Würzburg (POW) Die „offene Gesellschaft“ ist ein großes Ideal, doch im Alltag fordert sie heraus. Die neue Ausgabe von „Gemeinde creativ“ mit dem Titel „Plädoyer für eine offene Gesellschaft“ betrachtet das Thema da, wo es besonders wehtut oder dringend gebraucht wird – vor den Kirchen- und Pfarrhaustüren und auf den Bildschirmen. Es geht um demokratisches Miteinander, digitalen Hass gegen Ehrenamtliche und die Chance synodaler Prozesse. Die neue Ausgabe von „Gemeinde creativ“ erscheint am Montag, 27. Juli.
„Offenheit ist im echten Leben erstaunlich anstrengend. Es bedeutet nämlich, dass man sich auch mit Ansichten auseinandersetzen muss, die man selbst für puren Unfug hält“, schreibt Redaktionsleiter Hannes Bräutigam im Vorwort. Nach den Kommunalwahlen sei die Debatte über das demokratische Miteinander und die grassierende Polarisierung mit neuer Dynamik entbrannt. Der Beitrag „Die Religion der offenen Gesellschaft“ betrachtet die fundamentale Beziehung zwischen Demokratie und Glaube. David Beck, Hate-Speech-Beauftragter der Bayerischen Justiz, zeigt im Interview auf, wie digitaler Hass ehrenamtliches Engagement mundtot machen will.
Kann der Synodale Weg ein Vorbild für demokratische Lebensformen sein? Mit dieser Frage befasst sich der Beitrag „Zwischen grauem Alltag und spirituellen Aufbrüchen“. Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist aber mehr als eine reine Wohlfühlgröße. Er hat auch handfeste ökonomische Auswirkungen und ist damit eine Investition, die sich auszahlt.
Digitale Souveränität durch Open-Source-Software, dafür plädiert der Leiter des Katholischen Datenschutzzentrums Bayern. Denn wahre Offenheit vertrage sich schlecht mit der Abhängigkeit von Tech-Giganten. Eine offene Kirche ist nicht nur eine offene Kirchentür, sondern eine Frage der inneren Haltung. Das Team des Gesprächsladen der Würzburger Augustiner etwa ist für alle Menschen offen.
„Gemeinde creativ“ ist eine Zeitschrift des Landeskomitees der Katholiken in Bayern und erscheint sechsmal jährlich. Das Magazin für engagierte Katholiken und Katholikinnen richtet sich vorwiegend an die Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden, an die Räte und Verbände, und an alle, die an einer lebendigen Kirche Interesse haben und sich dafür einsetzen. Bei Interesse an einem kostenfreien Printabonnement genügt eine E-Mail an gemeinde-creativ@landeskomitee.de. Auf der Homepage www.gemeinde-creativ.de können alle Beiträge aus dem Magazin kostenfrei und ohne Registrierung gelesen werden.
(3026/0725; E-Mail voraus)
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