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Enge Verbindung über Kontinente hinweg spürbar

Auf dem Weg zum Katholikentag
Tansanisch-deutscher Begegnungstag ‒ Dipbach und Mkoha stärken ihre Pfarreipartnerschaft im Vorfeld des Katholikentags

Dipbach/Würzburg (POW) Einen Begegnungstag in der Pfarrei Sankt Ägidius in Dipbach (Landkreis Würzburg) hat im Vorfeld des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg die Delegation aus dem tansanischen Partnerbistum Mbinga am Freitag, 8. Mai, absolviert. Im Vorfeld des großen Glaubensfestes hat Bischof Dr. Franz Jung bereits Delegationen aus Tansania und Brasilien im Bischofshaus willkommen geheißen. Die rund 30 Gäste aus dem Bistum Njombe (Tansania) sowie den Partnerdiözesen Óbidos (Brasilien) und Mbinga (Tansania) absolvieren bis zum Start des Katholikentags am Mittwoch, 13. Mai, ein umfangreiches Rahmenprogramm, berichtet die Pfarrei.

Für die Dipbacher sei der Besuch von John C. Ndimbo, Bischof von Mbinga, eine besondere Ehre gewesen. Er feierte zum wiederholten Mal mit ihnen Gottesdienst. Bei einem Besuch vor neun Jahren in Würzburg habe Ndimbo auch einen „ganz normalen Gottesdienst in einer kleinen Dorfkirche“ erleben wollen. Damals fiel die Wahl auf Dipbach. Das Pontifikalamt im Juni 2017 habe etliche Dorfbewohner so bewegt, dass sie „Mitarbeiter Gottes“ werden wollten.

„Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter“, berichtete Bischof Ndimbo seinerzeit von Projekten in seinem Land. „Von diesen Worten haben wir uns anstecken lassen“, erinnerte Inge Holzleitner an die Anfänge der im Mai 2018 gegründeten Pfarreipartnerschaft mit Mkoha. Das Dorf mit rund 7500 Einwohnern liegt etwa 40 Kilometer von Mbinga entfernt. Seither seien tiefe Freundschaften gewachsen. Dipbacher reisten nach Tansania und unterstützten dort ein Wasserleitungsprojekt sowie den Bau eines Kindergartens.

„Es freut uns sehr, dass wir heute Gelegenheit haben, ein herzliches ,Vergelts Gott' zu sagen“, lobte Bischof Ndimbo die „innige Partnerschaft, den persönlichen Austausch und die sehr gute Entwicklung“. Beim Begegnungsfest lernten Pfarrer Helmut Rügamer, Leiter des Pastoralen Raums Bergtheim-Fährbrück, dessen Pastoralteam sowie die Dipbacher auch Pfarrer Thadei Ngwalo kennen. Ihm übertrug Bischof Ndimbo im September 2024 die Verantwortung für die Pfarrei Mkoha.

Der Bischof und Father Ngwalo zählten zu den zehn Personen aus Tansania, die sich im Dipbacher Pfarrheim mit dem Arbeitskreis Mbinga der Diözese zum Austausch trafen. In Kleingruppen stellten sie die Seelsorge, das Alltagsleben sowie die Visionen und Träume von Frauen und Jugendlichen in den zwei Ländern gegenüber. Nicht nur für Burkhard Pechtl, Afrikareferent des Bistums Würzburg, war dieser enge Austausch ein besonderes Erlebnis. „Hier zeigt sich die Weltkirche im Kleinen“, deutete er die Begegnung.

Der Tag in Dipbach werde in Erinnerung bleiben, waren sich die Beteiligten einig. Er war geprägt von persönlichem Austausch, dem Gottesdienst mit dem Chor „Canti.cum“, von Geschenken, einem fröhlichen Fest auf dem Dorfplatz einschließlich fränkischer Bratwürste mit Sauerkraut. Es traten zudem die Püssensheimer Musikanten und die Tanzgruppe aus Kürnach auf. Die Gäste aus Afrika boten Lieder und Tänze aus ihrer Heimat dar. Spätestens als die afrikanischen Gäste bei den fränkischen Rundtänzen mitmachten, sei die enge Verbindung über Kontinente hinweg spürbar gewesen.

(2026/0467; E-Mail voraus)

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