Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Fünf neue Benediktineroblatinnen und -oblaten

Drei Frauen und zwei Männer legen in der Abteikirche Münsterschwarzach die Oblation ab

Münsterschwarzach (POW) Am Wochenende vor dem Hochfest der Klosterpatronin Felizitas sind drei Frauen und zwei Männer in die Gemeinschaft der Benediktineroblaten von Münsterschwarzach aufgenommen worden. Bei einem Konventamt in der Abteikirche am Samstag, 20. November, versprachen sie vor Abt, Mönchskonvent und Oblatengemeinschaft ein Leben nach dem Evangelium. Im Anschluss sangen sie den Professgesang der Mönche, das „Suscipe me“.

Auf die Parallelen bei Profess und Oblation kam Abt Michael Reepen bereits vorher zu sprechen. Oblaten würden vor Abt und Gemeinschaft auch ein Leben der Gottsuche versprechen, deshalb würden sich die Riten an vielen Stellen ähneln. In seiner Predigt nahm er Bezug auf eine Geschichte aus den 1920er Jahren. Die Mönchsgemeinschaft war auf der Suche nach einer neuen Quelle für einen Brunnen und musste tiefer bohren als geahnt. Obwohl der damalige Abt Plazidus Vogel schon aufgeben wollte, kamen sie letztlich doch zur Quelle.

„Und das ist ein Zeichen für uns und unser Leben. Dass wir manchmal tiefer bohren müssen. Und dass wir Menschen haben, die das Gespür haben, wo wir tiefer gehen müssen, das ‚Mehr‘ suchen“, erklärte der Abt. Aus diesem Brunnen müsse aber auch geschöpft werden, sonst versiege er. Im Evangelium des Tages sei auch die Rede von einem „tiefen“ Brunnen. Es brauche auch im Leben Tiefgang. „Für viele von Ihnen ist Münsterschwarzach so ein Brunnen, so eine Quelle, wo Sie auftanken können“, sagte der Abt weiter. „Aber Münsterschwarzach ist nicht die Quelle. Christus ist die Quelle!“

Die Quelle sei schon in allen durch die Taufe, erinnerte Abt Reepen. Daran sollten die Neu-Oblatinnen und -Oblaten denken, wenn sie die Oblation ablegten. Was in der Taufe geschehen sei, sei nun noch einmal zu vertiefen. „Sie legen die Oblation ab, weil sie aus der Quelle schöpfen und die Quelle entdecken in der Welt und im Alltag. Gleichzeitig ermutige ich Sie, für andere Quelle zu sein, damit sie Christus erkennen.“

Im anschließenden Oblationsritus traten die Frauen und Männer vor den Abt und verlasen nach Anrufung des Heiligen Geistes ihre Oblationsurkunde. Sie versprachen ein Leben nach dem Evangelium in der Tradition des heiligen Benedikt und der Gemeinschaft von Münsterschwarzach. Nach der Unterschrift nahm diese Pater Udo Küppers, der scheidende stellvertretende Oblatenrektor, in Empfang. Von Abt Reepen erhielten sie in Erinnerung an das gemeinsame Chorgebet das kleine Antiphonale mit dem Stundengebet und eine Benediktsmedaille.

Stichwort: Benediktineroblaten

Benediktineroblaten sind Menschen, die nicht im Kloster leben, sich aber durch einen kirchlichen Akt, die Oblation, an eine benediktinische Gemeinschaft anschließen. Damit möchten sie ihrer Gottsuche eine konkrete Ausgestaltung geben. Das heißt für sie, ihr Leben – mitten in der Welt – nach dem Evangelium Christi und dem Geist des heiligen Benedikt zu führen. Die Bezeichnung Oblate („oblatus" gleich der Hingegebene, Aufgeopferte, Dargebrachte) weist auf Wesen und Ziel der Oblation hin: sein Leben, sich selbst Christus hinzugeben und diese Hingabe ganz konkret im Alltag zu leben.

jm (Benediktinerabtei Münsterschwarzach)

(4721/1137; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung