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Elemente des Christentums

Interaktive Wanderausstellung „Was uns angeht“ lädt ein, wichtige Begriffe neu zu entdecken

Würzburg (POW) Es ist eine Annäherung an große Wörter des Christentums – und zwar im ganz wörtlichen Sinn: Bei der Wanderausstellung „Was uns angeht“, entworfen von der Domschule Würzburg, sind die Besucher eingeladen, insgesamt zwölf Schaumstoffstelen näher in den Blick zu nehmen. „Die Ausstellung lädt dazu ein, die Worte und Themen zu ergreifen und sich zu ihnen zu positionieren, also mit den Worten im wahrsten Sinn umzugehen“, erklärt Dr. Dietmar Kretz. Die Objekte lassen sich zum Beispiel zusammenrücken, voneinander entfernen, zu einer Sitzgelegenheit, einem Tor oder auch einer Liege gruppieren. Zu finden sind große Worte wie Liebe, Gott, Schöpfung, Geheimnis, Tod oder Hoffnung. „Die Ausstellung greift diese Worte auf und möchte Anregungen geben, die Relevanz dieser Begriffe für das eigene Leben zu entdecken und sich damit auseinanderzusetzen“, sagt Pfarrer Stefan Mai aus Gerolzhofen, der die Ausstellung mit entwickelt hat. Gefördert wurde das Projekt zu einem großen Teil aus Mitteln des Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetzes (BayEbföG) über die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) in der Diözese Würzburg. 

„Die Motivation für uns war der Eindruck, dass der Großteil der Glaubensinhalte dem Anschein nach für viele Menschen eine fremde Welt sind“, sagt Domkapitular Dr. Helmut Gabel, langjähriger Leiter der Hauptabteilung Außerschulische Bildung beim Bistum Würzburg. „Wir möchten mit diesem Angebot etwas dafür tun, dass die Leute entdecken können, was das Christentum mit ihrer Lebenswelt zu tun hat. Wir tun das bewusst in dieser Form und nicht in Form von belehrenden Texten.“ Er hofft, mit den Wort-Stelen so manches Aha-Erlebnis auslösen zu können.

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Ganz ursprünglich, so erzählen Kretz und Mai, hatten sie eine Ausstellung zum Glaubensbekenntnis im Kopf. Diese Idee hätten sie aber verworfen, weil diese ihnen zu eng erschienen sei. „Die zwölf Stelen bieten jetzt Grundzüge des Christentums in heutiger Sprache und können so ein Fenster öffnen für alle, die auf der Suche sind“, sagt Mai. Die gezeigten Begriffe stellten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. „Wir möchten Menschen miteinander ins Gespräch bringen und sie zugleich einladen, darüber nachzudenken: Was ist mir wichtig? Was gehen mich Dinge wie ‚Erlösung‘ oder ‚Freiheit‘ im Alltag an?“

Die Wanderausstellung ist in einem aufwändigen Prozess entstanden. In einem ersten Schritt hätten sich etwa 50 Menschen – Theologen, kirchlich engagierte Laien, aber auch Kirchenferne und Agnostiker – an einem Abend auf wesentliche Begriffe geeinigt.  Diese wurden dann von Kretz und Mai zu Begriffspaaren gekoppelt, oft ein religiöser Begriff mit einem weltlichen. Beispielsweise „Gott“ mit „Geheimnis“, „Beten“ mit „Kraft“ oder „Jesus“ mit „Herausforderung“. Allein dadurch entstehe schon eine Spannung, die zur Auseinandersetzung einlade.

„Für uns als Kommunikationsdesigner war dann die spannende Frage: Wie setzen wir das Ganze um?“, sagt Jochen Tratz, der gemeinsam mit seiner Kollegin Tina Westendorf vom Büro „Frankfurter Fuenf“ die gestalterische Seite betreut hat. Konventionelle Roll-ups, leicht zu verstauen und günstig herzustellen, wären vermutlich die einfachste, aber eben auch die langweiligste Variante gewesen. „Wir haben uns schließlich für Quader aus bedrucktem Stoff mit festem Schaumstoffkern entschieden“, erklärt Tratz.

Neben den Begriffspaaren zeigen die Stelen, die in kräftigen, inhaltlich orientierten Farben gehalten sind, großformatige Fotos, Hashtags, also Stichworte, wie sie in sozialen Medien gern verwandt werden, aber auch Liedtexte und Zitate. Oft finden sich darauf auch QR-Codes. Scannt der Nutzer diese mit seinem Smartphone, wird er dann zum Beispiel zu einem inhaltlich weiterführenden Musikvideo weitergeleitet.

Drei Würfel, die zugleich als Sitzgelegenheit genutzt werden können, liefern mit ihrem Aufdruck Einzel- wie Gruppennutzern Anleitung und Anregung für die Auseinandersetzung. Für Schulen gibt es zudem Material für Unterrichtsgänge. Eigens erhältliche pastorale Anregungen zeigen darüber hinaus auf, wie die Ausstellung im Gemeindeleben sichtbar werden kann. „Außerdem arbeitet ein Team von Autoren nach und nach eine Reihe von Predigten aus, die auf der Homepage www.was-uns-angeht.de zum Abruf eingestellt werden“, sagt Mai, der auch regelmäßig religiöse Sendungen im Bayerischen Rundfunk gestaltet. 

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und wird von der Domschule Würzburg verliehen. Für die Interaktion und den kreativen Umgang mit der Ausstellung ist ein trockener Raum mit etwa 80 Quadratmetern Grundfläche erforderlich. Für Pfarreiengemeinschaften, kirchliche und nichtkirchliche Einrichtungen auf dem Gebiet der Diözese Würzburg wird keine Ausleihgebühr erhoben. Nähere Informationen bei der Domschule Würzburg, Telefon 0931/38643111, E-Mail info@domschule-wuerzburg.de.

Zu sehen ist die Wanderausstellung vom 25. Juli bis zum 13. September im Steigerwald-Zzentrum in Handthal, vom 14. September bis 11. Oktober in der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Franziskus am Steigerwald, Gerolzhofen“, vom 12. Oktober bis zum 15. November im Martinushaus in Aschaffenburg sowie vom 16. bis zum 29. November im Würzburger Matthias-Ehrenfried-Haus.

mh (POW)

(3020/0772; E-Mail voraus)

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