Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Festakt mit Buchpräsentation

Ostkirchliches Institut an der Universität Würzburg begeht 70-jähriges Bestehen – Rund 100 Teilnehmer bei Gottesdienst und Vortrag

Würzburg (POW) Mit der Präsentation des Tagungsbandes „Das Christusbild. Zu Herkunft und Entwicklung in Ost und West“ hat das Ostkirchliche Institut an der Universität Würzburg sein 70‑jähriges Bestehen begangen. Hauptzelebrant des Gottesdienstes zum Hochfest „Sankt Peter und Paul“ in der Pfarrkirche Sankt Bruno war Monsignore Dr. Giuseppe Ghiberti, Professor em. für Neues Testament an den Universitäten Turin und Mailand und Ehrenvorsitzender der Diözesan-Kommission für das Turiner Grabtuch. Ghiberti beging zudem an diesem Tag sein 60. Priesterjubiläum. Die Predigt hielt Dompfarrer Dr. Jürgen Vorndran, es konzelebrierten Pfarrvikar Christian Stadtmüller und Neupriester Dr. Thomas Németh, berichtet das Ostkirchliche Institut.

Den anschließenden Festakt mit etwa 100 Teilnehmern im Pfarrsaal von Sankt Bruno eröffneten Professor em. Dr. Christian Hannick und Dr. Thomas Németh. Ein besonderer Gast war Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele, der dem Institut seit vielen Jahren verbunden ist. Wie Bischof Dr. Friedhelm Hofmann als Schirmherr des Würzburger Kongresses zum Christusbild betonte, leiste das Ostkirchliche Institut einen wichtigen Beitrag dazu, den Reichtum des christlichen Erbes zu bewahren und für die Gegenwart fruchtbar zu machen. Er stellte die Bedeutung des Christusbildes bei der Suche nach dem wahren Antlitz Christi heraus, gemäß dem Johannes-Evangelium: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ Gebührenden Dank sprach der Bischof dem Projektleiter Professor em. Dr. Karlheinz Dietz aus für dessen „unerschütterlichen, selbstlosen und ehrenamtlichen Einsatz“ bei der soliden wissenschaftlichen Erforschung des Turiner Grabtuchs. Dietz vermittle die Kenntnis über diesen kostbaren Stoff in authentischer Form. Er scheue sich zudem nicht, in wissenschaftlicher Aufrichtigkeit offene Fragen und Probleme anzusprechen und sich konstruktiv mit Kritikern auseinanderzusetzen. Ihm sei es gelungen, namhafte Wissenschaftler zusammenzuführen. Die Ergebnisse dieser Bemühungen fänden sich in dem vorliegenden Band vereinigt. Das Christusbild könne durch diese Forschungen für viele Menschen neu erlebbar werden, sagte der Bischof.

Dietz skizzierte die Geschichte des Würzburger Kongresses, der in Köln zusammen mit dem dortigen Weihbischof Dr. Friedhelm Hofmann konzipiert worden sei, dann durch dessen Berufung zum Würzburger Bischof in dessen neue Bischofsstadt und schließlich an das dortige Ostkirchliche Institut gelangte. Die Würzburger und die Wiener Tagung, deren Organisatorin Dr. Elisabeth Maier von der Wiener Katholischen Akademie zugegen war, sollten den Austausch der mit dem „Christusbild“ befassten Gelehrten ermöglichen, gleich welche Forschungsmeinung sie vertraten. Die gegenseitige Wahrnehmung über geographische, sprachliche, kulturelle und kirchliche Grenzen hinweg sollte gefördert werden – ein Ziel, das nicht problemlos zu verwirklichen gewesen sei. Die Herausgeber des Buches überreichten Bischof Hofmann als Schirmherrn ein signiertes Exemplar und ein weiteres an Professor Ghiberti, dem es ebenfalls gewidmet ist.

Der Festvortrag von Monsignore Ghiberti informierte über „Das Grabtuch von Turin in Begegnung mit den Ostkirchen“. Als Präsident des gemeinnützigen Vereins der „Amici delle Chiese d’Oriente“ (AMCOR – Freunde der Ostkirchen) konnte der Referent authentisch berichten: Seit vielen Jahren begleitet er die Pilger aus den verschiedenen östlichen Kirchen zum Turiner Grabtuch und bringt selbst regelmäßig mit einer Gruppe von AMCOR Kopien des Grabtuchs in originaler Größe in östliche Länder, zuletzt nach Griechenland, Russland, Georgien und ins Heilige Land. Begegnungen mit Vorträgen und Diskussionen, aber auch soziale Hilfen sind Teil dieser Reisen. Die Festveranstaltung wurde musikalisch umrahmt durch den Chor der Russischen Orthodoxen Kirche Würzburg. Dieser brachte Gesänge auf die Apostelfürsten Petrus und Paulus, das Christusbild und die Gottesmutter zu Gehör.

Karlheinz Dietz, Christian Hannick, Carolina Lutzka und Elisabeth Maier (Hrsg.): Das Christusbild. Zu Herkunft und Entwicklung in Ost und West. (Das Östliche Christentum, Neue Folge, Band 62), 883 Seiten und 88 Farbtafeln, 69 Euro, Echter Verlag, Würzburg 2016, ISBN 978-3-429-04199-1.

Carolina Lutzka (Ostkirchliches Institut)

(2917/0761; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung