Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

„Eine Zeit des Umbruchs“

Neujahrsbegegnung für Mitarbeiter des Bistums Würzburg – Generalvikar Keßler kündigt Einsparungen an – MAV-Vorsitzende Weitz: „Werden Mitbestimmung klar und konsequent einfordern“

Würzburg (POW) Gerade in einer Zeit des Umbruchs seien alle in besonderer Weise in den verschiedenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten aufeinander angewiesen. Das hat Generalvikar Thomas Keßler bei der Neujahrsbegegnung am Montag, 7. Januar, im Würzburger Burkardushaus betont und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des bischöflichen Ordinariats für ihren Einsatz im Dienst des Bistums Würzburg gedankt.

Als Beispiel für die aktuellen Herausforderungen nannte der Generalvikar die Änderungen, die im Bereich der Umsatzsteuer ab dem Jahr 2021 gelten. Für viele kirchliche Aktivitäten – nicht nur solche der Diözese, sondern auch von Kirchenstiftungen – werde dann Umsatzsteuer erhoben und abgeführt werden müssen. „Wir müssen in der Lage sein, alle entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen lückenlos einzuhalten, um Haftungsrisiken und sogar Strafen zu vermeiden.“ Das bringe tiefgreifende Umstellungen mit sich, an denen die Finanzkammer schon seit längerem und derzeit mit externer Unterstützung auf Hochtouren arbeite.  Stellvertretend für alle Beteiligten dankte Keßler dem kommissarischen Finanzdirektor Andreas Hammer. Er kündigte zudem an, dass die Ausschreibung der Position eines bischöflichen Finanzdirektors derzeit vorbereitet werde.

Zudem gelte es zukünftig, mit weniger finanziellen Ressourcen auszukommen. „Unsere Diözese konnte in der Vergangenheit nicht nur von einer bisher guten Situation bei den Kirchensteuereinnahmen profitieren, sondern auch auf die Ressourcen des Bischöflichen Stuhls zurückgreifen.“ Das werde in Zukunft im Blick auf die Trennung der verschiedenen Rechtsträger so nicht mehr möglich sein. Hinzu komme, dass die Steuereinnahmen sinken. „Die hohen Ausgaben vergangener Haushaltsjahre können wir uns nicht länger leisten. Deshalb steuern wir um“, betonte der Generalvikar.

Er sei sich bewusst, dass ein Weg mit sichtbaren Veränderungen und Neuerungen nicht immer leicht sei. „Ich werde nicht aufhören, zu erklären und für unsere Vorgehensweise zu werben.“ Ihm sei zugleich klar, dass er nicht gleichzeitig mit allen sprechen und es jedem Recht machen könne. „Vertrauen Sie darauf, dass wir die vor uns liegenden Herausforderungen gemeinsam erfolgreich bewältigen werden“, sagte der Generalvikar. Er dankte der Mitarbeitervertretung (MAV) für den „engen, vertrauensvollen und partnerschaftlichen Austausch“.

„Dinge anders zu tun als bisher bedeutet nicht, dass wir den Stab über die Vergangenheit brechen“, erklärte Keßler weiter. Die Schwerpunkte der Diözese in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten würden aus heutiger Perspektive womöglich hinterfragt oder nicht mehr so angegangen werden. „Aber wir richten hierüber nicht. Wir blicken in die Zukunft und stellen die Weichen für eine Zeit mit veränderten Rahmenbedingungen.“ Keßler dankte allen Hauptabteilungsleitern und Mitgliedern der Ordinariatskonferenz für ihr Engagement. Besonderen Dank sprach er Bischof Jung aus, „für seine starken Impulse und sein tatkräftiges spirituelles Wirken für unser Bistum, das bereits nach wenigen Monaten seine Wirkungen entfaltet“.

MAV-Vorsitzende Dorothea Weitz sprach davon, dass der Sinn der Arbeit derzeit auf eine harte Probe gestellt werde: „Große Veränderungen stehen an, Probleme türmen sich auf – finanziell, organisatorisch, menschlich.“ Von Seiten der MAV werde alles dafür getan werden, dass die notwendigen Veränderungen „transparent und nachvollziehbar gestaltet werden“, sagte Weitz. „Wir werden, wieder und wieder, unsere Rechte der Mitbestimmung im Sinne aller Kolleginnen und Kollegen klar und konsequent einfordern.“ Als Symbol für Glaube, Hoffnung und Liebe als zentrale christliche Tugenden überreichte Weitz dem Generalvikar eine Bibel mit Bildern aus Misereor-Hungertüchern. „Im Namen aller Beschäftigten bitte ich Sie, wichtige Entscheidungen auf dem Fundament des Evangeliums zu treffen und anstehende Veränderungen mit uns allen gemeinsam zu gestalten, damit die ‚Kraft der großen Sache‘ uns weiterhin einen positiven Sinn geben kann.“

mh (POW)

(0119/0040; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung