Würzburg (POW) Mit dem Einrichten der Baustelle am Kiliansplatz hat die Generalsanierung des Kilianshauses begonnen. Die Arbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Die Baustelleneinrichtung in der Würzburger Innenstadt ist mit erheblichem logistischem Aufwand verbunden. Ziel ist es nach den Worten von Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, die Beeinträchtigungen für Anwohner, Besucher und den innerstädtischen Verkehr so gering wie möglich zu halten. Dennoch müsse mit Einschränkungen gerechnet werden.
Das Museum am Dom ist bereits seit dem Ende des Katholikentags am Sonntag,17. Mai, geschlossen und inzwischen fast vollständig geräumt. Laut Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur, werden die Kunstwerke fachgerecht eingelagert, größtenteils im Depot der Kunstsammlungen. Parallel arbeitet das Bistum an einer Neukonzeption des Museums. Künftig sollen dort Objekte aus dem Domschatz gezeigt und die Geschichte des Bistums stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Auch zeitgenössische Kunst soll weiterhin Teil des Ausstellungskonzepts bleiben.
Einige Kunstwerke sind wegen der Baustelleneinrichtung vom Kiliansplatz entfernt worden. Auch der Kiliansplatz soll neu gestaltet werden Grund dafür ist die neue Eingangssituation in das Kilianshaus. „Der Zugang wird klarer und für die Besucher leichter zu erkennen sein“, betont der Generalvikar. Am Platz werde zu gegebener Zeit ein Denkmal gegen sexualisierten Missbrauch aufgestellt werden. Zusätzlich sollen im Zuge der Neukonzeption auch archäologische Befunde als Fenster durch die Zeiten im Platz integriert werden, um die reiche Geschichte dieses Platzes im Herzen der Stadt erfahrbar zu machen. Der Platz soll zudem die Besucherströme zwischen Kiliansdom und Neumünster besser lenken und auch an Orte wie das Lusamgärtchen, die Schönbornkapelle und den Domkreuzgang mit der Sepultur leiten.
Trotz der Bauarbeiten bleibt der Kiliansplatz für Fußgänger passierbar. Sie können weiterhin über den Platz zur Domstraße gelangen. Auch die Eingänge zum Kiliansdom und zum Neumünster bleiben geöffnet. „Gottesdienstbesucher und Touristen haben damit weiterhin ungehinderten Zugang zu beiden Kirchen“, erklärt Dompfarrer Stefan Gessner.
Für einige Veranstaltungen der Kiliani-Wallfahrtswoche gibt es jedoch Änderungen. Die Begegnungen und Zusammenkünfte, die traditionell auf dem Kiliansplatz stattfinden, werden während der Bauzeit auf die Terrasse vor das Burkardushaus am Bruderhof verlegt. Das gilt auch für die Begegnungen nach den Gottesdiensten für Ehejubilare in der Woche vor der Kiliani-Wallfahrt, teilt Matthias Reichert von der Hauptabteilung Seelsorge mit.
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