „Bildung ist eines der besten Geschenke, die wir Kindern hinterlassen können, und jeder, der zur Bildung von Kindern beiträgt, hinterlässt der Nachwelt ein dauerhaftes Erbe.“ Weiter schreibt er in seinem Dankesbrief: „Sie alle haben dazu beigetragen, den Kindern eine große Zukunft zu ermöglichen, die sich ihre Eltern aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten nicht leisten können. Ich hoffe, dass diese Kinder uns alle in Zukunft stolz machen werden.“

An der Schule in Emekutu werden zirka 235 Mädchen und Jungen von der ersten bis zur sechsten Klasse unterrichtet, heißt es im Pfarrbrief weiter. Okpanachi ergänzt, dass die Schüler in acht bis zehn Fächern unterrichtet werden, darunter Mathematik, Englisch und Religion. Der Unterricht dauere von 7.30 bis 13 Uhr. Vor Ort gebe es auch die Möglichkeit, Essen zu kaufen, wie zum Beispiel Reis oder Bohnen. Der Rohbau der neuen Schule, der mithilfe der Spenden fertiggestellt werden soll, steht bereits. Die Gemeinde hatte hierfür bereits im Jahr 2018 knapp 17.600 Euro gespendet. Anschließend sollen noch die Klassenzimmer eingerichtet werden. Für die Zukunft ist der Bau einer weiterführenden Schule für bis zu 1000 Schüler und eines Kindergartens geplant, damit noch mehr Kindern die Möglichkeit auf Bildung gegeben wird. Pfarrer Okpanachi besucht das Projekt einmal im Jahr während seines Sommerurlaubs und macht sich ein Bild vom Bau der Schule. Die Eindrücke seiner Reise präsentiert er dann in seiner Pfarrgemeinde in Oberthulba.

Das Projekt kann weiterhin von Einzelpersonen und Organisationen unterstützt werden. Spendenkonto: Konto der Katholischen Kirchenstiftung Oberthulba, IBAN DE16 7935 1010 0810 2627 17, BIC BYLADEM1KIS, Verwendungszweck „Schulprojekt – Emekutu-Nigeria“.

ils (POW)

(0320/0057; E-Mail voraus)

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