Würzburg (POW) Das Museum am Dom (MAD) in Würzburg geht in den kreativen Endspurt. Am Montag, 18. Mai, nach dem 104. Deutschen Katholikentag, schließen sich die Türen für rund zwei Jahre. Bis dahin können Interessierte die Sonderausstellungen erkunden, Musik- und Tanzperformances erleben oder auch selbst aktiv werden – ab 1. Mai bei freiem Eintritt für alle. Im Rahmen der Sanierung des Kilianshauses wird auch das MAD neu konzipiert und soll nach der Wiedereröffnung im Sommer 2028 Kunst und Bistumsgeschichte vereinen.
Gleich zwei Sonderausstellungen gibt es derzeit zu entdecken. In „Mythos Mutter – Mutterwerden zwischen Ideal und Realität“ hinterfragt die Würzburger Künstlerin Paloma Wolff idealisierte Mutterrollen und das Bild der Gottesmutter Maria als „Übermutter“. Demgegenüber stellt sie vielfältige, ehrliche Mutterbilder jenseits von Perfektion und gesellschaftlichen Erwartungen. Verlängert wurde die Schau „Bewegtes Blei. Günther Berger im Fokus“. Sie zeigt einen Querschnitt durch das künstlerische Werk des 2014 verstorbenen Bildhauers Günther Berger. Das Besondere: Viele seiner Objekte sind beweglich.
Ein besonderes Museumserlebnis verspricht die Veranstaltung „Fizzi and the Bows. Klänge zwischen Licht und Schatten“ am Sonntag, 3. Mai, jeweils um 14 und 16 Uhr. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, Kunst zu entdecken und Musik zu fühlen: „Drei Quartette, drei Epochen, drei Klangwelten: Mozarts heitere Klarheit trifft auf Borodins warme Romantik und Ethel Smyths leidenschaftliche Eigenständigkeit.“ Es spielen Daniel Nevermann und Sophia Krzyzanowski (Violine), Katja Rappelt (Viola) und Lena Stübinger (Violoncello).
„Große Pause für alle Mütter!“ heißt es am Muttertag am Sonntag, 10. Mai. An diesem Tag sind ausdrücklich alle Väter mit ihren Kindern – gleich welchen Alters – ab 15 Uhr zu Mitmachangeboten und Kurzführungen eingeladen.
Zum 104. Deutschen Katholikentag zeigt das Künstlerkollektiv „anderer tanz“ der Theaterhalle am Dom von Donnerstag bis Samstag, 14. bis 16. Mai, Performance-Acts. Sie stehen unter der Überschrift „TanzXKunstXPhilosophie. Dialoge zwischen Zeitlinien“. An diesen Tagen ist das MAD von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Fortgeführt wird die Mitmachaktion „Wonach sehnst Du dich?“. Mit Hilfe von bunter Fensterfolie und Kreidestiften können die Besucherinnen und Besucher auf der Fensterfront des Museums ihre Ideen, Wünsche und Perspektiven miteinander teilen. Unter dem Motto „Zeig uns deinen Liebling und dein größtes Fragezeichen“ können sie zudem mit Stickern ihre Lieblingswerke markieren – oder auch jene, welche die meisten Fragen bei ihnen auslösen.
Der letzte Öffnungstag am Sonntag, 17. Mai, von 12 bis 17 Uhr steht unter dem Motto „Hallo und Auf Wiedersehen!“. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MAD sind vor Ort und beantworten die Fragen der Besucherinnen und Besucher.
Das aktuelle Programm mit genauen Uhrzeiten steht im Internet unter www.museum-am-dom.de.
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