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Eine „persönlich bereichernde“ Zeit

Gerd Schneider aus Euerfeld als stellvertretender Landesvorsitzender der KLB Bayern verabschiedet – Menschen im Senegal als Herzensanliegen

Würzburg/Niederaltaich/Euerfeld (POW) Nach sieben Jahren als stellvertretender Landesvorsitzender ist Gerd Schneider aus Euerfeld bei der Bundesversammlung der „KLB – Katholischer Verband für die Menschen im ländlichen Raum“ von Freitag bis Sonntag, 24. bis 26. April, in Niederaltaich verabschiedet worden. „Der Rückzug ist meinem Alter geschuldet“, sagte der 74-Jährige. Er habe die Zeit im Landesvorstand als „persönlich bereichernd“ erlebt. Auch die „gute und konstruktive Zusammenarbeit im Vorstand – trotz mancher Meinungsverschiedenheit“, bleibe ihm in bester Erinnerung. Als Würzburger Diözesanvorsitzender bleibt er weiter aktiv. Mit ihm wurden auch Landesvorsitzende Michaela Widmann und ihre Stellvertreterin Rita Multerer verabschiedet.

Er habe mehr Einfluss auf die Senegalarbeit auf Landesebene nehmen wollen, sagte Schneider. Dafür habe vor sieben Jahren keiner im Vorstand gebrannt. Ihm aber seien die Menschen in dem westafrikanischen Land ein Herzensanliegen. Auch stand „die Partnerschaft mit der MARCS National damals auf der Kippe“, erklärt er. Die MARCS (Mouvement des Adultes Ruraux Catholiques du Sénégal) ist die katholische Partnerorganisation des Landvolks im Senegal. Inzwischen seien die größten Probleme gelöst und die Partnerschaft mit der KLB Bayern wurde 2025 um weitere drei Jahre verlängert. Zudem stelle sich die MARCS gerade neu auf. „Ich hoffe, dass nach den Neuwahlen etwas vorangeht. Aber eine gewisse Skepsis bleibt.“

Positiv sei, dass die „KLB auf Landesebene gehört wird“. Das gelte für Verlautbarungen, die etwa bei Studientagen zu gesellschaftlichen, kirchlichen oder landwirtschaftlichen Themen erarbeitet werden, aber auch für Gespräche. So nahm er am Meinungsaustausch mit hochrangigen Politikern im Bayerischen Landtag ebenso teil wie an Treffen mit Kirchentretern wie Kardinal Reinhard Marx. Dabei habe er die prominenten Gesprächspartner durchaus anders erlebt als über die Medien. „Die sind oft ganz anders als sie in der Öffentlichkeit auftreten.“

Auch nach seinem Ausscheiden aus Landesvorstand will Schneider die Senegalpartnerschaft nicht vernachlässigen. Das gelte sowohl für die Landes- als auch für die Diözesanebene, auf der er seit vielen Jahren einer der Hauptakteure für die Zusammenarbeit mit den Menschen in dem westafrikanischen Land ist, insbesondere in der Partnerdiözese Kaolack.

Walter Sauter (KLB)

(1926/0445; E-Mail voraus)

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