Für rund 30 Länder und Regionen, die sich derzeit im Krieg befinden oder unter Terrorismus leiden, wurden Kerzen entzündet. Gebetet wurde unter anderem um ein Ende der Gewalt im Heiligen Land, ein Ende des Bürgerkriegs im Sudan und Südsudan, ein Ende des Ukrainekriegs sowie ein Ende des Konflikts zwischen Venezuela und den Vereinigten Staaten. Die christliche Botschaft vom Frieden und auch das Gebet um Frieden „hier und heute“ erschienen in zunehmendem Maße wie „eine lächerliche Utopie, die der harten Wirklichkeit von Kriegen und Konflikten, von Gewalt und Grausamkeit nicht standhält“, sagte Weihbischof Paul Reder in seiner Predigt. Doch Papst Leo XIV. habe mit seiner Botschaft zum Weltfriedenstag einen „herausfordernden Akzent“ gesetzt: „Der Friede sei mit euch allen: hin zu einem ,unbewaffneten und entwaffnenden‘ Frieden.“ Der Friedensgruß sei mehr als eine Höflichkeitsfloskel. „Reden wir vom Frieden im christlichen Sinn, meinen wir keinen menschlichen Appell, sondern in Jesus Christus eine Wirklichkeit, die uns Frieden bringt, wenn wir uns ihrer Botschaft öffnen. Reden wir im christlichen Sinn von Frieden, dann geht es darum, dieser Wirklichkeit in Person Zugänge zu unserer Welt zu öffnen, zur Welt in uns, aber auch zur Welt um uns herum“, sagte der Weihbischof. Jesus habe seine Jünger ermutigt und darin geschult, im Vertrauen auf Gott nicht nachzulassen. „Dieses Gottvertrauen hebt unseren Blick über die Tragik der Weltsituation hinaus und gibt eine Perspektive, wo Verzweiflung die Kräfte zur Hoffnung und zum Guten lähmt.“ Das Gebet wurde auf Domradio.de gestreamt, hier ist auch ein Interview mit Weihbischof Reder (www.domradio.de/artikel/domradiode-uebertraegt-friedensgebet-von-santegidio-aus-wuerzburg) zu finden.
sti (POW)
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