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Franziskanerpater Dominik Lutz wird 90 Jahre alt

Vierzehnheiligen/Hammelburg (POW) 90 Jahre alt wird am Mittwoch, 23. März, Franziskanerpater Dominik Lutz, früherer Wallfahrtsseelsorger am Kloster Kreuzberg in der Rhön, in Vierzehnheiligen.

Dort verbringt er seit 2010 seinen Ruhestand im Mutterhaus der Vierzehnheiligen-Schwestern. Lutz stammt aus Morlesau bei Hammelburg, wo er 1926 geboren wurde und mit sechs Geschwistern aufwuchs. 1936 kam er in das Knabenseminar in Dettelbach. Für Lutz begann die „Geschichte einer gestohlenen Jugend“. Nach der Auflösung des Seminars an Ostern 1937 besuchte er das Franziskanerseminar Kloster Altstadt in Hammelburg. Nach der Auflösung dieses Seminars 1939 kam Lutz nach Bamberg, wo er bis 1943 das Gymnasium besuchte. Im Herbst 1943 wurde er als Luftwaffenhelfer nach Schweinfurt beordert und musste Militärdienst in der Tschechei und im Osten Deutschlands leisten. Bei der Verladung als Kriegsgefangener nach Sibirien floh Lutz. Für ihn begann „die längste Wallfahrt meines Lebens“. Nach der Rückkehr in die fränkische Heimat trat er im Oktober 1945 bei den bayrischen Franziskanern in das Noviziat in Dietfurt ein. Nach Studienjahren in Bad Tölz und München-Sankt Anna legte er am 14. Oktober 1950 die feierliche Profess ab. Kardinal Michael Faulhaber weihte ihn am 8. Juli 1951 in München-Sankt Gabriel zum Priester. Danach wirkte Lutz als Präfekt in Bamberg-Sankt Jakob und in Freystadt/Oberpfalz. 1956 wurde er Kaplan in Nürnberg-Sankt Ludwig und ein Jahr später zusätzlich Gehörlosenseelsorger für das Erzbistum Bamberg. 1964 wechselte Lutz nach München und war bis 1979 Direktor der Katholischen Heimatmission. Zusätzlich war er ab 1967 Guardian in München-Sankt Anna und leitete den Wiederaufbau der völlig zerstörten Klosterkirche. 1981 kam Lutz als Guardian und Wallfahrtsseelsorger nach Vierzehnheiligen. Dort wirkte er 20 Jahre und fand mit der Restaurierung der Basilika sein Lebenswerk. Von 1982 bis 1990 leitete Lutz die umfangreiche Erneuerung der Nothelferstätte und scheute keine Diskussionen mit Behörden. Als Wallfahrtsseelsorger veröffentlichte er zahlreiche Bücher, Bildbände und Kleinschriften zur Wallfahrt und zur Nothelferverehrung. Seine jahrzehntelange Forschungsarbeit zur Verehrung der Vierzehn Heiligen ist in dem Buch „Nothelfer. Patrone in allen Lebenslagen“ zusammengefasst. Im August 2001 sandte ihn die Ordensleitung als Wallfahrtsseelsorger zum Kreuzberg. Dort wirkte der weit über Franken hinaus bekannte Seelsorger, Kirchenrestaurator und Buchautor bis 2009. Danach kehrte er zurück nach Vierzehnheiligen, wo er auf der Seniorenstation des Mutterhauses seinen Lebensabend verbringt.

Lutzs Verdienste wurden von verschiedener Seite gewürdigt: 1979 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, die Stadt München zeichnete ihn mit der Ehrenmedaille „München leuchtet“ aus. 1988 ehrte ihn die Stadt Hammelburg mit dem Kulturehrenbrief, im Jahr 2001 mit der Bürgermedaille. 1990 erhielt Lutz die Ehrenmedaille der Stadt Staffelstein. 1991 folgten der Kulturehrenbrief des Landkreises Bad Kissingen und die Denkmalschutzmedaille des bayerischen Kultusministeriums. Das Erzbistum Bamberg verlieh ihm 1991 den Titel Erzbischöflicher Geistlicher Rat. Der Bezirk Oberfranken würdigte Lutz im Jahr 1995 mit der Ehrenmedaille des Bezirks. Die Diözese Würzburg ehrte den besonderen Einsatz des Paters anlässlich dessen 60. Ordensjubiläums im Jahr 2005 mit der Verleihung der Liborius-Wagner-Plakette.

(0915/0251)

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