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Gerufen, um mutig aufzustehen

Kiliani-Wallfahrtswoche 2026
Bischof Dr. Franz Jung feiert Wallfahrtsgottesdienst mit Gläubigen aus der Region Würzburg – Rund 500 Gläubige pilgern zum Kiliansdom

Würzburg (POW) Bischof Dr. Franz Jung hat beim Kiliani-Wallfahrtsgottesdienst für die Region Würzburg am Donnerstagvormittag, 9. Juli, im Würzburger Kiliansdom den Mut der Pilgerinnen und Pilger gewürdigt. „Schön, dass Sie sich den Appell ‚Hab Mut, steh auf!‘ zu eigen gemacht haben und den Mut hatten, wie die Frankenapostel aufzustehen.“ Rund 500 Gläubige aus der Region Würzburg hatten sich auf den Weg zum Kiliansdom gemacht, um die drei Frankenapostel zu ehren.

In seiner Predigt sprach Bischof Jung darüber, was das diesjährige Kiliani-Motto und die Zeugnisse der Frankenapostel für Christinnen und Christen bedeuten. Zunächst appellierte Bischof Jung, mehr Verantwortung zu übernehmen. „Ich habe den Eindruck, dass wir zusehends verlernt haben, selbst Verantwortung zu übernehmen.“ Alle seien gerufen, mutig aufzustehen und nicht darauf zu warten, dass jemand anderes aktiv werde. „So haben sich auch die Frankenapostel in die Verantwortung des Herrn nehmen lassen.“

Zudem hob Bischof Jung die Notwendigkeit hervor, sich in gesellschaftliche Debatten einzumischen: „Hab Mut, steh auf und misch dich ein! Kilian, Kolonat und Totnan haben auch bewusst das Gespräch mit Herzog Gozbert gesucht, weil sie wussten, dass der Glaube die Kraft hat, die Gesellschaft zum Besseren zu verändern.“ Durch die Menschwerdung Gottes gälten andere Maßstäbe, die verbindlich seien. Deswegen setze sich die Kirche für das ungeborene Leben ein, stelle sich gegen den assistierten Suizid und stelle Plattformen bereit, um das Gespräch miteinander zu fördern. „Dass das Evangelium politisch ist, haben unsere Frankenapostel vorgelebt.“ Christinnen und Christen dürften trotz des rauer werdenden Klimas in der Gesellschaft keine Angst haben, aufzustehen. „Wer sich in die Verantwortung genommen weiß, dem weht heute der Wind ins Gesicht.“ Das hätten auch die Frankenapostel erfahren, die sich nicht einschüchtern ließen. „Sie waren von der Wahrheit der Botschaft überzeugt“, betonte Bischof Jung.

Nach dem Gottesdienst konnten sich die Gläubigen einzeln unter Auflegung von Reliquien der Frankenapostel segnen lassen. Im Anschluss kam es auf der Terrasse des Burkardushauses zu einer Begegnung bei Brezeln und Getränken.

pdf (POW)

(2926/0685; E-Mail voraus)

Weitere Bilder finden Sie hier:bistum-wuerzburg.px.media/share/1783607442w741N51dL90SDE

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