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„Glaube macht frei im Kopf und im Herzen“

Bischof Dr. Franz Jung lässt 20 Erwachsene zu Taufe, Firmung und Eucharistie zu sowie eine Bewerberin zur Erwachsenenfirmung – Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche an Ostern

Würzburg (POW) Insgesamt zwölf Frauen und zehn Männer aus 14 Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften der Diözese Würzburg möchten in die katholische Kirche aufgenommen werden. 20 von ihnen erteilte Bischof Dr. Franz Jung am Sonntag, 1. März, im Würzburger Neumünster die Zulassung zu Taufe, Firmung und Eucharistie. Zudem erteilte der Bischof einer Bewerberin die Zulassung zur Erwachsenenfirmung. Der Bischof salbte ihnen dazu die Stirn mit Katechumenenöl und segnete sie. Nach mindestens einem Jahr der Vorbereitung werden sie an Ostern oder in der Osterzeit in ihren Heimatgemeinden in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen.

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Bischof Jung begrüßte die Taufbewerber und ihre Begleiter am Schrein der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan in der Krypta des Neumünsters. Vertreter der Heimatpfarreien der Taufbewerber legten vor dem Bischof Zeugnis ab, dass die Katechumenen den Kontakt zur Gemeinde suchen und sich in Glaubensfragen unterweisen lassen. Sie überreichten Bischof Jung jeweils Sendschreiben für ihre Bewerber. Die Bewerber kommen aus Alzenau, Aschaffenburg, Esselbach, Frickenhausen (Landkreis Würzburg), Höchberg, Lohr am Main, Schwebheim, Veitshöchheim, Wiesentheid und Würzburg. „Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Ihnen die Feier der Zulassung zu feiern. Es ist schön, dass so viele unterschiedliche Lebenswege heute zusammenkommen. Wir brauchen diese Vielfalt und dieses Zeugnis, dass die Menschen auch heute zu Jesus Christus finden“, sagte Bischof Jung. In einer Prozession zogen die Katechumenen mit ihren Begleitern und Familien hinter dem Bischof in die Neumünsterkirche.

Die Nähe des Himmelreichs sei nicht immer sofort zu erkennen, sagte der Bischof in seiner Predigt. Das zeigten auch die Lebenswege der Menschen, die heute im Neumünster versammelt seien – sie brächten belastende Erfahrungen mit sich, seien auf der Suche nach einem Sinn oder einem erfüllten Leben. „Wir fühlen uns oftmals eher von Gott entfernt. Oft ist es ein langer Weg, bis man erfährt, dass das der Moment sein kann, in dem Gott uns viel näher ist, als wir ursprünglich gedacht haben“, sagte Bischof Jung. Doch solche Situationen seien eine Einladung, über den Sinn des Lebens nachzudenken und sich zu fragen, warum etwas passiert und wie man gut damit umgehen kann. Für manche Menschen könnten belastende Situationen zu einem Moment der Gnade werden, der zur Frage nach Gott führt, eine Einladung, zu wachsen und zu reifen.

„Das gelingt in dem Moment, wenn Jesus an uns vorübergeht, wie es im Evangelium beschrieben wird“, fuhr der Bischof fort. Im Evangelium des ersten Fastensonntags fordert Jesus Simon und Andreas, Jakobus und Johannes dazu auf, ihm zu folgen. „Ich werde euch zu Menschenfischern machen“, sagt er zu ihnen. Sie lassen daraufhin alles stehen und liegen und folgen ihm. „Jesus begegnet jedem von Ihnen in anderer Weise. Sie selbst wissen am besten, wie lang dieser innere Weg war“, sagte Bischof Jung zu den Taufbewerbern. Auch wenn es Momente des Zweifels gegeben habe: „Schön, wenn Sie sagen können: Jetzt ist der Moment da, um alles hinter mir zu lassen und alles neu zu erhalten in der Gemeinschaft der Kirche.“ Nur wer den Weg des Fragens und Zweifelns gegangen sei, der könne selbst zum Menschenfischer werden, erklärte der Bischof. „Nur der kann davon erzählen, wie schwierig, aber auch wie schön es ist, zu glauben, und kann andere auf ihrer Suche begleiten.“ So sei auch in dieser Stunde, in der die Bewerber Ja sagten zum Herrn und zum Weg in seine Kirche, das Himmelreich nahe.

Auf unterschiedlichen Wegen haben die Bewerber zur katholischen Kirche gefunden. „Ich habe lange ein bisschen geglaubt und ein bisschen nicht“, erzählte eine Bewerberin von ihrem Weg. Doch dann habe sich nach dem Besuch eines Gottesdienstes etwas „in meinem Leben geändert“. Eine andere Bewerberin hatte die Kirche als einen Ort der Stille und der Ruhe erlebt. „Die Gottesdienste bringen mir Kraft und Ruhe.“ Ihr Partner habe sie bei ihrem Weg zum Glauben unterstützt: „Jetzt habe ich den Mut, dazu zu stehen.“ Ein Bewerber erzählte, wie er mit Hilfe seiner Chefin zum Glauben kam. „Sie hat mich mit zum Gottesdienst genommen. Der Glaube macht mich frei im Kopf und im Herzen“, sagte er. Ein anderer hatte im Studium Mitglieder einer Studentenverbindung kennengelernt und darüber zur katholischen Kirche gefunden: „Mir gefällt die Gemeinschaft, die Messen, die Nächstenliebe.“

2019 hatte Bischof Jung sechs Frauen und fünf Männer zu Taufe, Firmung und Eucharistie zugelassen.

sti (POW)

(1020/0252; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet

Zum Autor: sti (POW) (pow@bistum-wuerzburg.de)

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