Würzburg (POW) Das Caritas-Motto „Zusammen geht was“ sei auf allen Ebenen zu spüren. Das hat Weihbischof Paul Reder beim „Abend der regionalen Politik“ am Freitag, 15. Mai, im Würzburger Caritashaus betont. Die gegenseitige Wertschätzung sei dabei wichtiger denn je. „Dazu dienen Orte der Begegnung wie dieser hier. Darüber bin ich sehr froh“, sagte der Weihbischof. Eingeladen hatte der Diözesan-Caritasverband Würzburg (DiCV) im Rahmen des 104. Deutschen Katholikentags.
Die Kirche trage viel dazu bei, ein lebenswertes Miteinander zu gestalten, sagte Domkapitular Monsignore Clemens Bieber, Vorsitzender des DiCV. Dabei seien Caritasverbände das Rückgrat der Gesellschaft, von einst bis heute. Die Menschen in den Gemeinden leisteten auch weiterhin eine großartige Arbeit für die Gemeinschaft. Die Kommunalpolitikerinnen und -politiker trügen immer wieder dazu bei, dass „unsere Städte und Dörfer sowie ganz Unterfranken eine hohe Lebensqualität aufweisen“. Das Ergebnis sei ein breitgestreutes Netzwerk des Miteinanders.
Eva Maria Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, sagte: „,Not sehen und handeln‘ ist das Leitwort der Caritas seit vielen Jahren. Die Voraussetzung dafür ist, den Mut dazu zu haben.“ Konflikte könnten nur im Miteinander gelöst werden, und nur im Miteinander werde auch die Zukunft zu gewinnen sein. In Bezug auf die Nöte der Menschen passe die Caritas-Jahreskampagne „Zusammen geht was“: „Nur im Miteinander kann man die Zukunft gewinnen.“
SPD-Bundestagsabgeordneter Bernd Rützel (Main-Spessart/Miltenberg) sagte, dass Hoffnung stärker sein solle als Zweifel und Liebe größer als Hass. Gerade Verbandsarbeit benötige einen Vertrauensvorschuss, damit das Zusammenstehen, Zusammenhalten und Füreinander einstehen auch gelinge.
CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann (Main-Spessart/Miltenberg) rief zur Demokratie auf. Die Gefahr von Autokratisierung nehme stetig zu. Menschen würden getrieben von Ungeduld und Unruhe, gerade in der heutigen Zeit. „Die Demokratie hat unser Land geformt, sie lässt die Schwachen nicht zurück. Wichtig sind Kommunalpolitiker mit ihrem Tun und Handeln sowie ihrer Glaubwürdigkeit. Demokratie muss man aushalten. Jeder kann und darf mitreden und auch gehört werden.“
Als Dankeschön überreichte Bieber den Rednern ein kleines biblisches Bronze-Relief.
Positives Fazit der Caritas-Mitarbeiter auf der Kirchenmeile
Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), besuchte am Freitag, 15. Mai, den Stand des Diözesan-Caritasverbands auf der Kirchenmeile. Sie sprach über die Vielfalt der Angebote auf der Kirchenmeile und dass Menschen mit wichtigen und zentralen Fragen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas herantreten. Für Angela M. Lixfeld, Leiterin der Abteilung Verband und Personal im Würzburger Caritashaus, war es der zweite Besuch eines Deutschen Katholikentages, und auch sie war begeistert. Iris Schmidt, Leiterin des Goldenen Kinderdorfes, sagte: „Am Katholikentag bleibt man nicht weg, auch wenn es regnet.“
Sabrina Göpfert, Caritas-Referentin Jugend und Familie, freute sich über die vielen guten Gespräche. „Schön, wenn dann Kolleginnen und Kollegen aus anderen Landesteilen neue Ansätze für ihre Arbeit mitnehmen.“ Anne Schwalbe, Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Schweinfurt, lobte die gute Laune, das tolle Miteinander und die große Geduld der Besucherinnen und Besucher. „Zuerst war ich skeptisch, wie die Großveranstaltung verläuft, doch nun bin ich von dem friedlichen Miteinander sehr beeindruckt“, sagte Wolfgang Meixner, Geschäftsführer des SkF Würzburg. „Auch der dritte Tag des Katholikentages zeigt sich bunt und harmonisch“, ergänzte Frank Kupfer-Mauder, hauptamtlicher Caritas-Vorstand für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt.
sl (Diözesan-Caritasverband)
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