POW: Wie ist der Stadtteil Hubland in die kirchliche Zuständigkeit im Pastoralen Raum Würzburg Süd-Ost eingebunden?
Pfarrer Sven Johannsen: Das Hubland gehört kirchenrechtlich zur Pfarrei Sankt Barbara im Stadtteil Frauenland. Sie ist Teil des Pastoralen Raumes Würzburg Süd-Ost. Die Pfarrkirche Sankt Barbara liegt jedoch am Rande des Stadtteils. Viele Gottesdienstbesucherinnen und -besucher aus dem Hubland orientieren sich daher an anderen kirchlichen Orten in der Nähe, insbesondere an der Klosterkirche Mariannhill und Unsere Liebe Frau (ULF), die ebenfalls im Frauenland liegen. Auch die Pfarrei Sankt Nikolaus in Gerbrunn wird besucht.
Die Pfarreien des Pastoralen Raumes Würzburg Süd-Ost verstehen ihren Beitrag zur Seelsorge insbesondere in der Feier von Gottesdiensten sowie in einer kontinuierlichen Präsenz im Stadtteil, die perspektivisch stärker räumlich verankert werden soll.
POW: Welche Angebote werden von den Bewohnern des Hublands genutzt?
Johannsen: In der Kirche Unsere Liebe Frau finden Tauffeiern statt. In den vergangenen Jahren wurden neun Kinder aus dem Hubland dort getauft. In diesem Jahr gehen zwölf Kinder aus der Pfarrei Sankt Barbara zur Erstkommunion, die ebenfalls in Unsere Liebe Frau gefeiert wird. Die meisten dieser Kinder wohnen im Bereich Hubland sowie in angrenzenden Straßen, die sich sozialräumlich ebenfalls am Hubland orientieren.
Einzelne Familien aus dem Hubland engagieren sich im Gemeindeleben der Pfarrgemeinden in Würzburg Ost. Einige Eltern wirken in der Kinderkirche mit, Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil nehmen an Jugendgruppen teil. Stark nachgefragt werden zudem die Kindertageseinrichtungen der Gemeinden, darunter Sankt Barbara, Sankt Alfons, Sankt Nikolaus und Unsere Liebe Frau.
Parallel sind Ehrenamtliche und Bewohner des Stadtteils in Kontakt mit den Gemeinden des Pastoralen Raumes, um zusätzliche Angebote für das Hubland zu entwickeln. In diesem Zusammenhang wird auch über mögliche Räume für Veranstaltungen im Stadtteil gesprochen. Ein weiterer Ansatz ist ein neu gestalteter Begrüßungsbrief für Neuzugezogene, mit dem Kontakte zu neu eingezogenen Familien hergestellt werden sollen.
POW: Wie beurteilen Sie den Ansatz des Projekts „Kirche am Hubland"?
Johannsen: Menschen aus dem Hubland besuchen teilweise Gottesdienste der umliegenden Gemeinden, engagieren sich in Gruppen und nehmen an kirchlichen Angeboten teil. Neben den Aktivitäten der Pfarreien gibt es im Stadtteil aber auch andere seelsorgliche Angebote, etwa durch die Arbeit der „Kirche am Hubland“. Die „Kirche am Hubland“ ergänzt die pastorale Arbeit vor Ort. Dadurch entsteht eine pastorale Vielfalt.
Das Interview führte Judith Reinders (POW)
(1326/0293; E-Mail voraus)
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